Nach Selbsttötungsversuch in einem VS-Knast fordert Sevim Dagdelen (Die Linke): „Chelsea Manning Asyl anbieten“

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Demo für Manning, denn das Enthüllen von Verbrechen "ist kein Verbrechen" am 21. Januar 2021 in Frankfurt am Main. Quelle: Wikimedia, Bradley Manning Support Network, http://www.bradleymanning.org/

Berlin, Deutschland (Weltexpress). Die 1987 in Oklahoma City als Bradley Edward Manning geborene Chelsea Elizabeth Manning gilt als Whistleblowerin, weil sie als Angehöriger der Streitkräfte der VSA und als IT-Spezialist tätig war, bis sie als er im Mai 2010 unter dem Verdacht, Videos und Dokumente kopiert und der Website Wikileaks zugespielt zu haben, verhaftet.

Laut Wikipedia sei „in dem daraus resultierenden Verfahren wurde in insgesamt 21 Punkten Anklage erhoben. Nach einem Teilgeständnis erging Ende Juli 2013 ein Urteil, durch das ein Schuldspruch in 19 Punkten erfolgte. Das verhängte Strafmaß betrug 35 Jahre Freiheitsstrafe, doch erließ US-Präsident Barack Obama am 17. Januar 2017 Manning einen Großteil der Strafe. Am 17. Mai 2017 wurde sie freigelassen.“

Doch am 8. März 2019 wurde Maning wieder inhaftiert. Sie sitzt in Beugehaft, weil sie sich weigerte, über Assange auszusagen. Während der ersten Haft wurde Manning auf erniedrigende, grausame, unmenschliche und demütigende Art gefangen gehalten und gefoltert.

Der Wikileaks-Gründer und Journalist Julian Assange schmort derweil in einem Gefängnis des VK, das wie immer, wenn es ernst wird, an der Seite der VSA steht. Gegen Assange soll Manning am Freitag vor Gericht aussagen. Nun hat sie versucht, sich selbst Leben zu töten.

Unter der Überschrift „Frühere Whistleblowerin: Chelsea Manning nach Suizidversuch im Krankenhaus“ heißt es in „Frankfurter Allgemeine“ (12.3.2020), dass sie „nach Angaben ihrer Anwälte in einem Gefängnis in Alexandria im amerikanischen Bundesstaat Virginia einen Suizidversuch unternommen“ habe. „Sie sei in ein Krankenhaus gebracht worden und erhole sich dort, hieß es am Mittwoch in einer Mitteilung ihrer Anwälte, die der Deutschen Presse-Agentur vorlag. Es sei weiterhin geplant, dass die Whistleblowerin am Freitag zu einer Anhörung vor einem Bundesgericht erscheinen werde, hieß es.“

Chelsea Manning beim Wired Next Festival 2018, Mailand. Quelle: Wikimedia, CC BY-SA 4.0, Bild/Foto: Mattia Luigi Nappi – Eigenes Werk

Unter der Überschrift „Chelsea Manning Asyl anbieten“ teilt Sevim Dagdelen per Die-Linke-Pressemitteilung (12.3.2020) mit, dass die Partei „Die Linke“ die „sofortige Freilassung“ fordere, „damit sie medizinisch angemessen behandelt werden und genesen kann. Die Bundesregierung muss der Dissidentin Chelsea Manning politisches Asyl anbieten.“

Dagdelen weiter: „Der erneute Selbstmordversuch in US-Haft muss auch für die Bundesregierung ein Alarmruf sein, sich für die Freilassung von Chelsea Manning einzusetzen und ihr Schutz vor US-Verfolgung zu gewähren. Die seit Mai 2019 andauernde Erzwingungshaft und die täglichen Strafzahlungen in Höhe von 1.000 US-Dollar, mit denen Chelsea Manning gebrochen werden soll, um gegen den Journalisten und Gründer der Enthüllungsplattform WikiLeaks, Julian Assange, auszusagen, sprechen rechtsstaatlichen Grundsätzen Hohn. Die Haftbedingungen erfüllen nach Aussagen des UN-Sonderberichterstatters zum Thema Folter, Nils Melzer, ‚alle konstitutiven Elemente von Folter oder auf andere Weise grausamer, unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung oder Bestrafung‘. Die Bundesregierung muss sich für die Freilassung von Chelsea Manning einsetzen, wenn es ihr mit dem Menschenrechtsschutz in der Außenpolitik ernst ist. Nicht die Whistleblowerin gehört ins Gefängnis, weil sie Kriegsverbrechen der US-Armee im Irak und in Afghanistan enthüllt hat, sondern diejenigen, die diese Kriegsverbrechen begangen oder verantwortet haben. Die Linke fordert ein Ende der politischen Verfolgung von Chelsea Manning und Julian Assange durch die US-Regierung.“

Dass die VSA nicht nur ein Terrorstaat ist, der permanent Ölkriege führt, sondern auch ein Folterstaat, das ist weltweit bekannt. Mit Folter- und Terrorstaaten sollte die BRD Bündnisse beenden. Sofort!

Die Verantwortlichen an der Spitze des Staates müssen vor Gericht, vor den Internationalen Strafgerichtshof nach Den Haag. Dafür sollten sich die Mitglieder und Mandatsträger der Christen- und Sozenparteien stark machen. Doch die Merkel-Deutschen sind Luschen, die kuschen. Nichts Neues an Rhein und Spree.

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