Winter-Universiade – Historisch bestes Abschneiden für deutsche Mannschaft

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Hasenpower im türkischen Erzurum: Die Skicrosserinnen Julia und Christina Manhard
Dieburg (Weltexpress) - Am Sonntag, den 06. Februar 2011 ging die 25. Winter-Universiade in Erzurum zu Ende. Die deutsche Mannschaft hatte jeden Grund zu feiern: Noch nie zuvor hatte ein adh-Team so viele Medaillen errungen wie in diesem Winter. Mit drei Mal Gold, drei Mal Silber und ein Mal Bronze erreichte die deutsche Mannschaft erstmals in der Geschichte der Winter-Universiade eine Top-Ten-Platzierung (neunter Platz) in der Nationenwertung.

Neuer Nationenrekord

Vom 27. Januar bis 06. Februar richteten sich Millionen Augen aus aller Welt auf Erzurum. 2.457 Teilnehmende aus 52 Nationen waren nach Ostanatolien gereist, um in elf Sportarten an den Weltspielen der Studierenden teilzunehmen. Damit war diese Universiade nach der Winter-Universiade 2007 in Turin (2.806 Teilnehmer) die zahlenmäßig größte FISU-Wintersportveranstaltung aller Zeiten. Außerdem wurde ein neuer Nationenrekord aufgestellt, was die wachsende internationale Bedeutung der Winter-Universiade als weltweit größte Wintersportveranstaltung nach den olympischen Winterspielen unterstreicht.
Nicht nur die Quantität, auch die Qualität der Veranstaltung überzeugte. „Die Wettkampfstätten befanden sich auf höchstem internationalem Niveau und sind mit den Standards bei Weltcups sowie Welt- und Europameisterschafen zu vergleichen“, resümierte adh-Delegationsleiter Roland Joachim. Betrachtet man die Startfelder der elf angebotenen Sportarten, so waren sie quantitativ und qualitativ hervorragend besetzt. In nahezu allen Sportarten mit deutscher Beteiligung bewegte sich das Niveau der Starterfelder auf B-Weltcup-Niveau. In der Spitze der einzelnen Wettbewerbe befanden sich darüber hinaus stets mehrere Aktive mit A-Weltcuperfahrung.

21 studentische Spitzensportler aus Deutschland

Der Vorstand des Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverbandes (adh) hatte 21 Aktive (elf Frauen und zehn Männer) sowie 14 Betreuende für die Winter-Universiade nominiert. Wie auch bei den letzten Universiaden konnte exakt die Zielgruppe der Nachwuchsathleten angesprochen werden, was sich in dem sehr jungen Altersdurchschnitt von 23,7 Jahren zeigte. Die deutschen Athletinnen und Athleten starteten in den Sportarten Biathlon, Curling, Eiskunstlauf, Langlauf, Nordische Kombination, Ski Cross, Skisprung und Snowboard. Elf der 21 Sportler sind Mitglied im Bundeskader ihres Fachverbandes.

Erfolgreichste Winter-Universiade für deutsches Team

Die deutsche Mannschaft überzeugte bei der Winter-Universiade rundum. Noch nie zuvor hatte ein adh-Team so viele Medaillen errungen wie in diesem Winter. Mit drei Mal Gold, drei Mal Silber und ein Mal Bronze erreichte die deutsche Mannschaft erstmals in der Geschichte der Winter-Universiade eine Top-Ten-Platzierung (neunter Platz) in der Nationenwertung. Dies stellt eine deutliche Verbesserung gegenüber den Vorjahren 2007 (19. Platz) und 2009 (14. Platz) dar. Eine Goldmedaille konnte sich neben den Snowboardern Konstantin Schad und Selina Jörg auch Christina Manhard im Skicross sichern. Silber ging an den Nordischen Kombinierer Steffen Tepel, die Biathletin Franziska Hildebrand und die Skicrosserin Julia Manhard, Bronze an die Biathletin Stefanie Hildebrand. Neben den sieben Medaillen holten sich die deutschen Athletinnen und Athleten sechs Mal eine Platzierung unter den besten Acht und weitere vier Mal Platz Zwölf und besser. Zieht man die Grenze für die "Endkampfplatzierung" bei Platz Acht, so haben drei Viertel aller deutschen Aktiven diese adh-Vorgabe erfüllt.

Ein großer Erfolg in allen Belangen

adh-Sportdirektor Thorsten Hütsch freut sich über die hervorragenden Leistungen sowie die Spitzenplatzierungen des deutschen Teams: „Die 25. Winter-Universiade war in allen Belangen ein großer Erfolg für den adh und seine Mitgliedshochschulen. In Zusammenarbeit mit den zuständigen Sportfachverbänden konnte erneut ein hochklassig besetztes und hoch motiviertes Team entsandt werden. Die Verbesserung der Studienbedingungen für studierende Spitzensportler sowie die intensive und kontinuierliche Zusammenarbeit mit den Fachverbänden haben maßgeblich zu einer Stabilisierung der sportlichen Ergebnisse beigetragen und werden auch künftig der Schlüssel zum Erfolg sein.

Das größte Lob gebührt jedoch den Aktiven, die durch ihre spitzensportliche Einstellung und Vorbereitung sowie ein durchweg professionelles Verhalten vor Ort diesen Gesamterfolg ermöglicht haben.“

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