Parole: Ramelow wählen heißt Ramelow verhindern – Alexander Gauland empfiehlt Abgeordneten der AfD im Thüringer Landtag das nächste Mal Bodo Ramelow (Die Linke) zu wählen

Alexander Gauland (AfD), Braunschweig, 1.12.2019. Quelle: AfD-Kanal auf Facebook, 2019-12-01. © AfD

Berlin, Deutschland (Weltexpress). Nachdem die Kanzlerin im Mehltauland die CDU auf Kurs Volksfront gegen die AfD getrimmt hat und alle Partei- und Fraktionsführer der Altparteien CDU, CSU und SPD sowie der Rest vom Schützenfest mehr oder minder auch erklärte, Stimmen von AfD-Abgeordneten nicht akzeptieren und also das Ergebnis oder die Wahl nicht annehmen zu wollen, scheint auch Alexander Gauland als Fraktionsführer der AfD im Deutschen Bundestag zu frohlocken.

Gauland empfiehlt den Abgeordneten der AfD im Thüringer Landtag das nächste Mal Bodo Ramelow (Die Linke) zum Ministerpräsidenten zu wählen wie zuvor schon Thomas Kemmerich (FDP).

Gauland sagte der DPA wörtlich: „Die kopflose Reaktion von CDU und FDP bringt mich zu der Empfehlung an die thüringischen Freunde, das nächste Mal Herrn Ramelow zu wählen, um ihn sicher zu verhindern – denn er dürfte das Amt dann auch nicht annehmen.“

Mit diesem Worten bringt Gauland zum Ausdruck, dass sich die Führer der Altparteien kopflos seien. Gauland bezeichnet deren Tun in Sachen Volksfront als „trostlos bis verheerend, offensichtlich haben sich die Beteiligten über die Folgen keine Gedanken gemacht“.

Es kann frei nach Christian Morgenstern nicht sein, was nicht sein darf, dass der Richtige von den Falschen gewählt wird. Merkel und die Merkelianer sorgen daher dafür, dass der Falsche von den Richtigen gewählt wird. So ähnlich formuliert es auch Robert von Loewenster in „Achgut“ (9.2.2020). Unter dem Titel „Exklusiv: Alles zur neuen Demokratie“ teilt er mit: “ Falls Ihnen der Unterschied gerade nicht geläufig ist: Demokratie ist, wenn zwei Wölfe und ein Schaf darüber abstimmen, was es zum Abendessen gibt. Rechtsstaat ist, wenn das Schaf das Abendessen überlebt.“

Nicht nur Thomas Kemmerich (FDP) hat das Abendessen nicht überlebt, auch in der CDU gibt es Säuberungen. Doch von Loewenster notiert zu Kemmerich noch: „Das Zauberhafte im Fall Thüringen ist, dass das Ergebnis des demokratisch-rechtsstaatlichen Prozesses weder formal noch inhaltlich Anlass zur Beanstandung gab. Gewählt wurde ein allseits geachteter Mann, ein lupenreiner und noch dazu liberaler Demokrat aus der Mitte der Gesellschaft. Besser geht kaum. Zu allem Überfluss brachte er einen weiteren Produktvorteil mit. Er ist nämlich Unternehmer, also ganz und gar nicht ein Vertreter des verbreiteten Kreißsaal-Hörsaal-Plenarsaal-Karrieretums.“

Passend zu den Säuberungen in der CDU ist die Heuchelei in den Reihen der Mitglieder und Mandatsträger der Altparteie, die in Erfurt, Thüringen, Ministerpräsidenten und Abgeordnete absägen sowie so lange wählen lassen wollen, bis es in Berlin als passend betrachtet wird, erschreckend hoch. Fehlt nur noch, dass geheime Wahlen um der großen und guten eigenen Sache willen, die unter dem Begriff „Demokratie“ verpackt wird, abgeschafft werden.

Im „Tagesspiegel“ (9.2.2020) wird unter der Überschrift „Polit-Chaos in Thüringen – Merkel telefoniert mit Ramelow“ mitgeteilt: „Auf die Frage, ob die Wähler in Thüringen jetzt wohl erneut zu den Urnen gehen wollen, sagte Gauland: ‚Alle anderen wollen offensichtlich die Neuwahlen nicht, diese Frage stellt sich dann für uns auch nicht.'“ So ist es und nicht anders.

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