Das Parlament der Republik Italien wird von 945 auf 600 Sitze verkleinert

Im Palazzo Montecitorio in Rom (Foto aus dem Jahr 2009) sitzen die Abgeordneten der Republik Italien. Quelle: Wikimedia, CC BY-SA 3.0, Foto: Manfred Heyde

Rom, Italien (Weltexpress). Das Parlament in Rom wird verkleiner. Viele Schlachten in Reden und Medien, auf Straßen und Stammtischen hat es gedauert, ja, viele Jahre, für einige „Reduzierer“ Jahrzehnt, aber nun wird das Parlament der Republik Italien gestutzt, nein, nicht gekappt bis auf den Boden, aber deutlich.

Das ursprünglich für den 29. März 2020 angesetzte Referendum wurde wegen der COVID-19-Pandemie verschoben und fand zeitgleich mit den Regionalwahlen statt.

Von 945 auf 600 Sitze wird die Parlament genannte Veranstaltung verkleinert, genauer: die Sitze der Abgeordnetenkammer von 630 auf 400 und die des Senats von 315 auf 200 verringert.

Die Abgeordneten stimmten dem Vorhaben der Partei Fünf-Sterne-Bewegung bereits zwei Mal zu. Beim Verfassungsreferendum in Italien 2020 wurde am 20. und 21. September 2020 über die Verkleinerung der beiden Kammern des italienischen Parlaments abgestimmt.

Vor ein paar Tagen wurde am 20. und 21. September 2020 das (Wahl-)Volk gefragt. Das Votum ist eindeutig. Beinahe siebzig Prozent der Wähler stimmten für die Reform. In Molise, auf Sizilien, in Kalabrien und Kampanien sowie Basilikata, Apulien und Abruzzen sowie Trentino-Südtirol gab es die meiste Zustimmung. Immer über 70 Prozent. Vor allem die in der BRD lebenden Italiener stimmten mit 84,28 % mit Ja.

Nur die dort lebenden Deutschen bekommen das mit ihren Parlamenten nicht hin und leisten sich mächtig gewaltige Quasselbuden. Nichts gegen Parlamente, aber die Transformation der Demokratie hat den Abgeordneten schon längst die Katzentische in den Herrenhäusern der Globalmilliardäre zugewiesen.

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