Die Grizzlys aus Wolfsburg und die Roten Bullen aus München sind auf einem guten Weg ins Finale der DEL

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Das steht ein Grizzly im Tor. © 2016, Foto: Joachim Lenz

Berlin, Deutschland (Weltexpress). Wer hätte das gedacht, dass die Grizzlys aus Wolfsburg gegen die Ice Tigers aus Nürnberg mit 2:1 in Führung gehen, nachdem die Mannschaft von Cheftrainer Rob Wilson den Gäste im ersten Heimspiel des Halbfinales der Deutschen Eishockey-Liga mit 5:1 aus der Halle fegten?

Wenn für das Gründungsmitglied der DEL, das damals noch auf den Namen EHC 80 Nürnberg hörte, wieder vor dem Finale Schluss sein sollte und das wie in der Saison 2015/16 gegen die Grizzlys, dann werden bei den Thomas Sabo Ice Tigers, so heißt die Veranstaltung in den Frankenmetropole heute, vielleicht wieder Köpfe rollen.

Im zweite Halbfinalspiel in der Best-of-Seven-Serie schossen die Grizzyls in der Eis-Arena-Wolfsburg fünf Tore, drei im ersten und zwei im dritten Drittel und gewannen nach 60 Minuten 5:3 (3:0, 0:2, 2:1).

Gesten gewannen die Mannschaft von Cheftrainer Pavel Gross in Nürnberg mit 4:3 (1:2, 0:1, 2:0) nach Verlängerung, nachdem sie einen Zwei-Tore-Rückstand im lezten Drittel aufholten. Erst rettete ein Tor in der letzen Minute des Spiels, als Gross für seinen Torhüter Felix Brückmann einen weiteren Angreifer brachte und Gerrit Fauser, der im zweiten Spiel zwei Tore erzielte, traf, die Grizzlys, dann sorgte Tyler Haskins, der im ersten Spiel für den Ehrentreffer verantwortlich war, in der 77 Spielminute der Overtime für den Sieg.

Fauser und Haskins sind in dieser Serie neben Sebastian Furchner und Brent Aubin die Spieler, die ins Tor treffen. Und den Puck ins Tor zu schießen, das ist und bleibt das Entscheidende für einen Sieg.

Morgen Abend treffen beide Mannschaften in Wolfsburg zum vierten Spiel aufeinander.

Auch in Berlin kommt es am Freitagabend zum vierten Aufeinandertreffen zwischen den Eisbären und den Red Bulls aus München. Der Achte der Vorrunde muss gewinnen, um noch eine Chance gegen den Meister und Vorrundenersten zu haben. Doch wenn die Gäste weiter so flottes Eishockey spielen wie ab dem zweiten Drittel des zweiten Halbfinalspiels an der Spree und beinahe durchgängig in München, als sie den Rekordmeister mit 5:1 vom Eis stießen, dann wird es wirklich schwer, die Führung für die Mannschaft von Meistertrainer Don Jackson in der Best-of-Seven-Serie auszugleichen. Die Roten Bullen erzielten nicht nur zwei Tore in Überzahl, sie trafen auch in Unterzahl. Zudem schossen sie mehr als doppelt so häufig aufs Tor und kassierten nur sechs Strafminuten. Die Berliner stehen 16 Strafminuten zu Buche und wieder wieder eine Null beim Überzahlspiel. Cheftrainer Uwe Krupp hat viel zu tun, um die Wende fürs Weiterkommen zu schaffen.

Angesichts einer desolaten Vorrunde mit sicherlich vielen Verletzten ist der Einzug der Berliner ins Halbfinale immerhin ein versöhnlicher Abschluss der Saison. Mehr scheint nicht drin.

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