Lars Windhorst, Windhund oder Windei, alles oder nichts? – Sind Windhorsts Anteile an der Hertha BSC GmbH & Co. KGaA „nur noch einen Bruchteil des bilanzierten Wertes“ wert?

Fans von Hertha BSC 2013 im Berliner Olympiastadion. © Foto: Hans-Peter Becker

Berlin, Deutschland (Weltexpress). Lars Windhorst gilt mal als Windhund, mal als Windei, auch als Windrad oder Windel. Was wurde dem kleinen Gernegroß, der angeblich in Lohn seinen Wohnsitz habe, nicht schon alles an den Kopf geworfen. Das ging früh los, spätestens mit 16 Jahren, als er Anfang der 1990er Jahre nach unserer Zeitrechnung die Windhorst Electonics GmbH und die Windhorst AG gründete und nicht nur beim damaligen Kanzler Helmut Kohl (CDU) weniger als Jungspund denn als Jungunternehmer galt. Zuvor schraubte er in der „Familiengarage“ Hardware zusammen und schrieb Software-Programme.

Das mit dem jung ist vorbei. Zum Alter kommt anscheinend noch mehr Not. Thomas Werres, der Windhorst für einen Investor hält, schreibt unter „Die Notverkäufe des Investors Lars Windhorst“ in „Manager Magazin“ (16.8.2021), daß „der Investor … etliche Krisen und zwei Pleiten überstanden“ habe. Doch er teilt auch mit, daß Windhorst „nun“ versuche, „seine Firma mit Hilfe von Firmenverkäufen und neuen Geldgebern zu retten. Die Sache ist allerdings noch nicht durch. Und seine Rolle bei Hertha BSC macht es nicht leichter.“

Hat da etwas ein alter oder vielleicht neuer Geldgeber gepetzt? Windhorst rief noch am selben Tage „Gott“ mit einem ach an und zwitscherte auf „Twitter“: „Ach Gott, Herr Werres, so schlimm, dass ich keine Zeit für Sie hatte? In Kürze: Der Investor investiert in Unternehmen, baut sie auf, um sie mit Gewinn zu verkaufen. Manchmal will ein Investor sein Investment langfristig zum Erfolg begleiten.#HaHoHe Das ist Business,kein Abgrund.“

Wäre „eine dritte Pleite“ für Windhorst wirklich „fatal“, wie Werres schätzt?

Wahrlich, es gibt so viele Dumme auf dieser Welt, Milliarden sind es, darunter auch Personen mit Millionen. Mit Schwätzerei und Schmiererei dürften die übers Ohr gehauen werden können. Vermutlich gehören auch Zuckerbrot und Peitsche dazu, oder?

Den Herren der Hertha BSC GmbH & Co. KGaA kann`s egal sein. Laut „BZ“ (18.8.2021) unter dem Titel „Bobic: Von diesem Geld wird kaum etwas in Neuzugänge fließen“ solle „die letzte Tranche von Lars Windhorst in Höhe von 30 Millionen Euro … auf dem Konto des Berliner Bundesligisten eingegangen“ sein. Damit habe der „Investor“ wohl „insgesamt 375 Millionen Euro … Hertha überwiesen“. Tante Hertha?

Windorst zwitscherte dazu in „Twitter“ (13.8.2021): „Die letzte vereinbarte Tranche in Höhe von 30 Millionen Euro wurde heute an @HerthaBSC überwiesen. Seit 2019 habe ich damit 375 Millionen Euro in den Verein investiert. Ich stehe zu meinem Wort – und auch zukünftig an der Seite der Herthaner.“

Werres sieht das wohl anders, denn „Windhorsts Hertha-Anteile an der KGaA … würden keine Rendite abwerfen und seien aufgrund der schwachen sportlichen Leistungen ‚voraussichtlich nur noch einen Bruchteil des bilanzierten Wertes‘ wert“, heißt es unter der Überschrift „Windhorst-Wirbel um Hertha-Anteile“ in „BZ“ (17.8.2021).

Eine Leistungsexplosion bei Tante Hertha ist wohl nicht in Sicht. Bleigießer wissen möglicherweise mehr. Vielleicht steht im Kaffeesatz, daß die Leute aus dem Westend eisern werden und zu Union Berlin gehen oder zur anderen Alten Dame, zu Victoria Berlin. Wer weiß das schon?!