In Sachen Syrien: Vom Handeln und Verhandeln oder der Islamische Staat hört auf zu existieren – allem Altweibergeschwätz zum Trotz

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Parade von Soldaten des IS. Quelle: Militante Website

Berlin, Deutschland (Weltexpress). Während der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan auf dem Syrien-Gipfel mit seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin und dem iranischen Präsidenten Hassan Rohani in der russischen Schwarzmeerstadt Sotschi am heutigen Donnerstag verhandelt, angeblich über die Bedingung für die territoriale Integrität Syriens, handeln andere. Kurdische Kämpfer, Truppen unter kurdischem Kommando bekämpfen den letzten Rest vom Schützenfest namens Islamischer Staat (IS).

Das Gebiet des Islamischen Staates schrumpft und schrumpft und schrumpft, derzeit gilt nur noch ein Dorf namens Baghus als IS-Gebiet im Euphrattal, und wird in wenigen Tagen nicht mehr da sein, das Dorf auch nicht.

Und weil ein Staat ohne Gebiet kein Staat ist, allerdings ein kleines Gebiet wie die Fürstentümer Lichtenstein oder Monaco oder die Hektar und den Heiligen Stuhl reichen bereits für einen Staat wie den Vatikanstaat völlig aus, ist dieser Ofen erlöschen. Rauch wird nur noch bei Bombenattentaten aufsteigen. Die Gewalt wird bleiben.

Volk fehlt dem IS allerdings auch, vielleicht bleiben noch alte Mitglieder mit Messern, wie es sich für eine muselmanische Mörderbande gehört, doch das wäre kein Staat, sondern eine Organisation, die auch neue Mitglieder gewinnen könnte. Doch die Konkurrenz bei muselmanischen Männervereinigungen mit dem Vereinszweck Mord ist groß und reduziert sich nicht nur auf Ali Baba und die 40 Räuber. Ob sich die Terrortruppe IS in Libyen oder Afghanistan durchsetzen wird? Wohl eher nicht.

Die Demokratischen Kräfte Syriens (DKF) wiederum kämpfen nicht nur gegen den Islamischen Staat, der jetzt am Ende ist, sondern auch für ihren eigenen kurdischen Staat. Darunter wollen sie es wie auch andere in diesem Bündnis nicht bewenden lassen, wenigstens und offiziell für noch mehr Autonomie von Damaskus, in dem die Alawiten den Ton angeben. Integration in Vielvölkerstaaten ist vielschichtig und gelingt nur, wenn Gott es will, oder?

Wie auch immer: Der Islamische Staat hört als solcher auf zu existieren, allem Altweibergeschwätz von Ich-bin-gerne-Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) und anderen aus den Altparteien, die die Merkel-Regierung tragen, zum Trotz. Was bleibt ist der IS und der ist eine Aufgabe für die Polizei, nicht das Militär.

Die Geopolitiker Putin, Erdogan und Rohani wissen das. Deswegen verhandeln sie in Sotschi. Alle teilnehmenden Beobachter, auch die Wahrsagen und Vasallen, dürfen gespannt sein, was dabei rauskommt.

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