Das Landesweingut Kloster Pforta an der Saale – Erfahrung und Tradition seit über 850 Jahren

Die Klosteredition des Landesweingutes Kloster Pforta. © Landesweingut Kloster Pforta

Bad Kösen, Deutschland (Weltexpress). Ein Kloster ist oft ein Ort der Kontemplation aufs Klerikale. Wer ein Kloster für einen Ort der Askese hält, der liegt nicht wirklich richtig. In Klöstern wurde oft genug gut gegessen und getrunken. Und die Mittel zum guten Leben wurden meist auf den Ländereien rund ums Kloster angebaut.

Wein ist wahrlich ein Lebensmittel, das zur Klosterlandschaft an Saale und Unstrut gehört. Mit seinen beiden Flüssen, wunderbaren Weinbergen, Steilterrassen, jahrhundertealten Trockenmauern und Weingütern ist die Kulturlandschaft das nördlichste und östlichste Weinanbaugebiet der Berliner Republik mit rund 760 Hektar und einer Tradition von Tausend Jahren.

Dort, wo sich im langen Mittelalter Benediktiner, Zisterzienser, Prämonstratenser und Franziskaner niederließen, entwickelte sich ein reiches kulturelles und kulinarisches Leben. Bis zur Reformation kannten Kundige vier, fünf Dutzend Klöster und Stifte an beiden Flüssen. Heute kennt man immerhin noch das Kloster Memleben, das Kloster Posa und vor allem das Kloster Pforta. Dass das am wunderbaren Wein, der dort gekeltert wird, liegt, das liegt auf der Hand.

Der Wein kommt genau genommen aus dem Landesweingut Kloster Pforta. Dort, wo die Saale einen großen Bogen macht, wächst und gedeiht zwischen Bad Kösen und Naumburg im Saaletal Wein. Durch die Weinberge können Reisende munter wandern oder mit dem Rad fahren. Anschließend dürfen sie sich auf der Weinterrasse zur Rast niederlassen und in Ruhe einen Schoppen trinken.

Das einstige Kloster Pforte in Schulpforte, das auf das Jahr 1137 zurückgeht, als sich Mönche zwischen den Hängen und dem Fluss niederließen, um das Kloster „St. Marien zur Pforte“ zu gründen und zu unterhalten, bietet heute zum Besichtigen neben einem Klostergarten, einer Klosterkirche, einem Kreuzgang und einem Grisaille-Fenster auch ein Tafelkreuz aus der Zeit der Zisterzienser.

Heute ist dort vor allem die Landesschule Pforta als Erbin des Kloster Pforte, ein Internatsgymnasium, zu dessen berühmten Schülern die Philosophen Johann Gottlieb Fichte und Friedrich Nietzsche gehörten, untergebracht.

Doch weg von den Werken der Herren Fichte und Nietzsche hin zur Wahrheit Wein. Die Erfahrung von 850 Jahrgängen sowie ein naturnaher Anbau der Rebsorten auf Lößlehm-, Buntsandstein- und Muschelkalkböden stecken in Kloster-Pforta-Weinen, die Gäste bei Weinproben gerne kennenlernen dürfen. In der Vinothek im historischen Torhaus in Schulpforte darf der Wein probiert und gekauft werden. In den Saalhäuser Weinstuben, einer historischen Gastwirtschaft, die Mitte des 16. Jahrhunderts errichtet wurde, werden Gourmands und Gourmets eine gut bürgerliche Küche geboten, zu denen die passenden Weine des Landesweingutes Kloster Pforta gereicht werden. Selbstverständlich kann eine Auswahl des Weinsortiments im Gutsrestaurant erworben werden.

Das Landesweingut bietet Weinbergswanderungen an und eine kleine Führung durch den historischen Holzfasskeller. Zusammen mit einem regionalen Fromelier werden zudem in historischen Gemäuern eine Auswahl von Käsespezialitäten in Kombination mit fünf ausgesuchten Jungweinen sowie Mineralwasser und frischem Landbrot geboten. Wer will, der kann sogar zwei oder mehr Nächte in einer Ferienwohnung direkt unter den Weinbergen übernachten.

Fotoreportage

Mehr Bilder zum Beitrag in der Fotoreportage: Ein Landesweingut und erlesene Weine von Saale und Unstrut von Ole Bolle.

Kloster Pforta

Adresse: Landesweingut Kloster Pforta GmbH, Saalberge 73, 06628 Naumburg – OT Bad Kösen

Kontakt: Telefon: 034463/300-0, E-Mail: service@kloster-pforta.de

Heimatseite im Weltnetz: www.kloster-pforta.de

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