Opposition in Weißrussland ruft zu Protesten im öffentlichen Raum und Streiks in Staatsbetrieben auf

Blick auf den Platz des Sieges im Zentrum von Minsk. Quelle: Wikimedia, gemeinfrei, Foto: Mikhail

Minsk, Weißrussland (Weltexpress). Die bisher unterlegenen Kapitalfraktionen lassen durch die drei Frauen der Geschäftsleute und Geldkapitalisten in Weißrussland, allen voran Swetlana Tichanowskaja, rufen Lohnarbeiter gegen Lukaschenko zum Streik auf.

Wie ihr Mann, ein Geschäftsmann, der sich gerne an Bürgerrechtler und (Video-)Blogger inszeniert, forderte sie via Videobotschaft zur Verweigerung der Arbeitsleistung der Lohnarbeiter auf. Unter der Überschrift „Belarus: Tichanowskaja ruft zu landesweitem Streik auf“ wird darauf hingewiesen, dass die Gegner von Lukaschenko, also allen voran Tichanowskaja, „zu einer Ausweitung der Streiks in den Staatsbetrieben“ aufgerufen hätten.

In den Betrieben, die den Geschäftsmännern der Opposition gehören, soll nicht gestreikt werden. Tichaowskaja behauptet, dass Lukaschenko, „den sie“ laut „Süddeutsche Zeitung „nie mit Namen nennt, versuche den Menschen das Land zu stehlen“. Nun, wenn das Land im Staatseigentum wäre und er es für sich „privatisieren“ und also in sein Eigentum überführen würde, dann wäre ihre Aussage richtig. Doch diese, ihre Feststellung ist falsch.

Richtig ist, dass in mehreren Städten des Staates auch heute protestiert wird, vor allem in Minsk. Dort auch dort finden sich Unterstützer von Lukaschenko.

Laut „Reuters“ (21.8.2020) habe „die belarussische Generalstaatsanwaltschaft … einem Medienbericht zufolge am Donnerstag Ermittlungen gegen die Opposition eingeleitet“. Unter dem Titel „Opposition ruft zu weiteren Streiks in Belarus auf“ wird mitgeteilt, dass Lukaschenko … das Innenministerium angewiesen“ habe, „dafür zu sorgen, dass die Proteste gegen ihn enden“.

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