Merkel in Kiew oder Kanzlerin garantiert Kohle

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Merkel besucht erstmals seit Beginn des Euromaidan mit blutigem Umsturz samt Abspaltungen und Krieg Kiew. In der ukrainischen Hauptstadt der übriggebliebee Ukraine (neben der Halbinsel Krim sind auch die Volksrepubliken Donezk und Lugansk werg, traf sie Schokoladenkönig und Großkapitalist Pjotr Poroschenko, der jetzt Präsident ist, den Führer der nationalistisch-faschistischen Regierung Arseni Jazenjuk auch Bürgermeister ukrainischer Städte treffen. Darunter den Boxer Vitali Klitschko von der Schläger-Partei Udar.

Das ist so, als würde Mutti Francisco Franco, Benito Mussolini und Adolf Hitler an einem Tag treffen. Doch damals hätte frau den europäischen Faschisten nicht Kohle mitbringen müssen. Hinter dem Faschismus nach dem 1. Weltkrieg stand das Kapital und steckte den größten Führern aller Zeiten fleißig zu. Doch den Faschisten in der Ukraine fehlt das. Die haben den Laden so weit runtergewirtschaftet dass die Schulden der Rest-Ukraine laut junge Welt (23.08.2014von Diese sind von unter 40 Milliarden US-Dollar im Jahr 2005 auf aktuell fast 140 Milliarden gestiegen" sind.

Der brutale Krieg im Osten, den die neuen Faschisten mit den alten Soldaten der übrig gebliebenen ukrainischen Aree führen, hinterläßt nicht nur Tote, Verwundete und Flüchtlinge sondern eine kaputte Wirtschaft. Die Bauern können die aufgegangene Saat nicht ernten und die Arbeiter keine Kohle mehr fördern. Die Räder stehen still. Die Infrastruktur ist zerstört. Der Winter steht vor der Tür und die Menschen – so das Szenario – mit wertlosen Geldscheinen vor halbleeren Regalen. Sich am Feuer der schweren Artillerie zu erwärmen, mit der die Herrschenden in Kiew täglich in die Dörfer und Städte des Donbass schiessen lässt, das vermögen nur die Wenigsten.

Rainer Rupp notiert dazu in der jungen Welt (23.08.2014): "Um die Energieversorgung kurz und mittelfristig wieder zu sichern, bliebe als einzige Alternative der billige Import von Kohle und Gas zu Freundschaftspreisen aus Rußland. Genau so wie es vor dem vom Westen unterstützten Putsch gegen den ukrainischen Präsidenten Wiktor Janukowitsch Anfang des Jahres praktiziert wurde. Das Land zahlte nur etwa die Hälfte des Weltmarktpreises für russische Lieferungen von Öl und vor allem Gas. Es war Teil von Moskaus wirtschaftlichem Entgegenkommen für die militärpolitische Neutralität der Ukraine. Heute steht die Regierung in Kiew vor einem selbstverschuldeten Scherbenhaufen".

Dass diesen "Winter Engpässe bei der Energieversorgung" drohen, das wird heute sogar in Spiegel-Online berichtet. Nur dort wird nicht über den "selbstverschuldeten Scherbenhaufen" geschrieben sondern der Schwarze Peter Putin zugeschoben. "Russland kann den Gasfluss in die Ukraine nach Belieben kontrollieren", meint Roland Nelles und warnt: "auch Teile Europas wären von einem russisch-ukrainischen Gaskrieg betroffen".

Merkel müsse es also richten. Regierungssprecher Steffen Seibert bezeichnete Merkels Besuch als „Zeichen der Unterstützung in schwierigen Zeiten". Aha. Die ukrainische Regierung erwartet von Deutschland jedoch konkrete Hilfe. Außenminister Pawel Klimkin hat bereits in mehreren Medieninterviews Berlin um militärische und Finanzhilfe gebeten. Mit weiteren Westwaffen und weiterer westlicher Unterstützung dürfte der Krieg gegen die beide Volksrepubliken nicht zu gewinne sein. Denn bei diesem Stellvertreterkrieg wird nicht nur Kiew aus Washington und Berlin geholfen sondern es werden Donezk und Lugansk aus Moskau unterstützt. Im Zweifelsfall dürfte diese Region für Russland das sein, was für die USA Grenada war und ist: ein Hinterhof. Punkt. Mehr zur US-Invasion in Grenada im WELTEXPRESS oder in Wikipedia.

Geld wird Merkel garantiert geben, so dass Kiew Energie kaufen kann. Kohle für Kohle quasi. Den Verfall der Griwna, die ukrainische Währung verlor gegenüber dem Dollar seit Kriegsbeginn 65 Prozent, wird das nicht aufhalten. Wirtschaft und Währung sind am Ende. Land und Leute sind es auch. Fragt sich, wie lange Deutschland sich die Rest-Ukraine neben Griechenland und weiteren EU-Pleite-Pech-und-Pannen-Staaten noch leisten kann und will.

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