Dritten Prozess in den VSA verloren oder Bayer muss blechen – Zwei Milliarden Dollar Schadenersatz

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Bayer. Quelle: Pixabay

Berlin, Deutschland (Weltexpress). Langsam wird es eng. Der Bayern-Konzern mit Hauptsitz in Leverkusen hat in den Vereinigten Staaten von Amerika (VSA) seinen dritten Prozess verloren und muss wegen eines Mittelns seiner Tochter Monsanto namens Roundup, das angeblich krebserregend sei, Schadenersatz von rund zwei Milliarden Dollar (1,78 Milliarden Euro) zahlen.

Zu diesem Urteil kam eine Jury im kalifornischen Oaklan.

Darüber, dass unter „dem Markennamen Roundup … seit 1974 in über 130 Ländern eine Serie von Breitbandherbiziden vertrieben“ wird, informiert „Wikipedia“ und teilt u.a. mit, dass „die in der Landwirtschaft Anwendung finden und auch von Hobbygärtnern verwendet werden. Breitbandherbizide wirken unspezifisch gegen viele Pflanzenarten.“

Erfunden und patentiert wurde das Unkrautbekämpfungsmittel von Monsanto. Die 1901 gegründete VS-Firma wurde am 7. Juni 2018 endgültig von der Bayer AG für 63 Milliarden Dollar übernommen.

„Sputnik“ (14.5.2019) teilt mit: „Das Geld soll das Ehepaar Alva und Alberta Pilliod bekommen, das an Lymphdrüsenkrebs erkrankt ist. Beide sind über 70 Jahre alt. Sie machen die jahrzehntelange Verwendung des Unkrautvernichters Roundup auf ihrem Grundstück dafür verantwortlich, da er den umstrittenen Wirkstoff Glyphosat enthält.“

Während sich die einen über das historisch hohe Strafmaß freuten, fluchten die anderen. „Spiegel-Online“ (14.5.2019) teilt mit: „Bayer wiederum macht für die Krebserkrankungen der beiden Kläger umfangreiche Vorerkrankungen verantwortlich und kündigte umgehend an, Rechtsmittel einzulegen. Es gebe keine wissenschaftlichen Beweise, dass es ohne den Einsatz von Glyphosat nicht zu der Krebserkrankung gekommen wäre. Man sei von der Entscheidung enttäuscht, erklärte das Unternehmen in einer Stellungnahme.“

Über eine Hand voll Behörden kamen in verschiedenen Staaten zu dem Ergebnis, dass Glyphosat nicht krebserregend sei. Nur eine Behörde und zwar die IARC der WHO kam 2015 zum Schluss, dass das Zeug „wahrscheinlich krebserregend“ sei.

Für die Bayer AG ist das die dritte Niederlage vor Gericht innerhalb kürzester Zeit und viele weitere Klagen stehen an.

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