Christian Krachts Debütroman Faserland bringt erneute unsere Seele zum Schwingen

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Mir ist der erste deutsche Großmeister der sogenannten Popliteratur durchaus ans Herz gewachsen. Wer gekonnt wie kein Zweiter Thomas Mann, Tim und Struppi und Ernst Jünger mit David Lynch in den Ringelreihen schickt, verdient höchste Respekt.

Faserland ist eine einzige Konsumschlacht, ein zielloses Irren und Wirren durch den biederen deutschen Mittelstand.

Fulminantes Werk voll böser Ironie und der Sehnsucht nach der Blauen Blume, die alles wieder ins Lot bringt, irgendwie, irgendwo, irgendwann.

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Christian Kracht: Faserland, 165 Seiten, Kiepenheuer & Witsch Verlag 2010, 16,95 Euro

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