Karneval im Berliner Westend – Jürgen Klinsmann schmeißt bei der Hertha BSC GmbH & Co. KGaA als Trainer hin

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"Liebe Herthaner" von Jürgen Klinsmann, 11.2.2020. Quelle: Facebook, Auszug aus Screenshot vom 11.2.2020, 16 Uhr MEZ

Berlin, Deutschland (Weltexpress). Nein, nicht nur das Engagement von Jürgen Klinsmann beim FC Bayern München war ein großes Missverständnis, über das niemand der Beteiligen heute mehr gerne spricht, auch das Bankdrücken des Besserbezahlten unter den Balltretern der BRD bei den Westend-Berlinern war ein Topf voll Scheibenkleister.

Klinsmann, der seit November 2019 im Aufsichtsrat der Hertha BSC GmbH & Co. KGaA sitzt, setzte sich auch noch auf die Trainerbank. Wer tut sich das bei dieser Hertha unter Gaga-Gegenbauer, wie in Kenner und Kritiker schimpfen, freiwillig an? Sei 2008 niemand mit einem Namen, den er verlieren könnte.

In der „Bild“ (11.2.2020) berichten Carsten Priefer und Marcel Braune übrigens, das sich Klinsmann „schon bei der Mannschaft verabschiedet“ habe und er „zurück in den Aufsichtsrat gehen“ werde. Dass muss daran liegen, das ihm „der Klub und die Stadt sind mir noch stärker ans Herz gewachsen“ wie Klinsmann auf „Facebook“ (11.2.2020) mitteilt. Allerdings ist der Klub eine GmbH & Co. KGaA. Wie es im und am Klinsmann-Herz aussieht, darüber können wir jedoch nichts sagen und schreiben.

Über das, was Klinsmann auf dem Herzen liegt, teilt er mit: „Als Cheftrainer benötige ich allerdings für diese Aufgabe, die noch nicht erledigt ist, auch das Vertrauen der handelnden Personen. Gerade im Abstiegskampf sind Einheit, Zusammenhalt und Konzentration auf das Wesentliche die wichtigsten Elemente. Sind die nicht garantiert, kann ich mein Potenzial als Trainer nicht ausschöpfen und kann meiner Verantwortung somit auch nicht gerecht werden.

Deshalb bin ich nach langer Überlegung zum Schluss gekommen, mein Amt als Cheftrainer der Hertha zur Verfügung zu stellen und mich wieder auf meine ursprüngliche langfristig angelegte Aufgabe als Aufsichtsratsmitglied zurückzuziehen.“

Offensichtlich ist ist dem (Klins-)Mann die Hertha BSC GmbH & Co. KGaA nicht ans Herz gewachsen, sondern so auf den Magen geschlagen, dass er ihm wahrsten Sinne des Wortes ausscheiden muss.

Man darf demnächst im Westend von Berlin nicht nur gespannt sein, wie der Ball rollt, sondern welche Köpfe rollen werden.

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