Captain Futures Fahrzeug – Opel zeigt in Mainz mit dem GT X Experimental, was außen und innen gestalterisch möglich wäre

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Opel GT X Experimental
2018 Opel GT X Experimental - Vizor © Opel Deutschland GmbH

Mainz, Deutschland (Weltexpress). Beim bald 120 Jahre alten Traditionsunternehmen Opel, das derzeit als Opel Deutschland und Gesellschaft mit beschränkter Haftung nach außen in Erscheinung tritt, will und darf, kann und muss man sich einen Kopf machen um die Zukunft, zumal in Zeiten, in denen die Halter und Herren in einer Branche, die vor gewaltigen Wandlungen steht, immer mal wieder wechseln. Dabei spielt der schöne Schein der Automobile weit weniger eine Rolle als gute Motoren im Allgemeinen.

Und gut ist, was gefällt. Fossile Brennstoffe, weniger die gasförmigen als vielmehr die flüssigen und allen voran die, die sich mehr oder weniger unter dem Begriff Diesel einordnen lassen – wer in der Welt unterwegs war, der weiß, wovon die Rede ist -, werden von den einen zum Schnee von gestern erklärt, der von den anderen heute weggefegt werden soll, und von den anderen, die weniger sind, weiterentwickelt. Wer an morgen denkt, der redet heute von Batterien oder, wenn er wirklich denkt, auch von der Brennstoffzelle, auf jeden Fall von alternative Antriebe oder E-Fuels als Ergänzung zur Elektromobilität, oder?

Wir schreiben von einer Vision der Opel-Zukunft, die von Opelianern mutig genannt wird und auf den Namen Opel GT X Experimental hört. Diese Konzeptstudie steht auf vier Rädern im Scheinwerferlicht eines ehemaligen Lokschuppens in Mainz. Ob dieses elektrische und SUV genannte  und Modell eine Lokomotive und also eine Art Zugpferd sein kann, das sei, so sagt einer der Anwesenden bei einer Präsentation mit Presse, jedem selbst überlassen.

Opels Oberboss Michael Lohscheller sagt laut Pressemitteilung: „Wir haben eine klare Vision, wie wir mit unserem PACE!-Plan die Zukunft von Opel erfolgreich gestalten wollen. Wir richten den Blick auf ein starkes Markenprofil, das von unseren Werten – deutsch, nahbar, begeisternd – bestimmt wird. Dies spielt eine wichtige Rolle dabei, wieder nachhaltig erfolgreich zu werden. Unsere Konzeptstudie zeigt, wie wir diese Werte in unseren zukünftigen Produkten umsetzen werden. Unsere Entwicklungs- und Design-Teams haben dies mit dem Opel GT X Experiment beeindruckend verwirklich. Er gibt einen klaren Ausblick darauf, wie wir bei Opel die künftige Mobilität sehen.“

Elektrisch, neongelb und irgendwie als SUV? Und ob der Opel-Weg durchweg deutsch war oder nicht doch amerikanisch mit einem Schuss französisch, das darf doch wohl angemerkt werden, oder? Nahbar bei der unteren bis hin zur oberen Mittelklasse war Opel nicht nur in deutschen Landen und bestimmt mit mehr Modellen als nur mit dem Manta begeisternd. Mich begeistert beispielsweise der Opel Insignia mit seiner luxuriösen und in den Premiumbereich vorstoßenden Ausstattungsvariante, der sich bestens mit einem Diesel unter der Haube fahren lässt, Abgasnorm Euro 6d TEMP.

Mit dem GT X Experimental hat dieses vorzügliche Fahrzeug nicht viel gemein. Der Insignia ist zeitgemäß, der GT X außen wie innen der Zukunft zugewandt. Mit den Worten von Opel-Designchef Mark Adams: „Dieses Fahrzeug steht für die spannende Zukunft der Marke.“

Die ist etwas über vier Meter lange, 180 cm breit und 150 cm hoch und basiert auf einer Leichtbau-Architektur. Auf den ersten Blick wirkt das alles andere als kantig. Im Gegenteil: alle Formen fließen. Die Farbgebung ist traditionell in den Opel-Farben Grau, Schwarz und Gelb gehalten. Ich nenne das Reminszenz.

Auf traditionelle „Schnittlinien“ wurde jedoch fast verzichtet. Die Türkanten werden von einer gelben Signaturlinie verboren und zusätzlich trifft die vordere mit der hinteren Tür zusammen. Außerdem wurde auf Türgriffe und Außenspiegel, deren Aufgabe übernehmen kleine Kameras, die in der gelben Grafiklinie versteckt scheinen, verzichtet. Das nenne ich Reduktion.

Die gelben Striche bei den 17-Zoll-Rädern, bei denen der elektronische Opel-Blitz gewitzigt die Waage hält, egal wie schnell sich die Räder drehen, werden als Linie bei der Karosserie weitergeführt. Vorvollendet und nah am Marsmobil, möchte ich meinen.

Im Auto für Opels Zukunft steckt sogar Sternenstaub. Eine kompakte 50 kWh-Lithium-Ionen-Batterie, die induktiv geladen werden könne, liefert die Energie.

Das Fahren erfolgt nicht vollautomatisch, aber mit Level-3-Funktionen des autonomen Fahrens. Das bedeutet, dass der Fahrer sich chauffieren lassen kann, er aber im Falle eines Falles reagieren und eingreifen muss.

Im Innenraum ist sonst wenig zu greifen. Schalter, Knöpfer und Krimskram, das war einmal. Immerhin bietet ein breiter Bildschirm noch tolle Touch-Erlebnisse sowie unterhalb der Kopfstützen befestigte abnehmbare Lautsprecher Musikgenuss auch außerhalb von Captain Futures Fahrzeug.

Anmerkung:

Die Recherche wurde von der Opel Deutschland GmbH unterstützt.

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