
Berlin, BRD (Weltexpress). Am Freitag, den 12. September 2025, wurde bereits am Abend geboxt und das bis in die Nacht. Zwar wirkte die hohe Veranstaltungshalle, die als eine Musikhalle beworben wird, vor einer noch höheren und größeren Mehrzweckhalle an der Spree eher leer als voll, aber die hellen Scheinwerfer waren auf den erhöhten eckigen Boxring ausgerichtet und da spielte die Musik. Wer will schon das Publikum sehen?!
Daß die ersten Geigen ausschließlich in der roten Ecke saßen, das ist halt so und kein Wunder, wenn man weiß, daß der Promoter genannte Veranstalter Ingo Volckmann ist und die sogenannten Matchmaker, welche die Kämpfe „vermitteln“ beziehungsweise arrangieren, Hagen Doering und Flavio Oleaga heißen.
Immerhin vermitteln und veranstalten die genannten Herren, ohne die im Profi- und Profitboxen in dieser Stadt und in diesem Land sonst noch weniger los wäre. Vor allem die als Undercard bezeichneten Vorkämpfe sollten Zuschauer nicht verpassen. Arnold Khegai, der in Odessa geboren worden sein solle, zeigte im Kampf über acht Runden in der Gewichtsklasse Federgewicht gegen Liborio Solisis, der in Maracay geboren worden sein solle, eine beachtliche Leistung.
Anschließend wurden drei Kämpfe der World Boxing Association (WBA) ausgerichtet, die alle über zehn Runden angesetzt waren. Der Kampf zwischen Arien Lopez (aus Guantanano auf Kuba) und Jairo Delgado (aus Barranquilla in Kolumbien) im Halbschwergewicht als WBA Continental Americas und der zwischen Hamsat Shadalov (der als Berliner gilt, obwohl er nicht in Berlin geboren wurde, sondern als kleines Kind mit seinen Eltern nach Berlin kam) und Alex de la Rosa (aus Madrid) im Superfliegengewicht als WBA Mediterranean. Die WBA ist ein Weltverband, einer von über einer Hand voll Weltverbände. So ist das im Profi- und Profitboxen.
Darüber hinaus kämpfte noch Paul Wall (aus Berlin) im Superweltergewicht gegen Antonio Fechner (aus Hamburg). Dieses Kampf war ein mit BDB German Championship bezeichneter, also einer des Bundes Deutscher Berufsboxer e.V. (BDB). Auch dieser Boxkampf war kurzweilig. In der dritten Runde war Schluß und Wall der erwartete wie verdiente Sieger.
Der Kampf von Hamsat Shadalov, der als Tschetschenischer Wolf gilt und seit seinem achten Lebensjahr boxt, eine Sportschule besuchte und auch bei Olympia von sich reden machte, hielt nach dem Hauptkampf über zehn Runden den Gürtel stolz in die Höhe der hohen Halle. Der zuvor als ungeschlagen geltende Alex de la Rosa lieferte ihm einen gute Kampf, war aber aussichtslos. Er gewann nach zwei Niederschläge klar nach Punkten.
Anmerkung:
Siehe den Beitrag
- Boxen in Berlin – Kampf im Superfedergewicht zwischen Hamsat Shadalov und Alex de la Rosa von Ralf-Rüdiger Okudera
im WELTEXPRESS.
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