25hours Hotel Zürich-West: Mutig in den Farbtopf gegriffen

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© Foto: Elke Backert

In diesem Stadtteil wurde das 25hours Hotel Zürich-West mit dem Team von Alfredo Häberli Design Development entwickelt. Der Zürcher Designer mit argentinischen Wurzeln ist bekannt für seine kreativen Entwürfe für Marken wie Alias, Camper, Iittala, Luceplan, Vitra oder Moroso und wurde 2009 vom Magazin Architektur & Wohnen zum Designer des Jahres gekürt. „Meine Aufgabe für das Zürcher 25hours Hotel ist das komplexeste Innenarchitektur-Projekt in meinen 20 Jahren als Designer“, sagt Häberli über seine erste Gesamtgestaltung eines Hotels und kombiniert seine bekannten Produkte mit neuen Ideen, die für und mit 25hours entwickelt wurden.

Das gezielt zusammengestellte, zeitlose Interieur empfängt seine Gäste zürcherisch mondän mit einer großzügigen Hotelhalle, textiler Eleganz und wohnlicher Atmosphäre. Ganz 25hours, wird dabei aber mutig und mit einem Augenzwinkern in den Farbtopf gegriffen. In gewohnter Manier spielt zudem Alfredo Häberli als Gestalter des Hotels mit kreativen Doppeldeutigkeiten. Unter dem Arbeitstitel „the smile of my hometown“ ist das Haus mit künstlerischen und grafischen Interventionen gespickt, die den Gast hinaus führen in die neue Heimatstadt von 25hours und zu den Lieblingsplätzen des Gestalterteams – jenseits von Banken, Schokolade und Uhren. Das Erkunden der gut gehüteten Geheimnisse des Hauses lohnt sich: Wer den Kopf dreht, seine Perspektive ändert, hinter die Vorhänge späht und den Blick beim Gang durch sein Zimmer schärft, wird überrascht.

Die Hotelhalle ist mit der zentralen Bar lebendiger Marktplatz für Hotelgäste, Einheimische und das Szenevolk des Quartiers. Tagsüber für Gespräche in entspannter Atmosphäre oder mit genügend Platz zum Arbeiten. Mittags zum Lunch und gegen Abend für After-Work, Pre-Clubbing oder alles dazwischen. Immer mit dabei: Der Ausblick in den kleinen Hard-Turm-Park und im Sommer die Terrasse.

Da gibt es etwa in der Bar eine Spiegel-Installation zu Zürichs Wasser mit Schiffsmodellen von Limmat und Zürichsee. Wer nicht wusste, dass es im Zürichsee fünf Inseln gibt, macht hier Bekanntschaft mit ihnen: Saffa, Ufenau, Lützelau, Schönenwirt und Haab-Inseli. Auf Sideboards stehen Modelle zu den berühmten Kirchen der Stadt: Vom Grossmünster mit Fenstern von Sigmar Polke und Augusto Giacometti zum Fraumünster mit Marc Chagall-Fenstern bis zur Wasserkirche und Kirche St. Peter mit dem grössten Ziffernblatt Europas.

Zürcher Köstlichkeiten inszeniert Häberli unter Glasglocken – jedoch nur als inspirierenden Mini-Schaufensterbummel und zum Vorfreuen auf eine echte kulinarische Tour: Luxemburgerli im Sprüngli oder Konfekt bei Teuscher? Toblerone aus dem Duty-free-Shop, Fondue bei Le Dézaley am Grossmünster oder die beste Wurst der Stadt am Sternengrill?

Über die imposante Freitreppe geht es nach oben zum Veranstaltungsbereich: Hier geben die entspannte Interpretation einer Zürcher Zunftstube sowie der Küchenclub mit großer Bulthaup-Küche Raum für Meetings, Kochkurse und Partys in außergewöhnlichem Rahmen.

126 Gästezimmer warten auf wache Geister mit müden Körpern. In Anlehnung an Zürich als Bankenstadt sind die Zimmer nach Edelmetallen benannt: Silber, Gold und Platin. Typisch Alfredo Häberli: Es bleibt nicht nur bei der Namensgebung, sondern es folgen liebevolle Details. Im Knopfmosaik der Fliesen im Badezimmer zitieren silberne, goldene oder platinfarbene Einleger die jeweilige Kategorie.

Gemeinsam ist den Zimmern, dass sie mit Mobiliar, Stoffen und ausgesuchten Accessoires ausgestattet sind, die alle auf Häberli-Entwürfe zurückgehen und teilweise bereits Klassiker der Designwelt sind. Der Gast sitzt auf Stühlen von Vitra, schläft in Betten von Alias und steckt seine Zahnbürste in gestreifte Becher der Origo-Serie von Iittala.

Ein richtiger Hingucker in der Kategorie Silber ist der bunte Teppichboden, der die Zimmer warm und gemütlich komplett durchläuft. Alfredo Häberli hat ihn speziell für 25hours entworfen und in Zusammenarbeit mit der renommierten Firma Tai Ping produziert. Wer genauer hinsieht, erkennt im abstrakten Muster zum Beispiel einen Fisch, einen Stadtfuchs und Häberlis Liebe zum Verstecken von Kleinigkeiten. „Die grossen Wandgemälde liegen hier mal auf dem Boden und ich wollte, dass man sie sogar unter dem Bett verfolgen kann“, erläutert der Designer.

Spezielles Merkmal der Silber-Zimmer ist die Sichtbeziehung zwischen Schlafbereich und Badezimmer. „Mit einem Fenster vom Bad zum Bett tragen wir den vielen alleinreisenden Gästen Rechnung, die damit ein neues Raumgefühl haben. Bei Paaren dürfte das Thema polarisieren“, meint Hoteldirektorin Anita Vogler mit einem Schmunzeln.

Die exklusive Häberli-Suite präsentiert sich großzügig zu zwei Seiten verglast und mit exponiert freistehender Badewanne. Ein Süd-Balkon zur Business Plaza über dem Haupteingang lässt ein beinahe königliches Gefühl aufkommen. Hier kann man tatsächlich hoch erhobenen Hauptes vom Balkon dem Volk zuwinken. Auf jeden Fall ist man privilegierter Beobachter mit lohnenswertem Ausblick – sogar auf die Spitzen der Alpen.

Ganz oben, über der belebten Business Plaza, thront wie ein Adlernest die Sauna – mit dezenten Naturmaterialien, atemberaubendem Stadtblick und dem Alpenkamm in der Ferne.

Wer über die unmittelbare Nachbarschaft des 25hours Hotel Zürich-West hinaus die Stadt entdecken will, steigt vor der Hoteltür in die Tramlinie 4 und ist direkt verbunden mit Altstadt oder See. Ob Museum für Gestaltung, Hauptbahnhof, Opernhaus oder eine der bekannten Seebadis – alles ist mit einer Linie bequem erreichbar. Stadtauswärts bietet die nahegelegene Autobahn A1 komfortablen Anschluss an den Individualverkehr in Richtung Basel, Bern und in die Westschweiz.

Info: 25hours Hotel Zürich-West, Pfingstweidstr. 102, CH-8005 Zürich, www.25hours-hotels.com/zuerich
Silber-Zimmer ab 270 CHF pro Nacht Gold-Zimmer ab 300 CHF pro Nacht Platin-Zimmer ab 320 CHF pro Nacht Wochenendraten ab 180 CHF pro Nacht (Preise inkl. MwSt. exkl. Frühstück & City Taxi

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