Abwärts immer – Die Sonntagsfrage und die SPD

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© Karikatur: Marian Kamensky, 2015

Berlin, Deutschland (Weltexpress). Wann haben Sozialdemokraten in Deutschland zuletzt Interessen der Arbeiterklasse, von Lohnarbeitern und – kleinbürgerlich gewitzigt – von Gehaltsangestellten vertreten? Ja, ich meine vertreten, nicht verraten.

Nein, mir geht es nicht um Sozialdemokraten zur Zeit der Novemberrevolution 1918 und der Kämpfe im Januar 1919 oder die Jahre der Anpassung bis zu der Zustimmung von Sozialdemokraten zu den Krediten für den Ersten Weltkrieg, sondern um die letzten Jahre. Sozialdemokraten schickten Deutsche erstmals nach 1945 wieder in den Krieg.

Dass beim Verrat die Bürgergrünen an der Seite der Sozialdemokraten standen, um Deutsche in den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen Jugoslawien zu befehlen, macht diesen nicht smart.

Sozialdemokraten bauten massiv Errungenschaften, welche die Arbeiterbewegung mit Beginn des Industriekapitalismus oft blutig erkämpfte, als sie mit Bürgergrünen zu Beginn des neuen Jahrhunderts unserer Zeitrechnung mit der Agenda 2010 das Programm des Kapitals in Gestalt der Bertelsmann Stiftung durchsetzte.

Die Geschichte der Sozialdemokratie ist eine lange Geschichte vom Verrat. Im Verhältnis zu Große des Verrats stehen die Verräter mit 20 Prozent plus x noch gut da. Laut ARD würden, wäre am Sonntag Bundestagswahl, nur 21 Prozent die Sozialdemokraten ankreuzen. Das ist nicht nur der niedrigste Wert in der Geschichte der Sozialdemokratie nach dem Zweiten Weltkrieg, das ist ein Wert bei dem sich selbst Sozialdemokraten vom Schlage eines Willy Brand im Grabe umdrehen würden.

Es ist an der Zeit, dass Sozial- und Christdemokraten endlich eine Einheitspartei bilden – von mir aus mit den Bürgergrünen.

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