Kinder der Revolution – Teil 1 von Steven Soderberghs Guevara-Biografie „Che – Revolucion“

Berlin (Weltexpress) – “Ein Symbol für was?” Bezeichnend, dass Regisseur Steven Soderbergh die Gegenfrage Ernesto Guevara selbst stellen lässt. Der Revolutionsführer reagiert damit auf die Frage einer amerikanischen Journalistin, wie es sich anfühle, ein Symbol zu sein. Diese Vertreterin des fragenden Amerika könnte den Regisseur und Autor Soderbergh repräsentieren. Die Antwort müsste sein Film “Che” geben. In einem über vierstündigen Zweiteiler versucht er die legendäre Figur des 1928 in Argentinien geborenen, im zweiten Teil der Fünfziger Jahre Kuba revolutionierenden und 1967 in Bolivien ermordeten Revolutionsführers Guevara zu umreißen. Im ersten Teil “Revolucion” scheitert er daran. Gut inszeniert, überzeugend gespielt und authentisch abgefilmt, bleibt “Che – Revolucion” so oberflächlich wie die ikonische Fotografie des Revolutionärs.

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