Anthony Hopkins verschläft seinen Oscar – Und das ist gut so!

Allerlei unechte Oscars. Quelle: Pixabay, Foto: analogicus

Los Angeles, VSA (Weltexpress). Ausgezeichnet wurde am Sonntag in Los Angeles die Eigentümer des Straßenfilms „Nomadland“. Sie erhielten einen Oscar genannten Preis für den Besten Film der 93. Verleihung. Zudem erhielt die Schauspielerin Chloé Zhao den Preis für die Beste Regie. Frances McDormand, mittlerweile 63 Jahre alt, erhielt den Preis für die Beste Hauptdarstellerin.

Dahinter folgen die Filme „Mank“, „The Faster“, „The Soud of Metal“, „Judas and the Black Messiah“ und „Soul“ mit jeweils zwei Preisen.

Anthony Hopkins, mit 83 Jahren noch viel älter, erhielt den Oskar als Bester Hauptdarsteller in „The Father“. Er spiele Honig im Hirn. Der demente Joseph Biden, der den Präsidenten und Oberbefehlshaber der VSA spielt, wird wohl noch wissen, was ich meine.

Yuh-Jung Youn, immerhin schon 73 Jahre alt, erhielt den Oscar als Beste Nebendarstellerin in „Minari – Wo wir Wurzeln schlagen“ und irgendwie auch für ihr Lebenswerk.

Als Bester Nebendarsteller wurde Daniel Kaluuya, die in „Judas and the Black Messiah“ mitspielte, ausgezeichnet. Kaluuya gilt als Engländer oder Brite, aber wer gilt nicht mittlerweile als Engländer oder Brite.

Der sogenannte Auslands-Oscar aber ging an die Filmemacher von „Der Rausch“, der als dänischer Film gilt.

Den Drehbuch-Oscar erhielt Emerald Fennell für „Promising young woman“. Den Spachtel-und-Schnipsel-Oscar bekamen Sergio Lopez-Rivera, Mia Neal und Jamika Wilson für den Trallalafilm „Ma Rainey‘s Black Bottom“, der auch als Biopic gilt, denn die Erzählung dreht sich um Ma Rainey, eine Sängerin. Offensichtlich ist der Streifen auch ein Kleiderfilm, der Ann Roth wurde mit dem Klamotten-Oscar für die Kostüme dieses Films ausgezeichnet.

Erik Messerschmidt bekam als Kameramann des Films „Mank“ einen Oscar und Mikkel E.G. Nielsen als Schnitter für „Sound Of Metal“.

Der Filmmusik-Oscar ging an Trent Reznor, Atticus Ross und Jon Batiste für „Soul“, der Filmsong-Oscar an H.E.R. (Gabriella Wilson, Dernst Emile II, Tiara Thomas) für „Fight For You“ („Judas And The Black Messiah“).

Donald Graham Burt und Jan Pascale erhielten für den Film „Mank“ den Produktionsdesign-Oscar.

Der diesjährige Ton-Oscar wurden an Nicolas Becker, Jaime Baksht, Michelle Couttolenc, Carlos Cortés und Phillip Bladh für „Sound Of Metal“ überreicht. Visuelle Effekte: Andrew Jackson, David Lee, Andrew Lockley und Scott Fisher für „Tenet“

Der Beste Animationsfilm solle „Soul“ von Pete Docter und Dana Murray gewesen sein, der BesteAnimations-Kurzfilm hingegen „If Anything Happens I Love You“ von Will McCormack und Michael Govier. Die Genannten bekamen die entsprechenden Oscars.

Bester Dokumentarfilm der 93. Oscar-Verleihung ist „My Octopus Teacher“ von Pippa Ehrlich, James Reed und Craig Foster, Als Bester Dokumentar-Kurzfilm gilt nun „Colette“ von Anthony Giacchino und Alice Doyard und der Kurzfilm-Oscar ging an „Two Distant Strangers“ von Travon Free und Martin Desmond Roe.

Dass fast alle Filme ein Topf voll Scheibenkleister sind und die Veranstaltung ein Spektakel im Reich der Reklame in einer Welt der Ware, das wissen Kenner und Kritiker.