Der Orient fängt beim Gutleutviertel in Frankfurt an – Über das Boutique-Hotel „Villa Oriental“ in der Mainmetropole

Ein beeindruckenes Badeszimmer im Hotel "Villa Oriental". © WELTEXPRESS, Foto: Stefan Pribnow

An der vielbefahrenen breiten Baseler Straße Richtung Schaumainkai, welche das Bahnhofs- vom Gutleutviertel trennt, steht mit zinoberroter Fassade und weißen Holzornamenten die „Villa Oriental“, das erste orientalische Boutique-Hotel Deutschlands.

In den Zimmern des ansonsten bürgerlich wirkenden ehemaligen Wohnhauses aus dem Jahr 1899 schaut der Reisende auf „handgemalte Fliesen“, zudem „marokkanische Leuchten“, persische Lampen und reichlich „verzierte arabische Holzmöbel“, die durchaus einen Wüstenwind gängiger Klischees von Emir, Wesir, Kalif bis Sultan verströmen.

Zweifelsfrei beginnt die Gastfreundschaft beim Rezeptionisten, der einen Pagen ruft, auf das der Koffer dorthin gelangt, wo er hingehört, aufs Zimmer, das, wie alle anderen gut zwei Dutzend, nicht nur einen orientalischen Eindruck präsentiert, sondern auch eine kostenlose W-Lan-Verbindung, einen Safe, eine Klimaanlage und einen Flachbildschirm mit angeblich 1001 Kanälen bietet, der sich hinter einer handgeschnitzten Holzfassade befindet. Haustiere, das sei angemerkt, sind willkommen, und kosten nur 8 Euro pro Nacht und Nase, wohingegen sämtliche Getränke der Minibar, die täglich einmal aufgefüllt wird, kostenfrei sind.

Modernster Standard in einem Hauch von orientalischem Ambiente. Kein Wunder, daß Orientexperte Alexander Gorjinia, der als siebenjähriger mit seinen Eltern direkt nach der islamischen Revolution im Iran nach Hessen kam, als Inhaber 2010 den erstmals vergebenen Frankfurter Tourismuspreis erhielt.

Ein Hochgenuß verspricht und hält vor allem das hauseigene Restaurant Hafez, das laut Hotelier „als bestes persisches Restaurants Europas“ ausgezeichnet worden sei und über eine Bar verfügt. Das Hafez betreibt seit über zwei Dutzend Jahren Suri Sabouri, die Mutter des 1969 in Teheran geborenen „Brückenbauers“, der, weil das Hafez lange Jahre für Exil-Iraner erste Anlaufstelle war, später an seine Landsleute Finanzierungen und Immobilien vermittelte.

Das Frühstück im Guten-Morgen-Land, so viel sei verraten, ist gesund, macht munter und wird in einem hellen, mit frischen Farben gespeisten fröhlichen Raum als Buffett geboten. Ich esse Datteln wie sonst Schrippen und trinke persischen Tee mit Kardamom. Die Shisha-Lounge mit Wein, bauchnabelfreiem und mitunter tanzendem Weib samt Wasserpfeifen, die, wie Georg Giersberg in der Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 10.01.2011 festhält, auf Bembel treffen, bietet abwechslungsreiche Abende bis in den Morgen.

Hingucker ist auch das Bad mit begehbarer Dusche, einem kleinen Kammerspiel voll mit Bruchmosaik aus Naturstein so weit das Auge reicht, einem buntbemalten Keramikwaschbecken aus Fes und Messing andeutende Handgreiflichkeiten für warmes und kaltes Wasser.

Nach einer gelebten Nacht mit „Schlafen unter persischem Himmel“, wie es in der Frankfurter Neuen Presse vom 23. Juli 2008 heißt, oder „1001 Nacht unter Banken“, wie Hotel Superior, das Fachmagzin für innovative Hotellerie, titelt, bietet das Hotel des „preußischen Persers“, so und nicht anders bezeichnet sich Alexander Gorjinia selbst, einen Flughafen-Transfer mit einem Jaguar S-Type. Das hat Stil und seinen Preis: 49 Euro für eine einfache Fahrt, 80 Euro für Hin- und Rückfahrt.

Salaam aleikum – aleikum salam, Alexander Gorjinia, der sich wie Perser Freunde suchen kann, „bevor er sie braucht“, wie ein Autor der Fach-Illustrierten für das Hotel-Management namens „Top hotel“ schreibt, und Gäste gerne persönlich verabschiedet.

Infos: Hotel Villa Oriental, Baseler Straße 21, 60329 Frankfurt am Main, Telefon: 069-2710895-0, Email: info@villa-oriental.com, Website Hotel: www.villa-oriental.com, Website Restaurant: www.hafez.de
Ein Fernsehbericht des Hessischen Rundfunkts über das Hotel Villa Oriental ist unter http://www.youtube.com/watch?v=cw_W6m4_JmQ zu sehen.

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