Alternative für Deutschland – Anti-Euro-Partei am Start

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Auszug aus einem Screenshot der Startseite der Website Alternativefuer.de vom 16.094.2013. © WELTEXPRESS

Die zentrale Forderung der neuen Partei, die wie die FDP offensichtlich eine der Besserverdienenden ist, ist die Abschaffung des Euro, wie er sich derzeit darstellt, und als Alternative die Rückkehr zur D-Mark. Damit hat D-Mark-Deutschland endlich eine Partei der Euro-Skeptiker, die – keine Frage – keine Europa-Gegner sind, aber eher einem Kerneuropa das Wort reden bzw. einem Währungsverbund der "reichen Nordländer", statt die "arme Südländer" weiter zu alimentieren.

Wie RIA Novosti berichtet, seien beim Gründungskongress 1500 Mitglieder anwesend gewesen. Insgesamt hat die eurokritische Partei derzeit mehr als 7500 Mitglieder. Laut Meinungsumfragen kann die AfD bei den kommenden Bundestagswahlen rund 25 Prozent der Stimmen bekommen. Dagegen sind jedoch die meisten Politologen der Ansicht, dass die AfD sehr wenig Chancen hat, den Sprung in den Bundestag zu schaffen, und nicht als Konkurrent betrachtet zu werden braucht.

Dennoch kann allein schon die Teilnahme der AfD an den Bundestagswahlen gefährlich werden. Laut dem Parteienforscher Oskar Niedermayer könnte die Partei Einfluss auf die Zusammensetzung des neuen Bundestages haben, selbst wenn sie nur zwei Prozent erreichen sollte. Würde sie zum Beispiel Stimmen von FDP-Wählern bekommen, könnte möglicherweise die FDP den Einzug in den Bundestag verpassen, sagt Niedermayer.

In dem auf dem Gründungskongress beschlossenen Wahlprogramm ist die wichtigste Forderung der Partei festgeschrieben – die Wiedereinführung der D-Mark darf kein Tabu sein. „Jedes Volk muss demokratisch über seine Währung entscheiden dürfen“, heißt es in dem Dokument.

Eine Korrespondentin der Zeitung „Nowyje Iswestija“ fragte Mitglieder der neuen Partei, ob sie es nicht bedauern würden, falls die EU tatsächlich zerfällt, wie es einst mit der Sowjetunion geschah. Laut der AfD-Sprecherin Dagmar Metzger ist die Partei nicht gegen die EU, sondern gegen die Eurozone in ihrer jetzigen Form. „Die Einführung der europäischen Währung war ein historischer Fehler“, sagte Metzger. Die Position der Partei bestehe darin, dass die europäische Währung Europa nicht vereinige, sondern hingegen auseinanderbringe. Das Herangehen der Partei zu diesem Problem werde von verschiedenen Schichten unterstützt – von Arbeitern, Beamten, Unternehmern und Wissenschaftsexperten. Auch im EU-Parlament gebe es Anhänger dieser Ideologie. Sie sagen dies aber noch nicht offen, so Metzger.

Laut Konrad Adam, Vorstandsmitglied der AfD, ist in der Gesellschaft die Notwendigkeit einer offenen Diskussion über die Rettung der EU-Wirtschaften herangereift.

https://www.alternativefuer.de

Mit Material von RIA Novosti.

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