Der tägliche Kampf in Kabul und Kundus und und so weiter

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Eine Karte von Afghanistan. Quelle: Pixabay, Foto: ErikaWittlieb

Berlin, Deutschland (Weltexpress). Dass in Afghanistan die Taliban immer noch mit El Kaida zusammenarbeiten würden, das wird in „Süddeutsche Zeitung“ (2.6.2020) mitgeteilt. Unter der Überschrift “ Taliban kooperieren mit al-Qaida“ heißt es: „Eine Reihe wichtiger Führer der Gruppe sei immer noch in Afghanistan, hieß es in einem am Dienstag veröffentlichten UN-Bericht. Das Terrornetzwerk spiele immer noch eine bedeutende Rolle bei Aktionen der Taliban und stehe mit dem gefürchteten Hakkani-Netzwerk in Verbindung.“

Vielleicht waren die Angriffe in dem „Afghanisten“ genannten Gebiet durch Gegner der beiden Bürgermeister von Kabul für diese eine vertrauensbildende Maßnahme? Wer weiß das schon, aber die „Salzburger Nachrichten“ (2.6.2020) unter der Überschrift „Tote bei Bombenexplosion in Nordafghanistan“ zu berichten, dass „im Norden von Afghanistan … sieben junge Männer durch eine am Straßenrand versteckte Bombe getötet worden“ seien und „sechs weitere Zivilisten … verletzt worden“ seien, „als das Fahrzeug der Gruppe am Montagabend in der Provinz Kunduz von einem Sprengsatz erfasst wurde“, wie „zwei Provinzpolitiker am Dienstag“ gesagt haben sollen… Der Vorfall habe sich in einem Gebiet unter Taliban-Kontrolle ereignet. Mehr als die Hälfte der Gebiete Afghanistans sind laut einem Bericht des UNO-Sicherheitsrats zwischen Regierung und den militant-islamistischen Taliban umkämpft. Die Provinzhauptstädte werden von der Regierung gehalten. Immer wieder werden Zivilisten Opfer des gewaltsamen Konflikts.“

Nicht nur, dass „mehr als die Hälfte der Gebiete Afghanistans … umkämpft“ sind, sogar viel mehr, nein, es kämpfen nicht nur die Taliban, die zudem auf ihrem eigenen Staatsgebiet über das Staatsvolk die Staatsgewalt ausüben, darum. Die Taliban nennen nach wie vor ihren Staat Emirat.

„Afghanistan“, was immer das sein soll, existiert im Grunde genommen nur auf dem Papier und in der Propaganda von Politik und Presse.

Und selbst dort, wo die beiden Bürgermeister von Kabul als Marionetten der Besatzungsmacht VSA mit ihren Vasallentruppen „regieren“, wird immer wieder angegriffen. „Tote und Verletzte nach Bombenanschlag in Kabul“ teilt „AFP“ (2.6.2020) mit und notiert: „Bei einem Bombenanschlag im Zentrum von Kabul sind zwei Menschen getötet und zwei weitere verletzt worden. „Terroristen“ hätten im Eingangsbereich einer beliebten Moschee eine Bombe gezündet, sagte ein Sprecher des afghanischen Innenministeriums am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP.“

„Terroristen“? Die einen sehen sich als Taliban und also als „Studenten“, aber auch als Freiheitskämpfer und bekommen wie immer reichlich Zulauf auch über die Gemeinschaft der Gelehrten des Islam (JUI) vor allem auch aus Pakistan und Indien. Deoban ist und bleibt die bedeutendste Kaderschmiede für die Taliban, aber die JUI hat das alle Nachwuchsarbeit längst dezentralisiert und Kaderschmieden über die ganze Region verteilt. Über drei Jahrzehnte wurde deren Netz immer dichter und stärker.

Nun, diese Taliban distanzieren sich übrigens von anderen Terroristen, die hinter dem Angriff in Kabul stecken sollen. Die Taliban seien das nicht gewesen. Vielleicht Kollegen von El Kaida?

Der tägliche Kampf in Kabul und Kundus (auch Kunduz und anders geschrieben) und so weiter wird seit Wochen auch gegen das Wuhan-Virus geführt. Wie immer gibt es Gewinner und Verlierer.

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