Das Freiburger Augustinermuseum und der Katalog von Hirmer bewahren die Schätze – „Zwischen Himmel und Hölle. Kunst des Mittelalters von der Gotik bis Baldung Grien“ gab es als Ausstellung im Bucerius Kunst Forum in Hamburg zu sehen

Das Katalogbuch zur Ausstellung. Es dokumentiert die hochkarätigen mittelalterlichen Kunst ­schätze aus dem Augustinermuseum Freiburg, die während der Sanierung des Hauses im Bucerius Kunst Forum in Hamburg präsentiert werden. Rund 90 Werke reflektieren Bildgewalt, Symbolik und Glauben mittel ­alterlichen Kunstschaffens.

Frankfurt am Main (Weltexpress) – Wir konnten die Ausstellung in Hamburg noch sehen und darum um so mehr auffordern, nach abgeschlossener Renovierung des Museums in Freiburg dieses aufzusuchen, auf jeden Fall sich aber schon zuvor den Katalog der abgelaufenen Hamburger Ausstellung zu besorgen, denn eine gute Vorbereitung bringt bei mittelalterlicher Kunst dem Betrachter sehr viel. Und eine Schau der Kostbarkeiten ist das wirklich, was von Freiburg aus – wobei auch das Diözesanmuseum und private Leihgeber sich beteiligt haben – den Weg nach Hamburg fand. Begrüßt wurde man vom romanischen Christus in Reinkultur. „Der Gekreuzigte“ ist aus der 1. Hälfte des 12. Jahrhunderts aus dem Süddeutschen, über einen Meter hoch und aus Weidenholz gefertigt. Er ist – das kann man im Vergleich mit gegenüber hängenden Gekreuzigten aus dem 2. Viertel des 14. Jahrhundert gut vergleichen – noch in der alten Manier als siegreicher Überwinder des Todes dargeboten. Schmerzfrei steht er, ja schwebt geradezu da auf seinem Suppedaneum, mit den vier Nägel langgestreckt und in der Vertikalen betont wie in der Horizontalen und natürlich die Augen geöffnet, weil noch nicht tot.

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