Julia Arnold sorgt für versöhnlichen Saisonabschluss – Rekordkulisse mit Familienstimmung – FF USV Jena gegen die Zebras aus Duisburg 1:1 Remis

Julia Arnold und Christina Julien © Silke Winkler

Engagierter Offensivfußball im Ernst-Abbe-Sportfeld

Aktuell sieht das alles ein wenig anders aus. Vor der Fahrt nach Thüringen rangierten die Zebras auf Platz 17, nur einen Zähler vor Cloppenburg auf dem ersten Abstiegsrang. Für die Gäste stand also viel auf dem Spiel. Entsprechend motiviert präsentierten sich die Schützlinge von Coach Sven Kahlert, die Jena von Beginn an Paroli boten. Und schon kurz nach Anpfiff wurden die Bemühungen der Gäste belohnt. Sofia Nati nutzte eine Unsicherheit in der USV-Abwehr rigoros aus. Stenia Michel konnte zwar den ersten Versuch noch abwehren, hatte aber beim Nachschuss ins lange Eck keine Chance. Beide Mannschaften zeigten in der Folge engagierten Offensivfußball zwischen den Strafräumen.  Wirkich gefährlich wurde es in der ersten Hälfte allerdings weder für Jenas Stenia Michel noch für die Gästekeeperin.

Schnelle Gegenstöße des MSV Duisburg

Einzig Susann Utes legte kurz vor dem Seitenwechsel mit einem straffen Schuss  mit dem linken Fuß den Torjubel auf die Lippen der FF USV-Fans. Ihr Versuch streifte nur Millimeter über die Latte. Eine neuerliche Chance zum Ausgleich bot sich in Durchgang zwei Christina Julien, die eine Flanke von Amber Hearn im Fallen volley nahm, die Kugel aber über das Gehäuse setzte. Ab da zeigten die Gastgeberinnen den gefälligeren Fußball. Duisburg blieb vor allem bei schnellen Gegenstößen gefährlich, brachte diese jedoch nicht konsequent zum Abschluss. Der FF USV drückte auf den Ausgleich, ließ aber noch zu oft den letzten genauen Pass und eine wirklich zündende Idee vermissen. Sofern es nach einer der vielen Ecken dann doch mal brenzlig wurde, stand mit Stina Petersen ein sicherer Rückhalt für Duisburg parat.

Alles in die Waagschale geworfen

Getragen von der über das gesamte Spiel lautstarken Unterstützung der Fans zogen die Kraus-Schützlinge Minuten vor dem Abpfiff das Tempo nochmals an. Julia Arnold zog dann eine Ecke von der rechten Seite auf den kurzen Pfosten, Petersen brachte die Hände nicht mehr entscheidend dazwischen – die Kugel zappelte zum viel umjubelten 1:1 im Netz. „Zuerst möchte ich mich bei allen bedanken, die diese tolle Saison möglich gemacht haben. Wir wussten heute, dass Duisburg alles in die Waagschale werfen würde, um im Abstiegskampf zu punkten. Umso glücklicher sind wir mit dem 1:1, dem wir ja im Prinzip 80 Minuten hinterher gerannt sind“, resümierte Cheftrainer Daniel Kraus nach der Partie.

So spielten sie im Jenaer Ernst-Abbe-Sportfeld:

FF USV Jena – MSV Duisburg 1:1 (0:1)


FF USV Jena:
St. Michel – L. Brosius; J. Arnold; R. Percival; S. Utes; S. Treml (61. S. Löser);  I. Landeka; V. Müller; Ch. Julien (66. L. Lagaris); A. Hearn – Trainer Daniel Kraus

MSV Duisburg: St. Petersen – I. Schenk; J. Oster; A. Tarczynska (85. P. Pozerska); K. Sundov (60. L. Vonkova); S. Nati (90. L. Luis Ramos); D. Silva Jacome; L. Neboli; St. Weichelt; M. Himmighofen; B. Müller – Trainer Sven Kahlert

Tore: 0:1 Nati (6.), 1:1 Julia Arnold (88.)

Schiedsrichterin Angelika Söder (Schwarzenbruck)
Verwarnungen Gelb: Landeka (71.), Percival (72.) Jacome Silva (74.)

Zuschauer 2 703

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