Der Tag der Entscheidungen – Vor dem 34. und letzten Spieltag in der 2. Bundesliga der Herren samt der Ergebnisse des 33. Spieltags – München schafft den Klassenerhalt

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Fußball
© Foto: Andreas Hagemoser, 2016

Berlin, Deutschland (Weltexpress). Am Pfingstsonntag 15. Mai um 15.30 Uhr gibt es noch einmal 9 Spiele gleichzeitig (so wie am 8.5.). Dann ist für die Zweite Bundesliga Sommerpause. Ende Mai CL, dann EM. Jetzt gibt es noch einmal spannende innerdeutsche Spiele.

Tabellenüberblick

Braunschweig, Kaiserslautern und Bielefeld konnten sich in der Tabelle verbessern, ebenso Duisburg, dass den Schleudersitz Platz 17 mit dem FSV tauschte und jetzt auf dem Relegationsplatz 16 steht.

Zehn Mannschaften nahmen einen neuen Tabellenplatz ein, acht blieben unverrückt: die 5 Spitzenreiter, darunter St. Pauli und Bochum, die keine Aufstiegschance mehr haben, auf 4 und 5; Schlusslicht Paderborn mit 28 Zählern sowie 1860 und Fortuna auf Platz 14 und 15.

Der Abstiegs-Überlebens-Wettbewerb bleibt für alle bis zum letzten Tag spannend, der Aufstieg hingegen ist festgelegt.

Beim Absteigen zieren sich die Vereine

Wie manche Radfahrer auf dem Fußweg will so keiner richtig ran, wenn’s ans Absteigen geht. Dabei müssen doch welche runter! Warum will das nur niemand einsehen?

Am 33. Spieltag begegneten sich zwei Kandidaten direkt: Der TSV 1860 München und der SC Paderborn 07. Der ehemalige Erstligist Paderborn hatte bis vor kurzen noch gute Chancen, dabeizubleiben: Ähnlich wie im Oberhaus, wo acht Mannschaften den Weg nach unten hätte antreten können, hätte es gereicht, nicht zu den 2-3 schlechtesten zu gehören. Doch Paderborn gewann zuletzt nur eines von sieben Spielen. Das fast verlorene München musste sich bis zum vorletzten Spieltag auch lange Sorgen machen – bis Bierofka kam. Nun machen die Löwen ihrem Wappentier wieder Ehre und die „18“ im Namen verweist nur noch auf das 19. Jahrhundert, aber nicht auf den Tabellenplatz.

Vorsichtig begann die Partie vor über 54.000 in München. Daylon Claasen hat zwei Möglichkeiten, aber die Löwen blieben sonst eher zahm, zumindest ungefährlich. Nach einer halben Stunde hatten sich alle warmgelaufen und Paderborn kam. Auch nach der Pause wäre einer Auswärtsführung des SC verdient gewesen.

Etwa eine Viertelstunde vor Schluss dann das 1:0! Jan Mauersperger mit der Nummer 2 stand richtig und schießt in der 73. Minute ein. Daylon Claasen hatte sich rechts außen den Ball erspielt und in die Mitte gegeben. In der 80. Minute hätte er mit einem Fernschuss noch erhöhen können, doch Daniel Heuer Fernandes hielt. Es blieb bei diesem Ergebnis, so dass die Münchner mit dem dritten Zu-Null-Spiel der Ära Bierofka die Spielklasse erhielten. Daniel Bierofka hat noch nicht einmal eine Profitrainerlizenz, aber 1860 von dem Dauerstress erlöst und vor der 3. Liga bewahrt. 34 Punkte auf Platz 14 – das reicht. Höher kann man nicht mehr kommen und nur noch von Fortuna eingeholt werden.

Paderborn hat mit 28 Punkten nur einen weniger als Frankfurt und der MSV. Gegen Nürnberg, das als Tabellendritter die Relegation sicher hat, können sich die Ostwestfalen am Sonntag zu Hause selbst in die Relegation retten.

MSV gegen Sandhausen und Leipzig

Der MSV erhält dann auch Besuch von ganz oben: Aufsteiger RB Leipzig bestreitet sein vorerst letztes Zweitligaspiel und wird dann die Erste Liga beleben. Am 8. Mai war der MSV in Sandhausen. Lag nach Treffern von Klingmann und Vollmann in der 68. und 75. 2:0 zurück. Doch die Blauweißen gaben nicht auf – und werden dafür schon 5 Minuten später belohnt! Nico Klotz trifft in der 80. Minute zum Anschluss! Auswärtstor. Spannung pur! Zehn Minuten vor Schluss standen die Wahrscheinlichkeit und die Uhr gegen die Zebras. 83.: Giorgi Chanturia schießt das nächste Tor!

Drei Siege aus vier Spielen hatte man geholt, das gab der Mannschaft von Ilja Grujew bestimmt auftrieb, obwohl man immer nur auf den direkten Abstiegsplätzen stand, außer am 1. Spieltag. Am Ende hieß es: 2:2 unentschieden. Blauweiß scheint diese Saison eine Glücksfarbe zu sein – siehe 1. Liga.

Der SV war vor und nach der Pause aktiver und hätte schon in der 48. durch Florian Hübner in Führung gehen können. Wie so oft rächt es sich, wenn man die Ernte seine Spielanteile nicht einfährt. Zur gleichen Zeit, als Hübner verpasste, hätte auch Paderborn in Führung gehen können.

Schlimm für den SC, gut für Duisburg – ein wichtiger Punkt! Sandhausen, dass den Klassenerhalt vor Wochen schaffte, hätte es fast egal sein können. Nun steht man mit 40 Punkten auf Platz 13.

Arminia gegen FC Union

Arminia Bielefeld hat sich mit 41 Punkten auf Platz 12 geschoben; Sandhausen konnte punkten, aber Bielefeld dreifach – und steuert nun Platz 11 an, wenn Fürth verliert oder unentschieden spielt. Für Bielefeld spricht auch das bessere, fast ausgeglichene Torverhältnis von jetzt minus 1 gegenüber minus 8 bei Fürth:

Zwei Tore wurden zu Hause gegen den FC Union erzielt. In der ersten Halbzeit hatte beide Teams viele Chancen, mit Damir Kreilach für Union, dem nur die Latte im Weg war und David Ulm für den DSC, dem was Senkrechtes im Weg stand: Der Innenpfosten.

Nach der Pause traf der Franzose dann: in der 54. Spielminute, die Spielanteile widerspiegelnd. Die Abwehr aus Berlin-Köpenick war vielleicht eisern, doch löchrig wie ein schmiedeeiserner Zaun. 2 Minuten nach Ende der regulären Spielzeit gelang Fabian Klos der Treffer zum 2:0 Endstand, dem vierten Heimsieg in Folge. Knapp 20.000 Zuschauer sahen in der Schüco-Arena den Vor-Saisonabschluss des Meisters von 1999 und 1978/80 (2. Bundesliga Nord).

Wenn Paderborn wirklich gehen müssen sollte, bleibt Westfalen auf jeden Fall mit der Arminia, die am Sonntag in Karlsruhe ist, in der Liga vertreten. Beide können Tabellenplätze gutmachen, der KSC sogar drei (jetzt Platz 8 punktgleich mit Union und Braunschweig).

Bochum vs. Braunschweig 2:3, Terodde verschießt zwei Strafstöße!

Im torreichsten Spiel des Tages besiegte Braunschweig Bochum mit 2:3 und ist damit bis auf 2 Punkte und 6 Tore an den Tabellenfünften herangekommen. Die Braunschweiger Eintracht hatte am 32. Spieltag bewiesen, dass sie zu Hause den Tabellendritten Nürnberg 3:1 schlagen kann. Bochums Spitzentorschütze Simon Terodde vergibt in der 59. und letzten regulären Spielminute zwei Elfmeter. TROTZDEM führt Terodde die Torjägerliste mit 22 Treffern an vor Nils Petersen aus Freiburg (21). Das erste Tor in Bochum sahen 15.000 Zuschauer – Gerrit Holtmann! Für Braunschweig. 26. Minute: Terodde gleicht aus. 34. Minute Terodde legt nach! Bochum in Führung. Dann noch ein Tor eines Bochumers: Felix Bastians in der 56. Eigentor. Oh. Ausgleich. 3 Minuten später Teroddes erster Elfmeterversuch, so als seien es Freiwürfe beim Basketball. Jasmin Fejzic hält! Der Hattrick war drin! Der Ball nicht! Aber so: immer noch 2:2. Noch 3 Minuten später: Orhan Ardemi trifft für die Löwen. 2:3. 89. Minute: Saulo Decarli sieht die Rote Karte und fliegt vom Platz. Gut für Bochum. Überzahl. 90. Minute: Simon Terodde legt sich den Ball zurecht, wieder auf den Punkt ein knappes Dutzend Meter vorm Kasten. Diesmal muss es ja klappen, denkt man. Und – Jasmin Fejzic hat keine Chance. Den Ball zu halten. Denn der fliegt über die Latte. Immer noch 2:3. Unglaublich. Das ist Bundesliga! 1. oder 2. Liga, ein, zwei maue Spiele zwischendurch, aber irgendwann wird man durch solche einmaligen Momente belohnt.

Ein VIERERPACK für ST wäre dringewesen! Der Ein-Tores-Vorsprung blieb am Ende auch. Man hätte nach der 8. Minute aufhören können, als Holtmann eintütete.

Eintracht vs. Fortuna

Der VfL hat diesmal Platz 5 gehalten, muss aber auswärts gegen Heidenheim am 15. Mai etwas zeigen, wenn das so bleiben soll. Nur Braunschweig kann Bochum überholen und braucht dazu einen Heimsieg gegen die Fortuna.

Ein Braunschweiger Unentschieden reicht in keinem Fall, um an Bochum heranzukommen und gefährdet Platz 6, da nur die Tordifferenz (+8) Braunschweig von Union auf Platz 7 (+5) und Karlsruhe (-2) trennt.

Alles neu in Freiburg: Meister, Liga, Ministerpräsident

Der 1. FC Union spielt in der Alten Försterei gegen den neuen Meister Freiburg. Auch politisch ist in Baden-Württemberg einiges neu: der alt-neue Ministerpräsident Kretschmann ist der erste Chef eine grün-schwarzen Landesregierung, wohlgemerkt nicht schwarz-grün, die Union ist im Südwesten in einer neuen, ungewohnten Rolle. Kretschmann führte mit 10 Punkten statt möglicher 16. Sportlich grün ist im Breisgau der Rasen, die Freiburger Farben sind schwarz-weiß, deutlich wie der Aufstieg. Da ist die Politik manchmal grauer. Wie prophezeien für Sonntag Tore. Union wird es nicht leicht haben, Heimvorteil hin oder her. Die können alles, außer hochdeutsch.

Sachsen zieht in die 1. Liga

Der Karlsruher SC hatte in Leipzig 2:0 verloren: Emil Forsberg schoss in der 52. Minute sein achtes Saisontor. Im letzten Leipziger Heimspiel wollten die Rot-Weißen natürlich den Sieg sehen: 42.559 Zuschauer saßen in der Red-Bull-Arena. Nach der Pause standen sie meistens. Der bereits sehr wahrscheinliche Aufstieg wurde kurz vor Schluss befördert: Marcel Halstenberg verwandelte in der 87. einen Freistoß zum 2:0-Endstand. Das war eine Feier! Gerade rechtzeitig, da die Rasenballer am 15. auswärts in der Schauinsland-Reisen-Arena sind. In Duisburg wird man sobald nicht wieder antreten.

Seitdem Energie Cottbus 2009 absteigen musste, gab es keinen Verein aus den neuen Bundesländern in der 1. Bundesliga. Der Rasenballverein Leipzig wurde im selben Jahr gegründet, am 19. Mai. Dieser jährt sich 4 Tage nach dem 34. Spieltag zum 7. Mal. Der RB ist nicht der erste Verein, der die sächsische Buchmessestadt in der Bundesliga vertreten darf: 1993/94 war es der VfB Leipzig. Der RBL wird die 55. Mannschaft, die in der Bundesliga antritt. Recht bestimmt und richtig ballistisch. Dem Freistaat tut das gut.

Im Mittelfeld ist es eng

Karlsruhe hat im Heimspiel gegen die Arminia Chancen. Für beide geht es um mehr als nichts. Nicht nur, dass man sich verbessern kann. Das Mittelfeld ist sehr eng. Der Fastaufsteiger KSC (46 Punkte) könnte im Extremfall, wenn Kaiserslautern und Heidenheim – jetzt auf den Plätzen 9 und 10 – gewännen, bis auf Platz 10 abrutschen, bei einem Bielefelder Sieg wäre die beiden Tabellennachbarn nur 2 Punkte entfernt. Schon jetzt ist die Tordifferenz des KSC (-2) sogar schlechter als die Bielefelder (-1)! Auch hat der KSC bisher nur 34 Tore geschossen (Arminia 37).

Tordifferenz-Philosophie

Schon jetzt stört der KSC die Reihenfolge, die Abschlusstabelle wird an ihr noch etwas ändern. Der KSC steht mit seiner negativen Tordifferenz zwischen Mannschaften mit positiver. Ab Fürth abwärts (jetzt Platz 11 mit 43 Punkten) haben alle eine negative Tordifferenz, was auch recht logisch und wahrscheinlich ist.

Nur in der Höhe gibt es Abweichungen von der Reihenfolge: Frankfurt weist -27 auf, Paderborn „nur“ -26. Alle anderen Negativ-Mannschaften sind eingereiht: Der SVS -8, 1860 -13, Fortuna -17, der MSV -23. Auch oben stimmt die Reihenfolge, wenn man sie denn nach der Tordifferenz bestimmte, nicht überall: der RB hat nur +23 Tore, Nürnberg aber +26. St. Pauli auf Platz 4 hat 3 Tore im Plus, Bochum dahinter 14. dann „stimmt“ es wieder.

Heidenheim – die Mannschaft mit dem möglichen Riesensatz

Verlöre St. Pauli am 15. gegen Kaiserslautern und Bochum gewänne in Heidenheim, stünde der VfL Bochum 1848 in der Abschlusstabelle auf Platz 4. Ein Anreiz für das Spiel in Heidenheim. Die 1846er könnten zwar nur von Fürth überholt werden, haben einen Tabellenplatz zu verlieren. Nach oben ist Luft: Tabellennachbar Kaiserslautern braucht in Hamburg nur Remis zu spielen, damit sich der 1. FC Heidenheim den Platz 9 sichert und bei Niederlagen von Braunschweig, Union und KSC einen Riesensatz auf den 6. oder 5. Platz machen könnte.

Möglich wär’s. Heidenheim und Bochum wären nach einem Heidenheimer Heimsieg punktgleich. Abstand gewährte nur die Tordifferenz (Heidenheim +4).

Mit maximal 5 Tabellenplätzen ist Heidenheim die Mannschaft, die am meisten gewinnen und am höchsten klettern kann.

Wer trotz eines Sieges nicht klettern kann

Sandhausen kann höchstens zwei Plätze hochkommen, Frankfurt, Paderborn und der 1. FC Union.

Die Spitze mit Platz 1-3 ist bei Punktabständen von 5 und 12 schon zementiert.

Zu den Mannschaften, die selbst im für sie günstigsten Falle nicht einen einzigen Tabellenplatz hochklimmen können, gehören – selbstverständlich neben dem frischgebackenen Meister aus Freiburg im Breisgau – Leipzig, der Club aus Nürnberg, St. Pauli und der TSV 1860 München. Die Wahrscheinlichkeit, Punkte abzugeben, ist für diese fünf Mannschaften höher.

MSV/FSV – weg vom Fenster?

Vielleicht ist das das Zünglein an der Waage beim Auswärtsspiel der 1860er gegen den FSV Frankfurt, der ums Überleben kämpft. Am 33. Spieltag hatte man in Düsseldorf 1:0 verloren. Verliert Duisburg nun gegen Leipzig und Frankfurt holt gegen 1860 auch nur ein Unentschieden, bedeutet das Relegation für die Hessen und raus für den Ruhrpott.

Spielen beide Remis, ist Frankfurt in der 3. Liga.

Andererseits: verlieren sowohl der FSV als auch der MSV, könnte Frankfurt trotzdem noch vorbeiziehen auf Platz 16. Verlöre Frankfurt zum Beispiel 0:1 gegen München 60 und der MSV gegen den Tabellenzweiten 0:5 – kein unmögliches Szenario, der höhere Sieg könnte der Euphorie und dem Tabellenrang geschuldet sein – bliebe es bei Punktgleichheit (29) und käme zu einer ausgeglichenen Tordifferenz. Mehr noch: Bei jeweils 31 geschossenen Toren des Tabellensechzehnten und Siebzehnten entschiede ein 4. Kriterium. Bisher siegte Frankfurt 7mal, Duisburg 6mal. Am 2. März, dem 24. Spieltag, trennten sich die beiden 3:3. Wirklich ausgeglichen. Eine ganz enge Kiste.

Abstieg für MSV, FSV, SC oder Fortuna?

Die Möglichkeit, Fortuna Düsseldorf zu überholen, ist für die Frankfurter Theorie. Braunschweig könnte in dem Heimspiel gewinnen, okay. Es will was erreichen und ist die bessere Mannschaft. Doch Düsseldorf kämpft um Überleben und nomen est omen. Zudem müssten Braunschweig und Frankfurt mit je fünf Toren Unterschied gewinnen, um die schlechte Tordifferenz des FSV zu neutralisieren. Erst dann – Fortuna hat bis jetzt erst 30 Tore erzielt – erreichte Frankfurt Platz 15, wenn der MSV „mitspielt“.

Paderborn ist zurzeit nicht nur ganz unten, sondern auch auch die schlechtesten Chancen. Der MSV ist guten Mutes, er erreicht die 2. Liga vielleicht sogar, wenn er auf dem 16. Platz sich halten kann.

Nullnummer?

Fürth hat ein Heimspiel gegen Sandhausen; bisher stand zuhause beim Greuther Fürth bei diesem Gegner immer die Null.

Die Spielergebnisse vom 8. Mai 2016

1860 München gegen Paderborn 1:0, Bochum gegen Braunschweig 2:3, Arminia gegen Union 2:0, Sandhausen gegen Duisburg 2:2, Kaiserlautern gegen Fürth 3:1 (deshalb der 1. FC auf Platz 9, Fürth auf Platz11), RB gegen KSC 2:0, so auch Freiburg gegen Heidenheim, Nürnberg gegen St.Pauli 1:0, genauso die Abstiegsgefährdeten Fortuna und FSV (deshalb Düsseldorf auf Platz15, Frankfurt 17).

Das macht 3mal 1:0, 3mal 2:0, einmal 3:1, einmal 2:3, nur ein Remis (2:2).

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