Französischer Parlamentarier Thierry Mariani: Machtwechsel in Kiew war ein Staatsstreich

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Moskau, Russland; Berlin, Deutschland (Weltexpress). Die Entwicklung in der Ukraine, die zu einem Machtwechsel im Land geführt hat, ist nichts anderes gewesen als ein Staatsstreich. Das erklärte der französische Parlamentarier Thierry Mariani am Donnerstag in Moskau, wo er als Mitglied einer Delegation der Nationalversammlung Frankreichs zu einem Besuch weilt.

Thierry Mariani ist nicht irgendein Abgeordneter aus den hinteren Reihen, dessen Namen die breite Öffentlichkeit auch nach zwei Legislaturperioden immer noch nicht kennt. Unter der Regierung Fillon III von Präsident Nicolas Sarkozy wurder er Mitte November 2010 bei der Ministerin für Ökologie, nachhaltige Entwicklung, Verkehr und Wohnungswesen zum Staatssekretär für Verkehr ernannt. Ende Juni 2011 wurde er bei einer Kabinettsumbildung sogar zum Minister des Ministers für Ökologie, nachhaltige Entwicklung, Verkehr und Wohnungswesen, blieb dabei zuständig für Verkehr.

Der Abgeordnete und Sekretär der konservativen Union pour un Mouvement Populaire (UMP), vergangenen Winter war er sogar deren Vize-Präsident, spricht derzeit deutlich aus, was viele in Frankreich – nicht nur die eher konservativen Mitglieder und Wähler der UMP – denken: „(Viktor) Juschtschenko wurde demokratisch gewählt, ebenfalls wie sein Nachfolger (Viktor) Janukowitsch”¦ Ob Janukowitsch ehrlich war – das ist eine andere Frage. Aber alle Ereignisse waren verfassungsmäßig.“

„Stellen Sie sich mal vor, dass die Opposition in Frankreich morgen den Platz der Eintracht und die Elysischen Felder blockieren und Parlamentarier in Polen, Deutschland und Russland sie darauf drängen würden, den demokratisch gewählten Präsidenten zu stürzen. Das nennt sich Staatsstreich“, sagte Mariani.

Mit Material von RIA Novosti

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