Berlin, BRD (Weltexpress). Am Ende reichte die Leistung der Füchse gerufenen Spieler des aktuellen Kaders der Füchse Berlin Handball GmbH vor 8601 Zuschauer in der Max-Schmeling-Halle nur zu einem Unentschieden im Punktspiel mit der ersten Auswahl der TSV Hannover-Burgdorf Handball GmbH. Diese Kapitalgesellschaft mit Sitz in Hannover ist zwar erstklassig, aber das, was die Spieler boten, war phasenweise zweitklassig.
Gleiches gilt für die Schiedsrichter. Konrad Gimmler und Jannik Rips zeigten über weite Strecken eine gute Zweitliga-Leistung. Jutta Ehrmann, die für das Schiedsrichterwesen bei Deutschen Handballbund zuständig ist und in der Halle am Spielfeld saß, blamierte sich mit diesen beiden Herren bis auf die Knochen.Gimmler/Rips sind sicherlich ein relativ junges Schiedsrichtergespann, aber kein hoffnungsvolles, sondern nicht erstligatauglich. Sie pfiffen nicht stringent und folgerichtig, sondern einmal hü und einmal hott. Ein Gespann, das einmal hü und einmal hott pfeift, das ändert also dauernd seine Meinung und widerspricht sich ständig. Darauf kann sich wahrlich kein Spieler einstellen.
Das war die schlechteste Leistung von Schiedsrichter in der Berliner Max-Schmeling-Halle seit Jahren.
Bei so viel Zweitklassigkeit schafften es die Berliner Füchse nicht, Ihr Niveau abzurufen und zu halten, sondern trudelten abwärts. Über viele Minuten gelang der Mannschaft, die mehr oder weniger Deutscher Meister der Saison 2024/25 wurde, Deutscher Pokalsieger 2025/26 und im Viererfinale der höchste halbeuropäischen Liga steht, vorne nichts und hinten wenig.
Das war nicht nur bitter, sondern auch bitter anzusehen. Wenn Lasse Anderson nicht so gut gehalten hätte, nie und nimmer hätte sich die von Mathias Gidsel angeführte Mannschaft aus dem Zweitliga-Loch herausgezogen und ein Unentschieden erkämpfen können. Ludwig zeigte 17 Paraden und insgesamt eine meisterliche Leistung wie sonst regelmäßig und also mit Ausnahmen Dejan Milosavljev.
Die Wurfquote der Füchse war in der ersten Halbzeit mit unter 50 Prozent desolat. Die Leistung der Abwehr der Gäste hingegen geschickt und gerissen. Damit kamen weder die Füchse noch die Schiedsrichter zurecht. Dafür muß man Juan Carlos Pastor Gómez alle Achtung zollen. Aus dem deutlich limitierten Kader hat er das Beste herausgeholt und eine Mannschaft geformt, die hinter verteidigen kann und vorne mit beiden Außenspielern und zwei Kreisläufern sticht, während der Rückraum ein Witz ist. Daß die verteidigenden Füchse darauf hereingefallen sind wie der Hase auf den Igel, das läßt sich nicht leugnen. Immer wieder ließen sich die Abwehrspieler zum Narren halten, rannten vorne herum und hinten heraus und schufen die Lücken für die Kreisläufer und Außenspieler.
Daß sich Trainer Nicolej Krickau als Betreuer diese märchenhafte Vorführung einer pastoralen Interpretation des Schwankes Der Hase und der Igel im Grunde genommen eine Stunde lang anschaute, wie es den Anschein hatte, das war nicht weniger witzig. Vermutlich las er nicht die Brüder Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, sondern nur Hans Christian Andersen.
Die Dichter hätten an der Vorstellung ihre Freude gehabt und den einen oder anderen Akt, darunter dem 9:1-Lauf für Hannover-Burgdorf, goutiert wie die Igel. Eine 5:3-Führung der Füchse (11.) drehten die Gäste zu einer 12:7-Führung (23.).
Beinahe wären die Füchse in der letzten Minute noch in Führung gegangen, aber Gidsel traf nicht und Ludwig hielt den von Renārs Uščins geworfenen Ball in letzter Sekunde. Endstand 30:30 (11:15). Der eine Punkt reichte jedoch, um mit dem Herausforderer des Meisters aus Flensburg die Plätze zu tauschen. Die Füchse Berlin Handball GmbH steht nunmehr auf dem zweiten Platz hinter dem neuen Meister aus Magdeburg. Diesen gegen die SG Flensburg-Handewitt
Handball-Bundesliga GmbH & Co. KG zu verteidigen, wird schwer genug.
Stimmen zum Spiel:
Nicolej Krickau: „Wir waren heute gar nicht in der nötigen Verfassung. Wir wissen, wie schwer es ist, nach solch einer Pause wieder in die Spur zu kommen. Kollektiv sowie individuell waren wir zu weit entfernt von unseren Stärken. Hannovers Abwehr war heute ein wenig defensiver eingestellt als erwartet. Wenn wir in der ersten Halbzeit Chancen kreiert hatten, haben wir zu viele davon verworfen. In der zweiten Hälfte hatten wir mehr Flow in unserem Spiel. Bei einem Drei-Tore-Vorsprung müssen wir das Momentum auf unserer Seite behalten. In dieser Phase waren wir erneut nicht effektiv genug. Trotz einer Super-Lasse-Ludwig-Performance haben die Voraussetzungen heute nicht ausgereicht.“ (1)
Juan Carlos Pastor Gómez: „Das Spiel war sehr hart. Zu Beginn waren wir etwas nervös, aber dann haben wir unseren Rhythmus gefunden und besonders in der ersten Halbzeit fantastisch gespielt. Wir haben das Spiel mit unseren beiden Spielmachern kontrolliert, hatten das Tempo, um ins Laufen zu kommen und konnten unser Angriffsspiel gut aufziehen. Zur Halbzeit haben wir mit vier Toren geführt. In der zweiten Halbzeit wussten wir, dass Berlin mit viel Druck zurückkommen würde und sie haben dann auch besser gespielt. Gleichzeitig hatten wir Probleme in der Abwehr und konnten unsere Leistung dort nicht mehr halten. Trotzdem sind wir auch nach schwierigen Phasen zurückgekommen und hatten die Möglichkeit, das Spiel auf unsere Seite zu ziehen. Glückwunsch an meine Mannschaft. Die Spieler haben bis zum Ende gekämpft. Jeder hat der Mannschaft geholfen. Ich denke, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Gegen eine Mannschaft wie den Meister in dieser Liga so zu kämpfen und mitzuhalten, macht mich sehr glücklich. Nicht nur wegen des Ergebnisses, sondern auch wegen des Weges, den wir als Mannschaft gehen. Wir arbeiten an vielen Dingen und sehen, dass wir uns weiterentwickeln können. Das ist auch mit Blick auf die Zukunft sehr positiv.“ (2)
Daten zum Spiel:
Paarung und Ergebnis: Füchse Berlin Handball GmbH – TSV Hannover-Burgdorf Handball GmbH 30:30 (11:15)
Aufstellung, Paraden und Tore Füchse Berlin Handball GmbH: Ludwig (17/1 Paraden), Milosavljev (n.e.); Darj, Prantner, Andersson 4, Arino, Gröndahl 2/1, Lichtlein 4, Gidsel 9, Freihöfer 4/3, Cehte, Pichiri, Langhoff 1, Herburger, West av Teigum 1, Marsenic 5.
Aufstellung, Paradenund Tore TSV Hannover-Burgdorf Handball GmbH: Gade (4/1 Paraden), Birlehm (12 Paraden); Tissier 7, Poulsen, Uscins 5, Pedersen 5/4, Steinhauser 3, Dietzsch, Edvardsson 2, Aho, Stutzke, Solstad 2, Fischer 5, Weber 1, Rodriguez, Wolf.
Zuschauer: 8601 in der Max-Schmeling-Halle in Berlin
Schiedsrichter: Konrad Gimmler und Jannik Rips
Strafminuten: 6 / 2
Anmerkung:
(1) Quelle: Pressemitteilung der Füchse Berlin Handball GmbH vom 21.5.2026.
(2) Quelle: Heimatseite Die Recken im Weltnetz unter der Überschrift „TSV Hannover-Burgdorf punktet beim Meister in Berlin“, 21.5.2026, 21:43 Uhr.
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