Ersin Tatar, Statthalter von Recep Erdogan im von Türken besetzten Norden der Insel Zypern, gewinnt Wahl

Die Flagge der Türkei weht im Wind. Quelle: Pixabay

Nord-Nikosia, Türkische Republik Nordzypern (Weltexpress). Im von Türken eroberten Teil der Mittelmeer-Inseln Zypern, wo de facto ein Regime und letztendlich Ankara herrscht, wurde gewählt. Diese Wahlen sind eine Farce.

Der mehr oder weniger als unabhängig geltende Kandidat Mustafa Akinci unterlag in der Stichwahl. Ersin Tatar (UBP), der bisher Chef der Regierung war, wurde knapp mit 51,7 Prozent zum Präsidenten gewählt. Er ist der Statthalter von Recep Erdogan (AKP).

Dass Tatar weiter für den von Türken besetzten Teil streitet, das ist klar. Akinci wäre ein Mann der Versöhnung mit den Griechen gewesen, denen die Insel gehört. Er hätte das von Türken besetzte Land den Griechen wohl zurückgeben wollen.

200.000 Männer und Frauen durften wählen. Die Wahlbeteiligung solle bei 67,3 Prozent gelegen haben. Der Streit zwischen Griechen und Türken wird auch auf und um Zypern ausgetragen. Dabei geht es um Geld, viel Geld, das nicht nur mit Fisch und Touristen gemacht wird, sondern auch mit Öl und Gas. Neue Vorkommen wurden entdeckt und sollen ausgebeutet werden. So wollen es die Erdogan-Türken.

Die Griechen wollen, dass die Besatzer, die damit mit Hilfe der Engländer (Briten) aus dem Vereinigten Königreich (VK) den Norden der Insel besetzten, verschwinden. Das VK besitzt auf Zypern zwei strategisch wichtige Kriegshäfen und Kriegsflughäfen mit jede Menge Land darum herum. Akrotiri und Dekelia sind die beiden Militärbasen der Briten, die als Hoheitsgebiet des VK gelten.

Wenn es ernst wurde und wichtig, also auf die eigenen geopolitischen Interessen ankam, dann haben die Engländer/Briten die Griechen immer wieder verraten.

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