Benny Gantz darf jetzt statt Bibi Netanjahu versuchen, eine Regierung für den Staat Israel zu bilden

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Benjamin „Benny“ Gantz bei einer Übung im Mai 2011 als Generalstabschef der Streitkräfte Israels. Quelle: Wikimedia, Israel Defense Forces - Chief of Staff Trains with Soldiers at Paratrooper Exercise, CC by 2.0

Jerusalem, Israel (Weltexpress). Benjamin (Bibi) Netanjahu musste gestern sein Scheitern bei der Bildung einer Regierung für den Staat Israel eingestehen.

Nun will Staatspräsident Re’uwen Rivlin mit Benjamin (Benny) Gantz dem Herausforderer des amtierenden Ministerpräsidenten den Auftrag zur Regierungsbildung erteilen.

Laut „Spiegel-Online“ (21.10.2019) unter der Überschrift „Israel – Netanyahu scheitert mit Regierungsbildung und gibt Mandat zurück“ solle Gantz „dafür vier Wochen Zeit bekommen“.

Netanjahus Likud kam bei der Wahl am 17. September 2019 auf 32 Sitze, Gantz‘ Liste Blau-Weiß bekam einen Sitz mehr und also 33 Sitze. Eine Einheitsregierung dürfte Gantz genauso wenig hinbekommen wie Netanjahu.

Bibi und Benny werfen sich seit Wochen Blockaden bei der Regierungsbildung vor. Warum sollte das mit umgekehrten Vorzeichen beim Mandat anders werden?

„Außerdem hatte Netanjahu, der bereits seit 2009 Ministerpräsident ist, direkt nach der Wahl einen Block mit den rechten und religiösen Parteien gebildet“, teilt der „ORF“ (21.10.2019) unter „Israel – Netanjahu scheitert mit Regierungsbildung“ mit und bestehe darauf, „diese in ein Regierungsbündnis aufzunehmen. Ganz strebt jedoch eine säkulare Große Koalition an“ und zwar ohne den wegen  wegen Korruptionsvorwürfen angeklagt Netanjahu.

Die Situation scheint festgefahren und vorerst nur an der Wahlurne oder durch das Ableben entscheidender Persönlichkeiten lösbar.

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