Die Eisernen wollen an drei Punkten schmieden – Union-Trainer Urs Fischer äußert sich vor dem Fußball-Bundesligaspiel gegen den 1. FSV Mainz 05

Urs Fischer, Cheftrainer des 1. FC Union Berlin. © 2019, Foto: Hans-Peter Becker

Berlin, Deutschland (Weltexpress). Am Freitag, den 2. Oktober 2020, 20.30 Uhr, läuft das Team vom 1. Fußball- und Sportverein Mainz 05 e.V. in der „Alten Försterei“ auf. Statt des bisherigen Trainers Achim Beierlorzer (52) sitzt nach nur zwei Spieltagen der bisherige Co-Trainer Jan-Moritz Lichte auf der Bank von Mainz 05.

Union-Trainer Urs Fischer scheint die plötzliche Personal-Rochade nicht ganz geheuer: „Die Zeit reicht nicht, um generell Veränderungen herbeizuführen. Wir wissen aber nicht, was direkt auf uns zukommt. Auf alle Fälle müssen wir aufpassen, um nicht überrascht zu werden.“ Was Fischer genau weiß: „Die Mainzer sind bei 1:1-Situationen gefährlich und können mit hoher Geschwindigkeit nach vorn gehen.“ Grundsätzlich macht sich der Union-Coach weniger Gedanken über Mainz. Mehr will Fischer dafür sorgen, dass nach dem guten Auftritt mit einem Punktgewinn in Gladbach, die nächste gute Vorstellung in der „Alten Försterei“ folgt. „Schließlich spielen wir zu Hause und haben die Fans im Rücken.“

Bis auf die verletzten Anthony Ujah und Christian Genter konnten alle Profis trainieren und sind fit. Geradezu schwärmerisch sprach der Union-Coach über die Neuzugänge, den Angreifer Taiwo Awaniji aus Nigeria, den Finnen Joel Pohjanpalo (26) und Torwart Loris Karius (27). „Sie werden uns helfen, die Mannschaft besser zu machen.“ Alle drei haben eins gemeinsam: Sie stehen beim FC Liverpool unter Vertrag, wurden aber in verschiedene „Vereine“ ausgeliehen. Awaniji spielte zuletzt in Mainz, Pohjanpalo in Leverkusen und Karius bei Besiktas Istanbul.

Mit Karius hält in dem eher bescheidenen Verein aus Köpenick ein wenig Glamour an der „Alten Försterei“ Einzug, denn der Keeper bringt Schauspielerin Sophia Thomalla als Partnerin mit. Die 30-Jährige folgt damit als Torwart-Liebe ihrer Mutter Simone, die mit dem früheren Füchse-Keeper Silvio Heinevetter (jetzt Melsungen) in Partnerschaft lebt.

„Die letzten drei Zugängen helfen uns mit Qualität und in der Breite weiter. Wir werden vor allem Breite benötigen, wenn die englischen Wochen losgehen“, schaut Urs Fischer bereits in die Zukunft. Neben Awaniji, sieht der Trainer schon Einsatzmöglichkeiten für Max Kruse und Pohjanpalo. „Kruse hat sich weiter verbessert und Pohjanpalo konnte mich beim Training überzeugen“, erklärt Fischer.

Wie er mit Torwart Andreas Luthe klarkommt, behielt Urs Fischer für sich. Immerhin war Luthe an dem 1:1 in Gladbach nicht ganz unbeteiligt. Er schaffte es sogar in die Elf des Tages. Schon der von Rafal Gikiewicz eher ungewollte Abgang in Richtung Augsburg stieß bei so manchen Fan auf Unverständnis. Aber vielleicht entpuppt sich Karius als der große Glücksgriff.

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