Chan Scheichun von Kopfabschneidern und Gotteskriegern des Islam befreit – Syrische Armee meldet Erfolge und rückt in den Provinzen Idlib und Hama vor

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Syrien
Die Flagge der arabischen Republik Syrien. Quelle: Pixabay

Damaskus, Syrien; Berlin, Deutschland (Weltexpress). Offenbar hat die syrische Armee Erfolge erzielen können, nachdem sie im April ihre Offensive in der Provinz Idlib eröffnete. Dort habe sie laut „Sputnik“ (19.8.2019) „die Kontrolle über die Magistrale ‚Damaskus-Aleppo‘ wiedererlangt und zugleich die Versorgungslinien der Terrororganisation ‚Dschebhat an-Nusra‘ blockiert.“ Unter Berufung auf die syrischen Streitkräfte heißt es unter dem Titel „Syrische Armee schneidet ‚Dschebhat an-Nusra‘ von Versorgung ab“ weiter, dass „dadurch … die Versorgungslinien der Anhänger von Dschebhat an-Nusra bei der Stadt Maaret an-Numan in der Provinz Idlib und in den verbleibenden Gebieten im Süden der Provinz abgeschnitten“ seien.

In „Spiegel-Online“ (20.8.2019) wird unter der Überschrift „Bürgerkrieg in Syrien – Assads Regierungstruppen dringen in Chan Scheichun ein“ darüber ebenfalls informiert, allerdings unter Verweis auf „die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte“. Es heißt, dass „Regierungstreue syrische Bodentruppen … in Chan Scheichun, eine der größten Städte der noch immer von Rebellen gehaltenen Provinz Idlib, eingedrungen“ seien. „Nach heftigen Luftangriffen und Artilleriebeschuss sei es den Regierungskräften mit Hilfe ihrer russischen Verbündeten am späten Montagabend gelungen, in Stadtteile von Chan Scheichun einzuziehen, nachdem sich die Rebellen zurückgezogen hätten.“

Dass „Beobachter … von einem ‚entscheidenden Sieg‘ des Assad-Regimes“ sprechen würden, das teilt die „Tagesschau“ der ARD (20.8.2019) mit und beruft sich ebenfalls auf die umstrittene „Beobachtungsstelle“. Bei der ARD nennt man die Assad-Regierung zudem Regime, obwohl der Vorsitzende dieser „Beobachtungsstelle“, Rami Abdel Rahman, mit den Worten „Das ist ein entscheidender Sieg für die Regierungstruppen“ zitiert wird. Von Regimetruppen ist nicht die Rede.

Die ARD befindet sich damit im Kriegslügenmodus der Vereinigten Staaten von Amerika (VSA), dessen „Außenamtssprecherin Morgan Ortagus … auf Twitter vom „Assad-Regime“ zwitscherte und meinte, dass dieses „Regime und seine Verbündeten … zum Waffenstillstand in Idlib zurückkehren“ müssten. Die Männer und Frauen in Syrien scheinen jedoch mehrheitlich der Meinung zu sein, ihr Staatsgebiet, auf dem weniger ein Bürgerkrieg stattfindet, sondern vielmehr ein Stellvertreterkrieg geführt wird, zurückerobern zu wollen.

Dass die in der „Welt“ (20.8.2019) „Dschihadisten“ genannten Kopfabschneider des Islam sich „aus der Stadt Chan Scheichun im Nordwesten Syriens zurückgezogen“ hätten, das wird auch unter Berufung auf die „Beobachtungsstelle“ berichtet. Zitat: „Die Kämpfer hätten in der Nacht zum Dienstag damit begonnen, den strategisch wichtigen Ort in der Provinz Idlib und Gebiete in der Nachbarprovinz Hama zu verlassen, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit.“

Darüber, dass ein „türkischer Militärkonvoi am Montag nahe Chan Scheichun … durch einen Luftangriff gestoppt worden“ wird in „Junge Welt“ (20.8.2019) informiert. Unter „Syrien: Luftangriff stoppt türkischen Konvoi – Damaskus wirft Ankara Unterstützung dschihadistischer Milizen vor“ heißt es: „Das Verteidigungsministerium in Ankara teilte mit, bei der Attacke um 8.55 Uhr Ortszeit seien drei Zivilisten getötet und zwölf weitere Personen verletzt worden. »Wir verurteilen diesen Angriff nachdrücklich, der den Vereinbarungen sowie der Zusammenarbeit und dem Dialog mit Russland zuwiderläuft«, heißt es in der von der amtlichen Nachrichtenagentur Anadolu verbreiteten Stellungnahme.

Unklar war allerdings, ob sich der Angriff in der umkämpften Region Idlib tatsächlich gegen den Konvoi gerichtet hat. Die britische BBC etwa meldete, dass es sich um einen Einsatz ‚in der Nähe‘ der türkischen Panzerfahrzeuge gehandelt habe.“

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