Ein schöner Erfolg: Fast 110 000 Besucher und zufriedene Aussteller – Die Musikmesse und prolight+sound schließen gerade auf dem Messegelände Frankfurt

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Wenn nun die Besucher nur unwesentlich weniger waren als im letzten Jahr, erstaunt dies genauso wie der gestiegene Internationalitätsgrad, der wie bei den anderen Frankfurter Messen im Jahr 2010 einen erstaunlichen Zuwachs erfuhr: über 40 000 Besucher aus dem Ausland, wobei diese aus 127 Ländern kamen. Detlef Braun, zuständiger Geschäftsführer der Frankfurter Messe, konnte erfreut konstatieren, daß seine öffentlich geäußerten Erwartungen übertroffen wurde, was dieser Musikmesse als internationaler Leitmesse zusätzlich stärkt. „Trotz der teilweise drastischen Umsatzrückgänge um bis zu 30 Prozent in den beiden internationalen Branchen im Laufe der letzten 18 Monate, ist sowohl die Aussteller- als auch die Besucherzahl im Vergleich zum Vorjahr erfreulich stabil geblieben“, erklärte Braun.

Auf der Musikmesse zeigten in diesem Jahr 1.510 Anbieter neueste Musikinstrumente und -zubehör, Noten und Fachliteratur, Vermarktungsangebote und DJ-Equipment. 829 Aussteller nutzten die Prolight + Sound für die Präsentation von modernster Licht- und Bühnentechnik, Beschallungsanlagen, Mikrofonen und Displays. Am letzten Messetag um 15:30 Uhr wurden 107.838 Besucher gezählt, allerdings konnte man auch danach noch Willige zu den Kassen strömen sehen, denn die Messe war um 18 Uhr für die noch nicht aus, die nun etwas zu feiern hatten.

Wie immer werden im Schlußbericht der Messe Stimmen von denen eingeholt, die die Messe durch Anwesenheit mittragen und die nicht nur für sich selber sprechen, sondern für eine Klientel, die sie vertreten. So stellt Bernd Vincent Walbaum, Geschäftsführer des C.F. Peters Musikverlags fest: „Wir bemerken im Vergleich zu den Vorjahren eine Stabilisierung.

Das ist für uns sehr wichtig, da der Markt sehr unruhig ist“, was er als langjähriger Aussteller der Musikmesse beurteilen kann. „Wir wachsen zu einer international agierenden Gruppe und der Messeauftritt ist ideal, wenn man im internationalen Geschäft tätig ist. Zur Musikmesse gibt es keine Alternative.“ Das hören die Messeverantwortlichen gerne. Zur Musikmesse und Prolight + Sound 2010 reiste auch in diesem Jahr ein besonders

internationales Publikum. Rund 40.000 Besucher kamen aus dem Ausland. Das entspricht einem Plus von knapp 3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die stärksten Besuchernationen waren nach Deutschland die Niederlande, Frankreich, Italien, Schweiz, Belgien,

Österreich und Großbritannien. „Ich bin froh über den positiven Verlauf der Musikmesse“, sagt Jochen Stock, erster Vorsitzender der Society of Music Merchants

SOMM e.V. „Sehr viele internationale Besucher sind auf der Musikmesse, auch aus dem osteuropäischen Ausland. Ich empfinde die Qualität der Fachbesucher als sehr gut, ebenso wie die Kaufbereitschaft. Auch die Stimmung ist gut. Wir rechnen mit einem ausgeglichenen Jahr für die Branche.“

Das allerdings muß jetzt vor allem das Auslandsgeschäft erweisen. Denn trotz der Schwierigkeiten im Inland, ist der eigentliche Einbruch durch den mangelnden Export erfolgt. Deshalb wird neben der persönlichen Befriedigung über die Messe eben auch Vorsicht gegenüber Gewinnerwartungen ausgesprochen. Interessant ist die Differenz um 10 Prozentpunkte bei der Einschätzung der zu erwartenden Branchenkonjunktur als Gut bis befriedigend zwischen Austellern – über 70 Prozent – und den Besuchern – über 80 Prozent. Das kann man sich auch dadurch erklären, daß diejenigen, die auf die Messe am Samstag als allgemeines Publikum kamen, stärkeres Kaufinteressen haben als die zu Hause Gebliebenen, mit denen die Hersteller und Händler aber auch rechnen müssen.

Auch bei unserer stichprobenartigen Umfrage sprachen sich die Aussteller und Verbandsvertreter sehr positiv über den Ablauf der Messe aus. Es sei einfach eine hervorragende Stimmung gewesen, man fahre stärker und positiver gestimmt nach Hause als man gekommen sei. Das gilt sicher auch für Europas Klavierbauer im Piano Salon Europe. Dort konnte man erleben, wie vergnüglich sich die Töne ausbreiteten und ihre Hervorbringer auf den Klavieren und Flügeln sich wohlfühlten. Der neue Ort – aus Unzufriedenheit über den Standort für ihre so schönen und teuren Geräte war der Verband im letzten Jahr der Messe ferngeblieben, was Wirkung zeigt, denn jetzt breiten sie sich im Forum aus, eine gute Lösung – kam bei allen an und man kann wirklich sagen, daß die Instrumente dicht belagert waren.

„Wir sind mit der neuen Halle sehr zufrieden“, bestätigt Burkhard Stein, Geschäftsführer der Grotrian-Steinweg GmbH und Vorsitzender des Bundesverbands Klavier e.V. „Die Qualität der Besucher ist sehr gut. Viele Händler haben die europäischen Klavierhersteller besucht. Für uns erfüllt die Messe drei wesentliche Bedeutungen: 1. Gewinnung von Neukunden, 2.

Präsentation der Marke gegenüber Fachbesuchern und Endkunden und 3. Aufträge generieren.“ Da das Forum meist dicht belagert war, können wir vom Eintritt des 2. Punktes durch Augenschein berichten. Irgendwie war in dieser Halle die Intensität von Spielen, Hören und Miteinandersprechen besonders zu spüren.

Sowohl die Prolight + Sound als auch die Musikmesse wurden durch ein einzigartiges Angebot an Konzerten, Autogrammstunden, Workshops und Sonderpräsentationen umrahmt. Mehr als 1.000 solcher Events begeisterten das Publikum und rückten Frankfurt in

das Zentrum der weltweiten Musik- und Veranstaltungsbranche. International renommierte Preisverleihungen wie der Frankfurter Musikpreis (der Weltexpress berichtete) oder der Deutsche Musikinstrumentenpreis zählten ebenso dazu wie Nachwuchspreise, zum Beispiel der SchoolJam für die beste Schülerband Deutschlands oder der DJ Tools Award. Im

Rahmen der Prolight + Sound wurden nicht nur hochkarätige Branchenawards wie der Opus – Deutscher Bühnenpreis und der Sinus – Systems Integration Award verliehen. Auch hier vermittelten Bühnen auf dem Freigelände einen Live-Eindruck von den Möglichkeiten moderner Sound-Anlagen. Nicht zuletzt bot die Leitmesse für Veranstaltungswirtschaft eine Vielzahl an interessanten und brandaktuellen Fachvorträgen für ihre Besucher.

Herausragende Künstler und bekannte Persönlichkeiten aus der Musiker- und Entertainmentwelt waren während der gesamten vier Messetage auf den Ständen der Ausseller und den Bühnen der Messen zu sehen. Die Besucher konnten zum Beispiel Glenn Hughes (Deep Purple) live erleben. Viele (Ex-)Mitglieder der Scorpions spielten auf den Bühnen der Musikmesse: Uli Jon Roth, Michael Schenker, Hermann Rarebell oder Matthias Jabs. Glashaus, Revolverheld und Luxuslärm waren ebenfalls live zu sehen. Außerdem standen Stars wie Paul Landers, Richard Z. Kruspe, Christoph Schneider (alle Rammstein), Erran Baron Cohen, Klaus Doldinger, Donots, Bela B., Bootsy Collins, TM Stevens, Doug Aldrich, Dick Dale, Kat Dyson, Davy Knowles oder Dragonforce auf einer der Bühnen oder gaben Autogrammstunden.

Die nächste Musikmesse und Prolight + Sound finden 2011 vom 6. bis 9. April auf dem Frankfurter Messegelände statt.

www.musikmesse.com

www.prolight-sound.com

www.messefrankfurt.com

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