Die Umvolkung des Imperiums – Zehntausende Spanisch sprechende Grenzgänger und Geldgräber wollen in die VSA

Eine Straße in Neu Mexiko, VSA. Quelle: Pixabay, Foto: Mario Schmidt

Washington, VSA (Weltexpress). Daß die Vereinigten Staaten von Amerika (VSA) bis dato regelrecht umvolkt wurden, das kann man nicht behaupten. Das Gegenteil war bisher der Fall. Die Herren der VSA, sowohl das Regime als auch die Regierung in Washington, sorgten mit ihren Lohnarbeitern in anderen Staaten über Jahrzehnte für Umvolkungen.

Doch bevor der Leviathan das wurde, was er war und mit dem steten Motto „Amerika zuerst“, womit zuerst die eigene Bourgeoisie gemeint ist, die mal mehr, mal weniger Krümel für die Bourgeoisien der Vasallenstaaten übrigzulassen pflegt, mußte sich dieser vom alten Leviathan, dem Vereinigten Königreich (VK) befreien. 13 Kolonien in British America waren es, die sich 1776 unabhängig erklärten. Im Laufe der Jahre und Jahrzehnte wurden immer mehr gefressen und geschluckt. Die britischen Kolonien, die französischen und vor allem die spanischen.

Den Schlußpunkt der „ten thousand miles from tip to tip“ bildete der VS-Amerikanische Krieg gegen Spanien vom 23. April bis 12. August 1898. Yankee-Imperialisten verleibten sich Kuba, Puerto Ricos, Guams und die Philippinen ein. Fortan konnten die VSA auch Asien über die Philippinen erobern. Zuvor besiegten die Yankees zwischen 1846 und 1845 die Mexikaner. Sie erbeutete riesige Gebiete mit Bevölkerung und Bodenschätzen. Der Staat des Kapitals dehnte sein Gebiet mächtig gewaltig aus.

Die Geschichte der VSA ist die Geschichte der Kriege und der Umvolkung. Doch diese Umvolkung wandelt sich seit geraumer Zeit gegen die alte Bourgeoisie der VSA, gegen die weißen angelsächsischen Protestanten, welche bisher die Mittel- und Oberschicht der VSA bildeten und aus deren Mitte heraus die Eliten großgezogen wurden. Alle anderen Einwanderergruppen, auch und vor allem die katholischen aus Irland, Polen und Italien, biederten und dienten sich den WASP, auf deren oberster Stufe die Engländer, Schotten und Iren standen, darunter die Deutschamerikaner mit den Dutchamerikaner, mehr oder weniger an. Ganz unten standen die Afroamerikaner, dicht darüber die Hispanics genannten Männer und Frauen hispanoamerikanischer oder spanischer Herkunft.

Doch diese Gruppe der Hispanischen und auch Latinos genannten Leute im Land des Leviathans wächst und wächst und wächst. Seit Wochen und Monaten scheren sich die Einmarschierer einen Scheiß um Grenzen und Gesetze, darunter die repressiven Maßnahmen auch der Biden-Regierung, und marschieren zu Tausenden ein. Täglich marschieren Tausende ein. Täglich. 3G, 2G oder 1G interessiert null. Zehntausende warten auf dem Staatsgebiet der Vereinigte Mexikanische Staaten (VMS), manche meinen, daß das Hunderttausende seien, die auf ihre Zeit als Grenzgänger und Geldgräber warten. Die Zahl der Spanisch Sprechenden hat längst die 60 Millionen erreicht. Tendenz: steigend.

In Bundesstaaten der VSA wie Kalifornien, Arizona, Texas, New Mexico, Colorado, Nevada, Utah und Florida ist Spanisch die Hauptsprache, nicht Englisch. Der große Austausch der Bevölkerung findet statt. Aus den Unterschichten, aus der Arbeiterklasse und dem Lumpenproletariat steigen immer mehr Lationos beziehungsweise Hispanische auf in die Mittel- und Oberschichten.

Aus ihren Stellungen in Staat und Kapital, sowohl in den Personen- und Kapitalgesellschaftern an der ökonomischen Basis, dort wo noch produziert und – nebenbei und gewitzigt formuliert – repariert wird, als auch im kulturellen Überbau, in Kunst und Kultur, in Wissenschaft und Medien, ja, auch und insbesondere in der Demokratischen Partei, schießen sie gegen jeden Grenzschutz quer. Die Umvolkung ist gewollt. Unter den Trump-Jahren versuchte das weiße angelsächsische Establishment mit der White Trash genannten Unterschicht der Weißen die Umvolkung aufzuhalten. Sie scheiterten, weil sie es viel zu spät versuchten und zu zaghaft vorgingen. Unter dem senilen Präsidenten Joseph Biden und Vizepräsidenten Kamala Harris, beide gehörten nicht zu den der nicht zu den WASP, hat die Umvolkung wieder Fahrt aufgenommen. Das Zerreißen des Imperiums, das noch mehr als die halbe Welt beherrscht und dessen Geopolitik auf die Maximierung des politisch-ökonomischen Einflusses ausgerichtet ist, geht weiter.