Merkwürdige Melange: Ammoniumnitrat und Hisbollah, Libanon und Israel, Beirut und Berlin, Mossad und Merkel

In einer Fabrik wie dieser wird Ammoniumnitrat hergestellt (Symbolbild). Quelle: Pixabay, Foto: Philip Barrington

Berlin, Deutschland (Weltexpress). Dass Ammoniumnitrat schwere Explosionen hervorrufen kann, vorsätzlich oder fahrlässig, das ist bekannt, bestens sogar. Das weiße, geruchlos und im Grunde schwer entzündlich Zeug, eine aparte Mischung aus Ammoniak und Salpetersäure, wird für Dünger und Sprengstoff gebraucht. Seit 2013 sei das Ammoniumnitrat in Beirut laut „Tagesschau“ (5.8.2020) gelagert worden.

Unter der Überschrift „Ammoniumnitrat – Nicht die erste verheerende Explosion“ heißt es, dass „das Unglück“ in Beirut „offenbar durch 2750 Tonnen Ammoniumnitrat“ ausgelöst worden sei. „Beobachter machen die Behörden verantwortlich. Laut Medienberichten wussten sowohl Hafenbehörden als auch Zoll- und Sicherheitsdienste von der gefährlichen Chemikalie im Hafen. Nun schieben sie sich gegenseitig die Verantwortung für das Unglück zu, wie es aus Sicherheitskreisen heißt.

Im Laufe der Jahre bat der Zoll mehrmals darum, dass das Ammoniumnitrat entfernt wird – denn sonst, so eine Kommission vor sechs Monaten, könnte es „ganz Beirut in die Luft jagen“. Doch passiert ist nichts.“

Jetzt nach Dutzenden Toten und Tausenden Verletzten passiert etwas. „Hafen-Verantwortlichen“ seiten laut „Tagesschau“ nun „unter Hausarrest“ gestellt worden. In der Hafenstadt Beirut, die auch die Hauptstadt des fragilen Zedernstaates Libanon ist, dürfte der Fisch auch vom Kopfe her stinken und die Verantwortung weit hoch in die Regierung gehen.

Eine andere Regierung aus der Region, nämlich die Netanjahu-Regierung in Jerusalem, solle zudem die Merkel-Regierung gewarnt haben und zwar vor der Hisbollah, die laut „Welt“ (6.8.2020) unter der Überschrift „Hisbollah soll Hunderte Kilo Ammoniumnitrat in Süddeutschland lagern“ offensichtlich „Hunderte Kilo Ammoniumnitrat in Süddeutschland lagern“ würde. Dort heißt es wörtlich: „Anhänger der Hisbollah-Miliz sollen in Deutschland Zugriff auf die chemische Substanz haben, die in Beirut die riesige Explosion ausgelöst hat. Eine entsprechende Info gab bereits vor Monaten der israelische Geheimdienst Mossad weiter.“

Was tat die Merkel-Regierung? Merkel und ihre Minister, allesamt Mitglieder der Altparteien CDU, CSU und SPD, müssten wissen, dass die muselmanische und libanesische Terrororganisation Hisbollah Israel mit laut „Welt“ einst „mit einem gigantischen Ammonium-Anschlag“ drohte.

Nun fordert Beatrix von Storch, stellvertretende Bundessprecherin der Alternative für Deutschland, laut Pressemitteilung der AfD-Bundesgeschäftsstelle: „Als AfD haben wir ein vollständiges Organisationsverbot dieser islamischen Terrororganisation gefordert, was bisher im Bundestag von den etablierten Parteien stets abgelehnt wurde. Seehofer hat sich zwar auf unseren Druck hin immerhin zu einem  Betätigungsverbot für die Hisbollah in Deutschland durchgerungen, aber die nun geltende Rechtslage wird der terroristischen Bedrohung dieser fanatischen Israelhasser und Antisemiten in keiner Weise gerecht. Wenn die ‚Welt‘-Informationen zutreffen, dass die Bundesregierung seit Monaten durch den israelischen Geheimdienst Mossad über Hisbollah-Ammoniumnitratlager in Deutschland informiert war, ist es nicht nachvollziehbar, dass Seehofer und die GroKo dem AfD-Antrag eines vollständigen Hisbollah-Verbots nicht gefolgt sind. Seehofer trägt als Innenminister die Verantwortung für die Sicherheit und muss jetzt handeln: Die Hisbollah als Organisation vollständig verbieten und alle Hisbollah-Mitglieder abschieben.“

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