Berliner Frauen Pokalmeisterschaft 2014: 1. FC Union Berlin aus Köpenick besiegt SV Blau-Weiß aus Mariendorf – Eiserne Ladies sind Aufsteiger in die 2. Frauenbundesliga Staffel Nord

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1. FC Union Berlin in der Alten Försterei beim Feiern in den Umkleideräumen des Stadion in Köpenick © 1. FC Union Berlin

Die 1. Frauenmannschaft des 1. FC Union siegte gegen den Berliner Titelverteidiger SV Blau Weiss klar mit 4:1 (2:1).

Nach dem gelungenen Aufstieg in die 2. Bundesliga durfte sich die Mannschaft von Cheftrainer Steffen Beck nach dem Abpfiff mit dem verdienten Pokalsieg über ein weiteres Saisonhighlight freuen. Der Weg für die Eisernen Ladies in das BFV-Pokalfinale führte über die Stationen Blau Gelb Berlin, Adlershofer BC, SC Borsigwalde (nicht angetreten) und FSV Spandauer Kickers. Union startete das Finale mit einer Dreierkette und bestimmte von Beginn an das Geschehen, ohne dabei zunächst gefährlich vor das gegnerische Tor zu kommen. Die erste Möglichkeit zur Führung hatte Blau Weiss Berlin, doch die gegnerische Stürmerin konnte nicht genügend Druck hinter den Ball bringen, sodass Torhüterin Ulrike Dottschadis keine Probleme hatte.

Schon vor dem Anpfiff mutmaßte Unions Cheftrainer Steffen Beck, dass es auf die Tagesform der Blau-Weißen ankäme, wie deutlich der Sieg des Favoriten aus Köpenick ausfallen würde.

Zu Anfangs ließ die gut gestaffelte Defensive des SV Blau-Weiß nur ein einziges Mal die Unionerin Julie Illmann aus den Augen, die dann aber an Mandy Zimmermann scheiterte. Der erste Konsequenz zu Ende gespielte Angriff der Mariendorferinnen hatte es in sich, als die freistehende Laura Krüger nach einer Flanke von Elena Felsch (15.) ihre Chance nicht nutzen konnte. Im Anschluss erspielte sich auch Union die erste Torchance. Der Schuss von Sabrina Mohr verfehlte aber knapp das Tor. In der 27. Minute machte es Jenny Trommer besser. Blau Weiss konnte einen Freistoß nicht entscheidend klären, die Stürmerin ließ sich die Gelegenheit nicht entgehen. Union-Goalgettererin Jenny Trommer war der Torjubel vorbehalten, als sie einen millimetergenauen Kurzpass von Julie Illmann eiskalt in die linke Ecke zur 1:0 Führung einschieben konnte.

Titelverteidiger SV Blau-Weiß verstärkte daraufhin seine Bemühungen in der Offensive.

Zunächst scheiterte Daniela Schmidt noch an Ulrike Dottschadis, dann verwirrte das Schiedsrichtergespann die Hintermannschaft der Unionerinnen. Nach einem Einwurf an der rechten Seite wurde Elena Felsch angespielt. In diesem Moment hob Assistentin Deniz Aylin Acur die Fahne. Alle Unionerinnen blieben daraufhin stehen, während Schiedsrichterin Katja Kobelt das Spiel weiterlaufen ließ, Felsch bediente die freistehende Schmidt im Strafraum, die zum 1:1 einschoss. Das Union-Team hielt sich nicht lange mit lamentierten auf, sondern setzte offensive Akzente. Die Eisernen Ladies zeigten sich in der Folge unbeeindruckt und gingen noch vor der Halbzeit erneut in Führung. Einen Freistoß aus zentraler Position schoss Marie Weidt hoch auf das Tor. Die Torhüterin machte bei diesem tückischen Ball keine gute Figur und verfehlte das herannahende Spielgerät.

Nicht einmal 180 Sekunden später führte der Favorit nach dem Distanzhammer der jungen Marie Weidt mit 2:1.

Nach der Pause spielte nur noch Union. In der 61. Minute bekam Nathalie Klefisch am Strafraum den Ball. Ihren Torschuss versuchte eine Abwehrspielerin noch zu klären, aber das Leder war zum 3:1 bereits hinter die Torlinie gerutscht. Blau-Weiß brachte nun eine zweite Stürmerin, woraufhin Trainer Steffen Beck durch den Wechsel von Sarah Hupfer für Lina Müller auf eine Viererkette umstellte. Das Spiel schien entschieden, denn Blau-Weiß kam in der Offensive weiterhin zu keinen gefährlichen Aktionen – dafür aber Union. Über Justina Krüger kam der Ball zu Jenny Trommer, die sich gegen eine Abwehrspielerin durchsetzte und den Ball ins rechte obere Eck schoss.

Mit ihrem zweiten Treffer markierte Jenny Trommer gleichzeitig den 4:1-Endstand. Am Ende war es ein auch in der Höhe verdienter Sieg für die Eisernen Ladies.

Bevor Berliner-Fußball-Verband (BFV) Präsident Bernd Schultz den Polytan-Pokal an die Union Kapitänin Dottschadis überreichte, hätte der Zweitligaaufsteiger das Ergebnis noch deutlich in die Höhe schrauben können. „Was unsere Frauen- und Mädchen-Mannschaften in dieser Saison geleistet haben, ist sehr beeindruckend und macht uns alle stolz. Wir freuen uns mit ihnen und gratulieren ganz herzlich zu einem großartigen vierfachen Pokaltriumpf, der eine tolle Frauenfußball-Saison bei Union krönt“, würdigte Union-Präsident Dirk Zingler die erfolgreiche Arbeit der Frauen- und Mädchenabteilung. Am Abend feierten die Eisernen Ladies noch ein wenig, bevor sich die diesjährigen Zweitligaaufsteigerinnen für zwei Wochen in die Sommerpause verabschiedeten.

Der Trainingsauftakt zur neuen Saison wird am 14. Juli stattfinden.

So spielten sie im Berliner Poststadion:

SV Blau Weiß Berlin – 1. FC Union Berlin 1:4 (1:2)

SV Blau-Weiß Berlin: Zimmermann – Engler, Bretag, Seidemann, Hess – Felsch, Würtz, Wenk (63. Elsen), Hellenbrandt – L. Krüger, (84. Primann), Schmidt

1. FC Union Berlin: Dottschadis – Ahlswede, Braumann, Görsdorf – Weidt (72. Böhm), Illmann – J. Krüger, Klefisch, Mohr – Trommer, Müller (63. Hupfer)

Tore: 0:1 (27.) Trommer, 1:1 (38.) Schmidt, 1:2 (41.) Weidt, 1:3 (62.) Klefisch, 1:4 (65.) Trommer

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