Frecher Straßenfloh wurde geliftet – Kia hat den Kleinwagen Picanto überarbeitet und verkauft ihn ab 9550 Euro

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© Foto: Becker
Berlin, Deutschland (Weltexpress). Kia Deutschland ist – wie der Konzern selbst – weiter im Aufwind. Und man will sich nicht auf dem Erreichten ausruhen: Die Produkt-Offensive geht in die nächste Runde. Nun ist der überarbeitete Kleinwagen Picanto auf dem Markt. Das Fahrzeug, das in seiner zweiten Generation vor knapp fünf Jahren präsentiert wurde, ist jetzt vor allem optisch verändert worden. So wirkt der Kleine, der als Drei- oder Fünftürer zu haben ist, mit seinem neuen Kühlergrill, den neuen robusten Stoßfängern und dem großen Lufteinlass im Vergleich zum Vorgänger weniger verspielt und deutlich kräftiger.

An Länge und Radstand des rund eine Tonne leichten Gefährts hat sich nichts geändert. Auf 3,60 Metern Länge ist ordentlich Platz für Fahrer und Beifahrer, und im Fond ist es für zwei Passagiere okay. Der Gepäckraum fasst 200 Liter; durch Umklappen der Rückbanklehne lässt sich das Volumen bis auf 870 Liter erweitern. Die elektronisch unterstützte Servolenkung arbeitet jetzt direkter, und der Wendekreis konnte von 9,80 auf 9,60 Meter reduziert werden. So lässt sich der Kleine jetzt noch leichter manövrieren.
In punkto Komfort und Qualitätsanmutung hat das Fahrzeug im Vergleich zum Vorgänger ebenfalls zugelegt. Das Interieur wirkt stilvoller, die höherwertig anmutenden Materialien sind sauber verarbeitet. Für die passive Sicherheit im Picanto sorgen Airbags rundum, aktive Kopfstützen vorn sowie die elektronische Stabilitätskontrolle. Aufgewertet wird das Interieur zudem durch neue Premium-Ausstattungen. Dazu gehören die neueste Generation der Sieben-Zoll-Kartennavigation, die Rückfahrkamera und ein Tempomat.
Für den Antrieb stehen die bekannten Drei-Zylinder-Benziner – ein 1,0-Liter-Motor mit 48,5 kW/66 PS und ein 1,2-Liter-Motor mit 63 kW/85 PS – zur Wahl. Sie wurden optimiert und erfüllen jetzt die Euro-6-Norm. Zudem wird der 1,0-Liter-Benziner in einer 49 kW/67 PS starken Bi-Fuel-Version angeboten. Neben einem 27-Liter-Autogastank hat das Fahrzeug einen Benzintank an Bord, der 35 Liter fasst. Diese Version kostet 1200 Euro Aufpreis und wird ab Werk geliefert. Somit umfasst die Sieben-Jahres-Garantie, die Kia dem Picanto gewährt wird, auch das Autogassystem.
Im Kurztest erweist sich der kleine Benziner mit seinen 95 Newtonmetern Drehmoment eher für den Stadtverkehr geeignet. Für den Spurt von Null auf Tempo 100 benötigt der Picanto mit diesem Triebwerk unter der Haube 14,6 Sekunden, und er erreicht eine Spitze von 158 km/h. Mehr Spaß macht es mit dem 1,2-Liter-Dreizylinder, der sein maximales Drehmoment von 120 Nm bei 4000 U/min erreicht, den Sprint aus dem Stand auf Tempo 100 in 11,9 Sekunden erledigt und die Höchstgeschwindigkeit von 175 km/h schafft.
Im Verbrauch liegen beide Motoren dicht beieinander: Der kleine steht mit einem Normverbrauch von 4,5 Litern Kraftstoff pro 100 Kilometer in der Liste, der größere braucht auf dieser Distanz nur 0,3 Liter mehr. Die Version mit Autogas-Antrieb soll 6,2 Liter Gas pro 100 Kilometer konsumieren – dafür ist Gas aber auch deutlich preiswerter als Otto-Kraftstoff. Alle Versionen sind mit einer Schaltpunktanzeige ausgestattet, und ab der höchsten Ausstattungsversion Spirit ist auf Wunsch ein 850 Euro teures Komfort-Paket mit Start-Stopp-Automatik, Klimaautomatik, Sitzheizung vorn und einem beheizbaren Lenkrad zu haben.
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