Berlin, BRD (Weltexpress).

Weitschweifigkeit?
Ich sage nichts.
Ich habe nichts zu sagen.
Warum nur schreib ich auf
Was mir mißfällt ?
Weshalb denn will ich mitteil‘n,
Was mir wichtig scheint ?
Ist nicht das Leben
Zu verändern wichtig ?
Warum nur sind so wenige bereit
Dies Chaos zu verlassen?
Weitschweifigkeit ?
Ich solle mich beschränken?
Sind wir denn nicht schon
Schlimm genug beschränkt ?
Wenn die Erscheinung sich
In ihrem Wesen anders zeigt
Und Risiken sind zu ergründen,
Dann sag ich es.
Ist es nicht Pflicht,
Zu sagen, was man sieht?
Die Wahrheit
Muß umfassend sein,
Weil immer jemand
Nur die Wahrheit will,
Die dient,
Um sich behaglich einzurichten
Und zu bemänteln,
Was ihm nützt,
Den andern aber nicht.
Menschsein
heißt sehen
Und sehend zu verändern,
Was uns gemeinsam nützt,
Damit wir atmen,
Lieben, leben können
Als Teil der Welt
Doch nicht als Feind.
Weitschweifigkeit ?
Das Leben ist doch mehr
Als nur ein Satz.
Veränderung, das heißt auch
Suche der Gedanken,
Die aus dem Leben schöpfen.
Nein, so wie die Welt sich zeigt,
Muß ich mich offenbaren.
Beschränken darf ich mich
Aus diesem Grunde nicht.

Anmerkung:

Vorstehender Beitrag von E. Rasmus wurde am 12.7.2004 in Berlin geschrieben.

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