Ein Ferienhaus in den Dünen von Vejers Strand

In Vejers Strand an der Nordseeküste laden komfortable Ferienhäuser zu entspannten Ferien für Groß und Klein ein. © Foto: Elke Backert

Der Gästetrend geht übrigens zum Luxushaus mit (Whirl)Pool, Sauna und Solarium. Doch auch die einfachen – sprich preisgünstigen – Häuser sind gut ausgestattet mit Waschmaschine, Geschirrspüler, Mikrowelle, SAT-TV und Kamin, der ungemein zur Gemütlichkeit beiträgt. Zuerst ein Strandspaziergang an der Brandung der Nordsee, dann ein Saunagang mit einem abschließenden Drink vor dem Kamin. Freien Eintritt hat man ins Badeland Oksböl. Günstig und ausgezeichnet isst man im Restaurant „Knude Dyb“, wo Sternekoch Lars Kyllesbech die überwiegend Fischgerichte frisch zubereitet. Jeden Mittwoch dürfen sich die Gäste am großen Buffet laben – Shrimps und Lachs satt. Man kann auch eine Fischplatte ins Ferienhaus bestellen und/oder täglich in der „Rögeri“ geräucherten Fisch kaufen. In der „Dropskogeri“, einer Bonbonmanufaktur mit Eiscafé findet man witzige süße, aber auch nicht essbare Souvenirs. Was man sonst noch zum Urlaubsleben braucht, verkaufen die Supermärkte, der Bäcker und die Boutiquen. Im Sommer haben die Geschäfte bis 21 Uhr und sonntags geöffnet.

Ob man in trauter Zweisamkeit oder mit Freunden und einer großen Kinderschar ein entsprechend geräumiges Haus bewohnt, die Ferien werden mit Sicherheit zum Traumurlaub. Der breite feinsandige Strand darf mit dem Auto befahren werden, doch es bleibt genügend Raum für spielende Kinder und Sonnenanbeter. Aber warum nur laufen die Strandwanderer mit gesenktem Kopf am Flutsaum entlang? Na klar, sie sammeln Muscheln und – suchen nach Bernstein. Denn den soll es hier in Mengen geben, man muss ihn nur finden. Das Bernsteinmuseum in Oksböl – es soll das beste Dänemarks sein – zeigt Exponate und klärt über alle Fragen auf.

Es gibt tatsächlich Leute, die Dänemark nicht kennen. Ihnen kann geholfen werden. Von Vejers Strand startet man im eigenen Wagen zu erlebnisreichen Tagesausflügen. Von der in altem Stil nachgebauten Hafenstadt Esbjerg geht eine Autofähre zur kleinen Insel Fanö. Hier trotzen wunderschöne alte reetgedeckte Häuschen Wind und Wetter. Die schlichten Kirchen aus dem späten 18. Jahrhundert in Nordby im Norden und in Sönderho im Süden sind allein wegen der von der Decke baumelnden Schiffsmodelle, Fregatten, Kriegsschiffe, Großsegler, sehenswert, 15 allein im Gotteshaus von Sönderho.

Weiter südlich auf dem Festland wartet Ribe, älteste Stadt des Landes, auf Seher. Aus tausend Jahre Geschichte erhalten sind der mächtige romanische Dom mit den zwei unterschiedlichen Türmen, die St.-Catherinae-Kirche mit Kloster und übereinander liegenden Kreuzgängen sowie Stein- und Fachwerkhäuser in den Pflastergassen. Viele schmucke Häuser rühren aus der Zeit um das Jahr 1600. Hingucker sind die bunten verzierten Haustüren, vornehmlich in der Fiskergade. Ribe beherbergt auch eine von Dänemarks ältesten Gaststuben, die „Weis Stue“, deren Inneneinrichtung aus dem Jahr 1704 stammt. „De Gamle Arrest“, das alte Gefängnis, dient heute als Unterkunft. Man nächtigt in den ehemaligen Zellen.

Dass etwa 1634 der Wasserpegel sechs Meter über Normal lag, zeigt die Sturmflutsäule am Fluss Ribe an. Nicht nur Kindern dürfte das Wikingermuseum gefallen. Und die 248 Stufen hinauf auf den „Bürgerturm“ des Doms, vorbei am Glockenspiel, das vier Mal am Tag erklingt. Sogar Störche fühlen sich in Ribe wohl. Sie nisten auf dem Alten Rathaus und haben den besten Blick auf die Türme des Doms.

Infos:

Anreise: A7 wird hinter Flensburg an der dänischen Grenze zur E45. Weiter bis Kolding, wo E20 Richtung Esbjerg abzweigt. Dann Richtung Blavand.

Währung: 1 Euro = 7,25 Dänische Kronen

Unterkunft: Eine Woche in der Hochsaison (Juli/August) kostet ab 675 Euro. In der Nebensaison (November bis Mitte März – außer Weihnachten und Silvester) kostet dasselbe Haus ab 255 Euro pro Woche. Fahrradverleih: fünf Euro/Tag.

Den Katalog „Vejers Strand Journal 2014“ erhält man kostenlos unter Gratis-Tel. (0800)1814124, Tel. (0211)251889 oder E-mail: post@vejers.com, www.vejers.com