Der VW Golf GTE kann lautlos oder mit kernigem Sound – Volkswagen hat die Golf-Palette um einen Plug-in-Hybrid erweitert

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Äußere Kennzeichen des GTE sind unter anderem LED-Scheinwerfer und LED-Tagfahrlicht, dunkelrote LED-Rückleuchten, mindestens 16-Zoll-Leichtmetallfelgen sowie blaue Streifen im Kühlgrill und in den Scheinwerfern. Zum Interieur gehören Sportsitze, ein Sportlenkrad, ein Infotainmentsystem mit 6,5-Zoll-Display sowie eine blaue Ambientebeleuchtung.
Und das ist das Antriebsprinzip des GTE: Es wird ein moderner Turbo-Benzin-Direkteinspritzer (TSI) mit einem 1,4-Liter-Hubraum und 110 kW/150 PS mit einem 75 kW/102 PS starken Elektromotor kombiniert. Die Systemleistung wird mit 150 kW/204 PS angegeben. In Zusammenarbeit mit einem Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe (DSG) ergibt sich ein sehr effizienter Antrieb, und der Golf GTE steht in punkto Dynamik seinen Brüdern GTI und GTD nicht nach.
Die Fahrleistungen können sich sehen lassen: Der Golf GTE ist bis zu 222 km/h schnell und beschleunigt mit kernigem Sound in 7,6 Sekunden auf Tempo 100. Um auf die volle Systemleistung und auf das maximale Drehmoment von 350 Nm zurückgreifen zu können, arbeiten beide Antriebe im GTE-Modus zusammen.
© VolkswagenZum Start legt aber erst einmal der Elektromotor los, und mit ihm kann man bis Tempo 130 rund 50 Kilometer weit fahren – emissionsfrei und nahezu lautlos. Voraussetzungen sind, dass die Batterie voll geladen und es nicht sehr kalt ist. Befragungen von Autofahrern und Analysen der Hersteller haben ergeben, dass viele Fahrer damit rein elektrisch bis zur Arbeitsstätte und wieder zurück kommen können.
Auf längeren Fahrten schaltet das Antriebssystem automatisch in den Modus „Battery Hold“, und der GTE arbeitet wie ein Vollhybrid: Verbrenner und E-Motor kommen je nach Erfordernis zum Einsatz. So kann, voll betankt und voll geladen, eine Strecke von bis zu 940 Kilometern bewältigt werden, ohne Halt an der Tanke oder der Steckdose.
Der Normverbrauch des Plug-in-Hybrid wird mit 1,5 Litern pro/100 Kilometer angegeben. Dazu muss man aber wissen, dass bei diesem theoretischen Wert das rein elektrische Fahren zu zwei Dritteln einfließt – das ist jedoch nicht die Praxis! Rund vier Stunden dauert das Laden der Hochleistungs-Batterie an einer normalen Steckdose. An der Wallbox, die es für 950 Euro gibt, oder an öffentlichen Ladestationen werden dafür nur reichlich zwei Stunden benötigt.
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