Gaddafi-Truppen und Rebellen liefern einander erbitterte Kämpfe und gehen auch mit Fäusten aufeinander los

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Das am Mittelmeer gelegene Ras Lanuf ist wegen der dortigen Erdölraffinerie von großer Bedeutung, während die Rebellen Az-Zawija als mögliches Aufmarschgebiet für eine Offensive auf Tripolis betrachten.  

Am heutigen Freitag flog die regimetreue Luftwaffe Angriffe auf den von den Aufständischen kontrollierten Militärstützpunkt Adschdabijah im Osten des Landes sowie auf die Ölanlagen in der seit Tagen umkämpften Hafenstadt Marsa-Brega am Mittelmeer. Angaben über Opfer liegen nicht vor.

Der seit 42 Jahren regierende libysche Staatschef Muammar al-Gaddafi lässt die seit Mitte Februar andauernden Anti-Regierungs-Proteste im Land brutal niederschlagen. Dennoch kontrollieren die Aufständischen bereits den Osten des Landes und mehrere Städte in Westlibyen. Dort werden eigene Behörden gebildet sowie Bürgerwehren aufgestellt und in den Kampf gegen die Gaddafi-Truppen geschickt.

In Tripolis sind Gegner und Anhänger von Staatschef Muammar al-Gaddafi aneinandergeraten. Vor einer Moschee in der Innenstadt der libyschen Hauptstadt gingen nach dem Freitagsgebet mehr als tausend Regimegegner und Gaddafi-Anhänger mit Fäusten aufeinander los. An der tunesisch-libyschen Grenze haben mehrere europäische Staaten begonnen, Tausende von Menschen mit Flugzeugen und Schiffen in Sicherheit zu bringen.

Nach Angaben der Opposition und von Menschenrechtsorganisationen sind bei den gewalttätigen Auseinandersetzungen bisher bis zu 6000 Menschen getötet worden. Fremde Staaten bringen ihre Bürger außer Landes. Am Samstag verhängte der UN-Sicherheitsrat ein Waffenembargo gegen Libyen und weitere Sanktionen gegen das Gaddafi-Regime, die vom Sperren von Bankkonten bis zum Ausreiseverbot für die libysche Spitze reichen. Die USA und Großbritannien schließen eine Intervention in Libyen nicht aus.

Mit Material von Al Jazeera, Al Arabia, dpa, Facebook, RIA Novosti und Twitter.

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