Wieder Wahl im Vereinigten Königreich – Wird Boris Johnson gewinnen?

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Ein Plastikfähnchen für das Vereinigte Königreich. Quelle: Pixabay, Foto: PaulaPaulsen

London, VK (Weltexpress). Im Vereinigten Königreich (VK) von Großbritannien mit dem immer noch besetzten British Ulster in Irland wird heute das Unterhaus neu gewählt. Im Großen und Ganzen darf sich das Wahlvolk zwischen Boris Johnson von der Konservativen und Unionistischen Partei (englisch Conservative and Unionist Party) und Jeremy Corbin von der Arbeiterpartei (englisch Labour Party) entscheiden.

Glaubt man den Meinungsumfragen, so wird es für Johnson und die Tories noch einmal eng, denn der als Trotzkist verschriene Corbin hole auf. Der „Merkung“ (12.12.2019) teilt unter dem Titel „Umfrage-Schock kurz vor der UK-Wahl für Johnson: Labour holt enorm auf“ mit, dass „Johnsons Konservative“ zwar „weiter auf Kurs zu einem Wahlsieg“ seien, doch der Vorsprung auf die Labour-Partei“ schrumpfe. „Die Umfrage veröffentlichte am Dienstagabend das Meinungsforschungsinstitut YouGov im Auftrag der Tageszeitung Times.

Ende November hatte eine ähnliche Erhebung noch eine Mehrheit von 68 Abgeordneten für die Konservativen ergeben, nun gehen die Wahlforscher nur noch von einem Vorsprung von 28 Mandaten für die Tories vor den anderen Parteien aus. Die Konservativen kämen demnach auf 339 von 650 Sitzen. Labour hingegen verbesserte sich um 20 Sitze auf 231 Mandate.“

Unter der Überschrift „Großbritannien wählt neues Parlament – Brexit am Scheideweg“ teilt „Reuters“ (12.12.2019) mit, dass „der jüngsten Erhebung vom Mittwochabend zufolge … Johnsons Tories auf 41 Prozent der Wählerstimmen und die oppositionelle Labour-Partei auf 36 Prozent“ käme. „Ob dies für eine Mehrheit der Sitze reichen würde, blieb offen.“

Dass die Wahl auch eine über den Brexit werde, das ist klar. Johnson will mit dem VK raus und zwar so schnell wie möglich, Corbin eine zweite Volksabstimmung. Ob einer der beiden Partei- und Fraktionsführer das VK alleine wird regieren können, auch das wird heute entschieden. Johnson braucht dafür die absolute Mehrheit für den Brexit, Corbin reicht die relative, denn er könnte mit Kleinparteien im House of Commons ein wenigstens kurzfristiges Zweckbündnis schmieden, um in der Veranstaltung namens Europäische Union zu besseren Bedingungen zu bleiben.

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