Der Investorentag Kryptowährungen 2018 in Berlin und der Crashkurs der Kryptowährungen weltweit

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Investorentag Kryptowährung 2018 in Berlin.
© 2018, Foto: Igor Korobkov

Berlin, Deutschland (Weltexpress). Am 2. Februar 2018 meldeten nicht nur Medien mit deutscher Zunge, dass der Bitcoin auf unter 8.000 US-Dollar gestürzt sei. Auf der ganzen wirklichen Welt waren die Verkäufe Top-Thema.

Investorentag Kryptowährung 2018 in Berlin.
© 2018, Foto: Igor Korobkov

Das war an dem Tag, an dem in Berlin der „Investorentag Kryptowährungen 2018“ stattfand. Der Veranstalter, die Solarpraxis Neue Energiewelt AG mit Sitz in Berlin, wartete mit über einer Hand voll sogenannter Keynotspeakern im Vier-Sterne-Hotel TRYP in der Chausseestraße in Berlin-Mitte auf. Von Dominik Schiener (IOTA), Jörg von Minckwitz (Bitwala) über Nina-Luisa Siedler (DWF), Friederike Ernst (Gnosis) und Sven Laepple (Astratum) bis Christian Junger (MADANA) langte die Liste.

Die Veranstaltung der Solarpraxis in Kooperation mit BTC-ECHO, einer deutschsprachigen Online-Plattform mit dem Untertitel „Bitcoins & Blockchain Pioneers“, bot ein pralles Programm, das offensichtlich keine Fragen zu Krypto-Investments offen ließ, denn darum ging es: ums richtige Investieren in Kryptowährungen. Die Veranstaltung war bis auf den letzten Platz ausverkauft. Volles Haus im Hotel.

Investorentag Kryptowährung 2018 in Berlin.
© 2018, Foto: Igor Korobkov

Während nach Eröffnungsansprachen von Tina Barroso (Solarpraxis) und Sven Wagenknecht, Chefredakteur der BTC-Echo, sowie Mark Preuss, CEO und Gründer der BTC-ECHO, beim Publikum die Augen leuchteten, leuchteten am besagten Freitag bei den Krypto-Währungen rote Zahlen.

Dennoch ließen sich die Vortragenden nicht ablenken und sprachen zu Begriffen wie ICOs, Trading, Token, Steuern, Banken, Regulierung und Mining, also nicht nur über Bits und Bytes, sondern auch über Blasen. „Wie der beim Bitcoin“, merkte ein Besucher in einer der zwei Kaffeepausen an. Allerdings gab es sofort einen weiteren Besucher, so dass man umgehend drei Meinungen über die Rekordreise des Bitcoins auf über 20.000 Dollar und den anschließend Absturz auf bis unter 6.000 Dollar hörte. Bitcoin? Das ist nur eine von Dutzenden Kryptowährungen. Wikipedia präsentiert derzeit eine Liste von Kryptowährungen und kommt auf 100. Wenn also investieren, dann in welche Währung, auf welches Pferd setzen, welches Fiatgeld kaufen?

Investorentag Kryptowährung 2018 in Berlin.
© 2018, Foto: Igor Korobkov

Auf Laptops, Tablets und Smartphones machten während der flotten Veranstaltung dennoch bei dem einen oder anderen Besucher Beiträge die Runde. In der virtuellen Welt ginge „der Ausverkauf am Markt für Krypto-Währungen“ weiter, wie Christoph Rottwilm im „Handelsblatt“ (2.2.2018) formulierte. Er weist darauf hin, das der Abschwung „inzwischen sämtliche größeren Digitalwährungen erfasst“ habe. Als Beleg führt er die Übersicht der Plattform Coinmarketcap.com an, die Bitcoin und Co auflisten und auf aktuell 896 (Coins) plus 598 Tokens kommen.

Die Objekte nach dem Motto „Fiat lux“ (zu Deutsch: „Es werde Licht!“), die als Tauschmittel dienen, sind ohne inneren Wert und seien nach letztjährigen „Kursgewinnen im vier- bis fünfstelligen Prozentbereich“ im Januar 2018 laut Rottwilm von „Verlust von etwa 30 Prozent“ betroffen gewesen.

Investorentag Kryptowährung 2018 in Berlin.
© 2018, Foto: Igor Korobkov

Doch auf dem „Investorentag Kryptowährungen 2018“ wurde gemurmelt, dass die Kursverluste auf ein Werbeverbot für Krypto-Währungen zurückzuführen sei, welches Facebook am Mittwoch, den 31. Januar 2018, bekannt gegeben hätte. Ist Mark Zuckerberg von Fratzebuch der Schuldige oder ist nicht vielmehr der geringer werdende Gebrauchswert und also Nutzen der Grund.

Weder schwebte der Geist von Hajo Riese, einem Kenner keynesianischer Geldpolitik, noch der von Guenter Sandleben, der sich als Marxist mit Geld auskennt, über der Veranstaltung. Dafür kreisten sogenannte Sponsor durchs Foyer wie der Mining-Hardware-Anbieter Cointed. Auch waren Aussteller wie Crypviser und Repay.me zu finden. Richtig, für Kritiker ging es beim Investorentag Kryptowährungen 2018 in Berlin mehr um Werbung in einem Hotel als um Wahrheitssuche an einem Ort der Wissenschaft.

Es ging auf der gleichwohl professionellen und inhaltsreichen Veranstaltung mehr darum, „richtig in Kryptowährungen zu investieren“, und weniger um die vom Veranstalter gestellte Frage „Wieviel Substanz steckt in der neuen Anlageklasse“.

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