Über „Natural Horsmanship“ und „die Wahrheit über unsere Beziehung zum Pferd“ – Uwe Weinzierl im Weltexpress-Exklusivinterview

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Uwe Weinzierl © Uwe Weinzierl, Foto: Tanja van Uden
Hamburg, Deutschland (Weltexpress). Bernd Paschel sprach mit Uwe Weinzierl auf der Pferdemesse über das Thema „Natural Horsmanship“. Alles begann 1991, als der bis dato in Berlin lebende Kabarettist und Bühnenautor eigentlich nur einen ruhigen Ort zum Schreiben suchte. Er erwarb in Mansbach ein leer stehendes Fachwerkhaus und entdeckte im zarten Alter von 33 Jahren seine […]

Hamburg, Deutschland (Weltexpress). Bernd Paschel sprach mit Uwe Weinzierl auf der Pferdemesse über das Thema „Natural Horsmanship“. Alles begann 1991, als der bis dato in Berlin lebende Kabarettist und Bühnenautor eigentlich nur einen ruhigen Ort zum Schreiben suchte. Er erwarb in Mansbach ein leer stehendes Fachwerkhaus und entdeckte im zarten Alter von 33 Jahren seine Liebe zu den Pferden. Drei Jahre später eröffnete er den Pferdehof ArhönA. Mittlerweile lebt Uwe Weinzierl in dem Pferdeparadies Neu Drefahl in Mecklenburg und ist gefragt bei Pferde-Shows und Ausbilder für Trainer in Natural Horsemanship. Der Umgang mit traumatisierten Pferden ist ein Schwerpunkt seiner Arbeit.

Paschel: Lieber Uwe, wir sind hier in Hamburg auf der Pferdemesse Hansepferd 2016, wo du schon zwei Vorführungen „So erfahren wir die Wahrheit über unsere Beziehung zum Pferd“ mit Freiheitsarbeit am Boden als auch auf dem Pferderücken hinter Dir hast. Bist Du zufrieden mit Deinen Vorführungen?

Weinzierl: Ja, ich bin zufrieden. Ich habe ja als Szene-Kabarettist Erfahrung gesammelt mit Publikumsbeschimpfung, die konsummierbar ist. Ich erhebe nicht den moralischen Zeigefinger, sondern bringe die Leute zum Lachen über meine und ihre eigene Blödheit und das macht immer noch diebischen Spaß, und wenn auf so einer Konsummesse ein bisschen Information über den anderen Umgang mit Pferden rüberkommt, dann ist das doch ein bisschen mehr als nichts.

Paschel: Wenn ich ehrlich bin: „Mich erschlägt hier die Masse an Produkten rund um das Pferd, Die Pferde, die mit gutem Heu und Gräsern gesund leben und deren Freiheit mit minimalem Equipment, das Du in Deinen Vorführungen demonstrierst, zufrieden sind, werden vermarktet, sehr häufig unter Inkaufnahme ihres Wohlbefindens und der Gesundheit.“

Weinzierl: Gerade deshalb ist es wichtig, auf solchen Veranstaltungen zu zeigen, dass es auch anders geht. Ich sage den Leuten, Ihr braucht den ganzen Scheiß hier nicht,was ihr an unserm Stand nicht erwerben könnt, das ist überflüssiger Tand und erfüllt nur die Funktion, das schlechte Gewissen zu beruhigen, das daher rührt, dass man sein Pferd wie einen Gefangenen hält.

Paschel: Du hast spätestens als Gewinner des 1. Internationalen Verlade-Wettbewerbs der Equitana 2011 auch in den traditionellen Sportreiter-Kreisen Anerkennung gefunden, weil viele der selbsternannten Pferdekenner Probleme haben, ihr Pferd gewaltfrei in den Hänger zu bringen, wenn sie zum Turnier fahren wollen. Jetzt hast Du vier DVD’s produziert, in denen Du die Gewaltfreiheit in der Pferde-Mensch Kommunikation kritisch unter die Lupe nimmst.

Das Problem Verladen steht nur exemplarisch für eine Fehlentwicklung im Umgang mit dem Pferd.

Weinzierl: In der Not frisst der Teufel Fliegen und wenn gar nichts mehr geht, kommt man dann zu mir oder anderen Horsemanship-Kollegen, aber von Anerkennung in Sportreiter-Kreisen ist das weit entfernt. Für das Gros dieser Menschen sind wir immer noch Seilchenschwinger, die so viel Bodenarbeit machen, weil sie sich nicht rauftrauen.

Andererseits ist unübersehbar, dass das Horsemanship, seitdem es von Monty Roberts und Pat Parelli in Europa bekannt gemacht wurde einen wahrhaften Siegeszug angetreten hat. Der Überdruss an den Werten der Konsumgesellschaft, die Leere die, der entfesselte Raubtier-Kapitalismus in den Individuen erzeugt schreit nach Auswegen und die werden gerne in der Natur und auf dem Land gesucht. Und stellt sich diese als Streichelzoo vor. Und erhofft sich von unsereins, dass alles nur und ausschließlich mit Streicheln geht.

Paschel: Deine DVD’s sind sehr professionell gemacht und empfehlenswert für Reit-Interessierte aller Schattierungen.

Als Sportpädagoge und -wissenschaftler interessiert mich mehr die Dialektik Deiner Philosophie: Wie Du selbst sagst, neigst Du zum Provozieren, aber Du gehst gleichzeitig mit gutem Beispiel voran.

Weinzierl: Darin sehe ich keinen Widerspruch…Ich hab schon im Kabarett gesagt: Ich schreie das alles raus, weil ich sonst ersticke, nicht, weil ich glaube, damit irgendwas zum Besseren zu wenden. IN der Pferdearbeit ist das genauso: Ich mache das, woran ich glaube und wenn es anderen hilft ist das ein erwünschter Nebeneffekt.

Paschel: Du sprichst vom Spiel des Menschen als Pferd unter Pferden, gleichzeitig nennst Du die Tätigkeit des Pferdes „Arbeit am Fließband“. Schließt nicht das Spiel die Arbeit aus?

Das Spiel, schafft Abwechselung für Mensch und Pferd, Neu Drefahl, BU Paschel 2011, © Weinzierl, Foto: van Uden
Das Spiel, schafft Abwechselung für Mensch und Pferd, Neu Drefahl, BU Paschel 2011, © Weinzierl, Foto: van Uden

Weinzierl: Pferde arbeiten nicht, Arbeit ist eine der vielen schlechten Angewohnheiten des Menschen. Wenn ich in der Roundpen-Arbeit von der “Arbeit am Fließband” spreche, dann, um den Menschen Bilder aus ihrer eigenen Erlebenswelt zu geben, die es ihnen leichter machen, die einzelnen Stationen der Ausbildung im Roundpen zu erinnern. Und wenn ich mich als Chef und das Pferd als Mitarbeiter bezeichne will ich darauf aufmerksam machen, dass es auch eine Art von Missbrauch ist, sein Pferd als Kind- oder Partnerersatz zu instrumentalisieren.

Paschel: Du strebst Teamarbeit mit dem Pferd an, aber unter Deiner Führung. Deine Vision des Beziehungsgefüges Mensch-Pferd ist der Assistent an Deiner Seite, rechte und linke Hand des Chefs. Geht es nicht gleichberechtigt?

Weinzierl: Parelli sagt: „Mein Pferd und ich haben eine gemeinsame Firma, aber ich halte 51% der Aktien.“ Schöner kann man es kaum ausdrücken. Wer will denn vor einer Bundesstraße mit seinem gleichberechtigten Partner diskutieren, ob Anhalten jetzt wirklich die richtige Entscheidung ist.

Paschel: Emotionale Bewertungen über Pferde willst Du draußen lassen, aber an anderer Stelle definierst Du Natural Horsemanship (NHS) als die vom Instinkt geleitete Gemeinschaft zwischen Mensch und Pferd. Liegt Instinkt nicht nahe bei der emotionalen Intelligenz?

Weinzierl: Du bist ein Schlaumeier, mich auf diese Fährte zu locken….

Dass Akademiker immer so komplizierte Fragen stellen müssen… Und mich dann auch noch falsch zitieren. Es gibt keine vom Instinkt geleitete Gemeinschaft zwischen Mensch und Pferd. Es gibt nur das vom Instinkt geleitete Misstrauen des Pferdes gegenüber dem Menschen, weil wir eben natürliche Feinde sind, Fluchttier versus Raubtier. Aber wir können uns wie ein Pferd benehmen und dann tritt dieser Instinkt in den Hintergrund und es entsteht eine Gemeinschaft. Und jetzt zu den Emotionen:

Ich kann es nicht mehr hören, wenn Leute mir erzählen wie Ihr Pferd sich grade fühlt. Deswegen sage ich: Lasst die Emotionen – es sind ja meist eure Projektionen – raus und sagt mir, was das Pferd grade tut, was ihr sehen könnt, was jeder andere auch sehen kann und verschont mich mit Euren Interpretationen.

Paschel: Der Roundpen schränkt die Bewegungsfreiheit des Pferdes extrem ein, gleichzeitig ist es der Weg in die Freiheit. Liegt das nicht auch an der Bequemlichkeit der ReiterInnen, die sich lieber tragen lassen als sich selbst zu bewegen?

Weinzierl: Der Roundpen, der Reitplatz, die Weide, alles das sind Einrichtungen für Menschen, um den Bewegungsradius des Pferdes zu verkleinern. Es ist nicht Faulheit, wenn wir auf einer kleinen Fläche mit den Pferden arbeiten sondern die Einsicht, dass wir es an Kraft und Ausdauer mit unsern Vierbeiner nicht aufnehmen können.

Wenn im kleinen Rahmen geklärt ist, wer wen führt, dann kann man sich auch im größeren Rahmen frei bewegen, und wenn man es sich konsequent erarbeitet hat, kann man sein Pferd auch auf der Hansepferd frei neben oder hinter sich herlaufen lassen

Da hast Du Recht, auf einem Reitplatz oder eine Koppel müsste der Mensch sich viel mehr bewegen und wäre letztlich dem Pferd auch an Schnelligkeit unterlegen.

Bewegung ist gesund für Pferd und Mensch , Neu Drefahl, BU Pasche,l, © Weinzierl: Foto: van Uden
Bewegung ist gesund für Pferd und Mensch , Neu Drefahl, BU Pasche,l, © Weinzierl: Foto: van Uden

Paschel: An einer Stelle sagst Du, dass Du zum Prinzipienreiter wirst – das bist Du nicht aus meiner Sicht.

Im Umgang mit den Pferden hat die Offenheit schon aus Sicherheitsgründen Grenzen und Handwerk wie auch Methodik braucht jeder Reiter und die ist in der Reiterei aus meiner Sicht der Sportpädagogik immer noch sehr bescheiden und hausbacken.

Deine didaktischen Lehrsequenzen haben da eine andere Qualität als der lehrerzentrierte Reitunterricht im Viereck.

Weinzierl: Ich spiele halt gerne- auch mit Worten. Prinzipinereiter hat mir gefallen, weil es so negativ besetzt ist. Ich bin gegen Prinzipien, die ich nicht verstehe, aber ich denke, es geht nicht ohne Prinzipien. Ist das schon Dialektik?

Ich nenne meine Kurse “Spielregeln für Alphatiere” und darum geht es: Die Spielregeln der Natur zu kennen und anzuwenden.

Paschel: Seil und Halfter kommen bei Dir jetzt an zweiter Stelle nach der Roundpen-Arbeit.

Sind die Geschichten im Roundpen nicht überwiegend Erweiterungen des bekannten Join-Up’s von Monty Roberts, also zurück zu den Wurzeln?

Weinzierl: Es gibt für mich nichts Geileres in der Pferdearbeit, als ein Pferd mental an mich zu binden und das geschieht im Roundpen oder auf einem Reitplatz- je nachdem wie fit man ist- in größtmöglicher Freiheit. Monty Roberts kam mit seinen Shows als erster hierher und hat uns für diese Möglichkeiten die Augen geöffnet. Inzwischen sind zwei Jahrzehte vergangen und wir haben viele Nuancen der Freiheitsarbeit kennengelernt. Für mich ist es die Königsdisziplin.

Freiheitsarbeit in der freien Natur ist die Königsdisziplin,, Neu Drefahl, BU Paschel, ©Weinzierl, Foto: van Uden
Freiheitsarbeit in der freien Natur ist die Königsdisziplin,, Neu Drefahl, BU Paschel, ©Weinzierl, Foto: van Uden

Paschel: Du weist darauf hin, dass der Kopf des Pferdes ein sehr empfindliches Körperteil ist, wo alle Sinnesorgane zusammenlaufen. Wie sehr haben Dich die Forschungen von Prof. Cook zum Gebiss beeinflusst?

Weinzierl: Gar nicht, weil ich nichts von ihm gelesen habe, ich lese überhaupt keine Fachliteratur. Ich unterhalte mich mit Kollegen, schaue ihnen zu und lebe mit meinen Pferden. Als Parelli kam mit seinem Knotenhalfter uns uns allen gezeigt hat, was möglich ist und worum es geht, habe ich sofort alle Gebisse verbnnt und hatte nie mehr das Bedürfnis eines zu benutzen. Ich bin womöglich ein Cook- Jünger und weiss es gar nicht. Ob das Eisen im Maul prinzipiell schlecht ist für die Anatomie oder nicht, kann ich nicht beurteilen, aber ich kenne kaum jemanden mit dem Gebiss hantieren, der nicht das Bedürfnis in mir weckt, es ihm wegzunehmen. Bei mir darf niemand mit Gebiss reiten.

Paschel: Boxenhaltung nennst Du mittlerweile Einzelhaft. Leider gibt es nicht überall so große Koppeln wie in deiner neuen Heimat Drefahl.

Weinzierl: Einzelhaft? Hab ich dieses Verbrechen Einzelhaft genannt? Was für eine Verharmlosung. Es ist Isolationsfolter und wird nach der Revolution als erstes verboten!

Im Ernst: Wenn ein Pferd 12 h draußen mit seinen Artgenossen, kann es ein Einzelzimmer genießen. Nur zur Arbeit mit dem Menschen seine Box verlassen zu dürfen und keinen Kontakt zu Artgenossen zu ermöglichen, ist wirklich unter aller Sau.

Die Boxenhaltung bei Pferden bewirkt das gleiche wie Gefängnis bei Menschen, die Aggressionen stauen sich auf und…

Paschel: Es gibt in Deiner Arbeit viele Übereinstimmungen mit Pat Parelli. Eines ist mir erst jetzt richtig klar geworden, nämlich das Prinzip von Annäherung und Rückzug. Es hat etwas damit zu tun, dass wir uns als Mensch schwer tun dabei, als Raubtier in die Rolle des Flucht- und Beutetieres zu gehen.

Das Raubtier in uns beißt eben zu, wenn es sich angenähert hat. Nicht zu beißen, hieße in dieser Situation „Triebverzicht“ zu üben, eine Fähigkeit des Menschen, die nach Sigmund Freud eigentlich Grundlage vieler kultureller Errungenschaften ist.

Wenn wir dem Verhaltensforscher und Psychologen Prof. Meyer und dem Veterinärmediziner und Verhaltensforscher Prof. Cook folgen, ist die Reiterei von barbarischen Ritualen aus dem Militär und Werkzeugen aus der Steinzeit bestimmt.

Weinzierl: Darf ich mich auch Professor nennen, wenn ich dem zustimme?

Von all den Genannten kenne ich nur Pat Parelli und er stimmt weitgehend mit meinen Lehren überein, weil ich seine weitgehend übernommen habe. Ich höre oft in meinen Kursen: Ich hab auf youtube den Parelli gesehen, er macht es ja genau wie Du… Es ist natürlich genau umgekehrt.

Paschel: Du sagst auch, dass Du aus Deiner langen Erfahrung heraus zur Tragfähigkeit und zum Formen des Pferdes von den klassischen Prinzipien der Ausbildungsskala Abstand genommen hast und die natürliche Bewegung des Pferdes und seine Trainierbarkeit in seiner ursprünglichen Natur bevorzugst.

Weinzierl: Auch hier wieder Parelli: Ich arbeite am Geist meines Pferdes und lasse den Körper folgen.

Paschel: Du bist da in guter Gesellschaft, denn auch Prof. Meyer unterscheidet in seiner kritischen Betrachtung der Ausbildungsskala zwischen drei Stadien 1. dem Basisstadium, 2. dem Gebrauchsstadium und 3. dem Stadium der athletischen Gymnastifizierung. Wir sehen, dass im der athletischen Gymnastifizierung sehr viel Missbrauch betrieben wird, wie es im Spitzensport auch beim Menschen geschieht. Das haben anerkannte Veterinärmediziner und Insider wie Dr. Heuschmann bei Sportpferden nachgewiesen. Der Spitzensport hat leider viel Vorbildfunktion in seinen positiven wie negativen Extremen bis hin zum Doping.

Vielleicht ist Wettkampfsport mit Hilfe von Tieren der falsche Weg?

Weinzierl: Wird nach der Revolution ja auch verboten…

Klar ist: Wer seinen eigenen Körper ausbildet, strapaziert, verformt oder dopt, soll das machen können, wie er lustig ist. Aber er soll andere aus dem Spiel lassen.

Paschel: Lass uns noch auf Dein Spezialgebiet das Verladen im Hänger kommen. „Der Engpass aller Engpässe ist der Hänger.“

Uwe Weinzierl und Natascha Spegt, rückwärts in den Hänger gelingt nur, wenn das Pferd seinem Reiter absolut vertraut, Open Air Equitana, Neuss, BU Paschel 2012. © Weinzierl, Foto: Tanja van Uden
Uwe Weinzierl und Natascha Spegt, rückwärts in den Hänger gelingt nur, wenn das Pferd seinem Reiter absolut vertraut, Open Air Equitana, Neuss, BU Paschel 2012. © Weinzierl, Foto: Tanja van Uden

Weinzierl: Naja, da bin ich so reingerutscht, weil das ja immer ein Thema ist wo man auch hinkommt. Den ersten Horsemanship- Kurs hätte ich beinahe absagen müssen, weil ich mein Pferd nicht verladen konnte. Da ist die Trainerin angersucht gekommen und hat das für mich gemacht, ich war beeindruckt und hab es als Service übernommen: Wer zum Kurs kommen will und es nicht hinkreigt, sein Pferd zu verladen, zum dem komme ich dann.

Wenn man etwas sehr häufig und mit Engagement tut, wird man fast zwangsläufig gut darin und so war es fast eine logische Folge, dass ich am Cavallo- Verladewettbewerb mitgemacht habe. Dass ich gewonnen habe, verdanke ich einigen glücklichen Umständen und meinem wunderbaren Pferd Veloz.

Paschel: Zum Schluss noch ein bekanntes Spiel: Ich beginne, Du ergänzt. Gewaltfreier Umgang mit Pferden ist…

Weinzierl: … ein frommer Wunsch.

Paschel: Druck für Pferde ist nornal, weil….

Weinzierl: … sie in der Natur permanent ihm ausgesetzt sind.

Paschel: Belohnen mit Leckerli ist…

Weinzierl: … meist die falsche Belohnung im falschen Moment.

Paschel: Störungen bei der Arbeit mit Pferden sind….

Weinzierl: … erwünscht, denn sie stärken die Gelassenheit.

Paschel: Die Kunst des Timing ist…

Weinzierl: … im falschen Moment falsch zu reagieren.

Paschel: 250-prozentige Sicherheit auf dem Platz gibt…

Weinzierl: … 100-prozentige Sicherheit im Gelände.

Paschel: Das Pferd ist dem Menschen überlegen in…

Weinzierl: … fast allem.

Paschel: Der Mensch ist dem Pferd überlegen in…

Weinzierl: … in der Häufigkeit seiner Fehleinschätzungen.

Paschel: Die Vermenschlichung des Pferdes…

Weinzierl: … gehört unter die Überschrift Missbrauch.

Paschel: Der Missbrauch des Pferdes…

Weinzierl: … stinkt zum Himmel.

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