Der Tigris ist rot, in Bagdad fließt Blut – Massenproteste im Irak

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Auch in Bagdad geht das Volk auf die Straße, um nicht dort zu enden. Quelle: francetvinfo.fr, Auszug aus einem Standbild eines Videos.

Bagdad, Irak (Weltexpress). Die Wut wächst immer weiter an Euphrat und Tigris. Massen von Menschen hält es nicht mehr zuhause. Seit dem 1. Oktober halten die Proteste an. Immer mehr Iraker laufen auf die Straße, um nicht dort zu enden. Die Leute fordern nicht nur den Rücktritt der gesamten Regierung, sondern politische Reformen und wirtschaftliche Teilhabe am Reichtum des Landes.

Massive Sozialproteste im Irak

Die Kluft zwischen dem Regime im Irak und dem Volk ist nicht mehr zu kitten. Auch am Freitag wurde wieder scharf geschossen. Unter dem Titel „Proteste im Irak – Massiver Tränengas-Einsatz gegen Demonstranten“ teilt die „Tagesschau“ (9.11.2019) der ARD mit, dass „Sicherheitskräfte … gegen die Demonstranten“ aufmarschierten. „Unter massivem Einsatz von Tränengas eroberten sie in Bagdad die Kontrolle über die Tigris-Brücken Al-Sinek, Al-Schuhada und Al-Ahrar zurück, wie AFP-Reporter berichteten. Alle drei führen in das schwer befestigte Regierungs- und Diplomatenviertel, die sogenannte Grüne Zone.“

Das Regime antwortet mit Mord und Totschlag

Dort sitzen vor allem auch die Invasoren und Besatzer aus den Vereinigten Staaten von Amerika, die mit den Vasallen an Euphrat und Tigris den Irak ausbeuten. Die Mischpoke der Macht hat den Tod von rund 300 Menschen in den letzten Wochen zu verantworten. Die Zahl der Verletzten geht längst in die Tausende!

In „Stuttgarter Nachrichten“ (9.11.2019) wird unter der Überschrift „Amnesty warnt – Erneut Tränengaseinsatz gegen Demonstranten im Irak“ mitgeteilt: „Nach Recherchen der Menschenrechtsorganisation Amnesty International setzten irakische Sicherheitskräfte zuvor zwei nicht verwendete Typen von Tränengasgranaten ein, die eher töten sollen als Proteste auflösen. Die Granaten sind demnach deutlich schwerer als übliche Tränengasgranaten und führen zu schwersten Verletzungen oder zum Tod, wenn sie direkt auf Demonstranten gefeuert werden.“

„Spiegel-Online“ (9.11.2019) teilt unter „Hartes Vorgehen der Regierung – Neun Tote bei Protesten im Irak“ mit: „Bei neuen Zusammenstößen mit Sicherheitskräften sind im Irak mindestens neun Menschen getötet worden. Sechs Protestteilnehmer sollen in der Hauptstadt Bagdad, drei weitere Demonstranten im südlichen Basra getötet worden sein.“

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