Auch Millennials legen Wert auf ein eigenes Auto – Ford-Studie: Junge Leute wollen auch im Fahrzeug vernetzt sein

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© Ford
So hat beispielsweise Ford das Marktforschungsunternehmen PSB Research damit beauftragt, die Einstellung von über 2000 Konsumenten in Deutschland zum Thema Automobil und Mobilität genauer zu beleuchten. Darunter waren über 1000 Millennials – so werden die heute 18- bis 34-Jährigen, die Kinder des digitalen Zeitalters, bezeichnet. Sie brauchen ihre Smartphones und soziale Netzwerke, um mit Familie, Freunden und Bekannten Kontakt zu halten.

Doch die meisten wissen auch, dass digitale Freundschaften allein nicht die Bringer sind – Freunde muss man auch treffen. Immerhin geben 79 Prozent der Millennials an, dass sie reisen müssen, um ihre Freunde zu sehen. Und 57 Prozent sagen, dass ihre sozialen Kontakte ohne Auto leiden würden. Gut zwei Drittel fahren mindestens einmal pro Woche mit dem Auto zu Freunden – in der Generation der über 34-Jährigen ist es gerade einmal 44 Prozent der Befragten.

Wichtigstes Ergebnis und Aufatmen in der Branche: Autos sind auch aus dem Alltag der Millennials nicht wegzudenken. „Die automobile Begeisterung junger Menschen ist ungebrochen. Für 73 Prozent der Befragten ist das eigene Auto ein Meilenstein auf dem Weg ins Erwachsenenleben“, betont Wolfgang Kopplin, Managing Director Marketing und Vertrieb bei Ford Deutschland.

Allerdings wird sich die Rolle des Fahrzeugs vom Fortbewegungs- und Transportmittel zum Socializing-Instrument wandeln. Fahrspaß drückt sich für Millennials vor allem darin aus, gemeinsam mit Freunden unterwegs sein und im Auto Musik hören zu können. Die Bereitschaft zu Carsharing-Modellen ist nicht allzu groß: Nur 37 Prozent der Millennials und 28 Prozent der Generation der über 34-Jährigen können sich eine solche Mobilität vorstellen. Für die meisten jungen Menschen ist es nach wie vor sehr erstrebenswert, ein eigenes Auto zu besitzen. 64 Prozent der Befragten sagen sogar, dass ihr Auto ihre Persönlichkeit besser zum Ausdruck bringt als zum Beispiel ein Smartphone. 

Mit Blick auf die Markenwahl geben 58 Prozent der Millennials an, dass die Automarke ihre Persönlichkeit repräsentieren müsse. Markenpräferenz und Kaufentscheidung werden dabei stark vom Elternhaus beeinflusst: Mehr als zwei Drittel der unter 35-Jährigen würden sich für ein Fahrzeug der Marke entscheiden, das auch die Eltern fahren. Jeder Zweite der unter 35-Jährigen würde aber das Erscheinungsbild ihres Autos gern individuell gestalten und legt gesteigerten Wert darauf, dass die Autos möglichst sparsam unterwegs sind. 43 Prozent der Millennials geben an, dass für sie die Marke und die Herkunft des Herstellers wichtig sind. Nur 16 Prozent wollen sich auf deutsche Autos festlegen. Das Design des Autos spielt für die meisten Jüngeren eine wichtige Rolle – es muss vor allem cool und topaktuell sein. 
Während Ältere mit dem Autofahren eher ein Status- oder Autonomiegefühl verbinden, stehen für viele Millennials die Gestaltung des Fahrzeuginnenraums sowie die dort verfügbaren Technologien im Vordergrund. Für 90 Prozent von ihnen ist es wichtig, dass sie auch im Auto mit Smartphone, iPod und anderen elektronischen Geräten vernetzt sein können und auf eine individuell zusammengestellte Musikauswahl zurückgreifen können.

„Für die Millennials geht es dabei um eine nahtlose Fortführung ihres ‚digitalen Lebensstils‘ auch im Auto. Das vernetzte Auto wird in den kommenden Jahren zu einem bestimmenden Thema für die Automobilindustrie werden. Die entsprechende Vernetzung von Fahrer, In-Car-Technologien, intelligenten Endgeräten und dem Internet rückt damit noch stärker in den Fokus“, bestätigt Reinhard Zillessen, Marketing Direktor bei Ford Deutschland. Auch vor diesem Hintergrund blickt Ford optimistisch in die Zukunft: Bereits vor sechs Jahren hat der Hersteller gemeinsam mit Microsoft ein vernetztes Auto präsentiert. 

Das damals neu entwickelte System „Sync“ mit einer kompletten Plattform für Unterhaltung, PC-Funktionen und Internet-Zugang bot dem Autofahrer bereits die Möglichkeit, E-Mails zu empfangen, Musik herunterzuladen und Daten zu speichern. Und auf diesem Weg geht Ford konsequent weiter. So wird daran gearbeitet, das Armaturenbrett in eine Art Smartphone oder Tablet zu verwandeln – in eine Plattform für App-Entwickler.

Im Vergleich zu Apps auf dem iPhone haben native Apps im Auto einige Vorteile. So sind Smartphones nicht geeignet, während der Fahrt bedient zu werden.  Touchscreens im Auto sind größer, und der Autohersteller kann festlegen, wozu sie genutzt werden. Sprachsteuerung oder Symbolgröße erhalten im Auto eine neue Bedeutung. Hier geht es nicht nur um bequeme Bedienung oder schicke Effekte, sondern um möglichst wenig Ablenkung. Auto-Apps können zudem Daten direkt aus dem Auto auslesen, die das Smartphone nicht erhält – Benzinverbrauch oder Motortemperatur beispielsweise.

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