Wie schmeckt frisch? – Wissenswertes rund um Tiefkühlkost

Tiefkühlfisch ist nicht fangfrisch.

Schon mehr als die Hälfte der Deutschen, nämlich 54,5 Prozent, verwenden mindestens dreimal im Monat tiefgekühlte Produkte. Bei mehr als 20 Prozent kommt Tiefkühlkost mindestens dreimal die Woche auf den Tisch. Fast die Hälfte verzehrt mehrmals im Monat eine Tiefkühlpizza – übrigens eines der beliebtesten Produkte aus der Tiefkühltruhe. Nur 1 Prozent sagt, dass sie ganz auf Tiefkühlkost verzichten!

Mit der grünen Kampagne „Frischer als frisch“ ist das 1956 gegründete Deutsche Tiefkühlinstitut (dti) bemüht, den Verbrauchern die originären Vorteile der Tiefkühlkost näher zu bringen. Denn TK bedeutet „Frische auf Vorrat“! Informationsplattform ist die kampagneneigene Website www.frischer-als-frisch.de

Wie schmeckt frisch?

Es gibt keine allgemeingültige Norm oder Definition für Frische. Es gibt aber für einzelne Lebensmittel wie Fleisch, Fisch, Milch oder Eier Regelungen, unter welchen Umständen der Begriff frisch genutzt werden darf.

Neben den sensorischen Merkmalen wie Aussehen, Textur, Geschmack und Geruch spielen auch nicht-sensorische Aspekte wie der Ort der Ernte und Herstellung, der Zeitpunkt des Pflückens, die Behandlung des Lebensmittels und natürlich auch ernährungsphysiologische Parameter eine wichtige Rolle.

Gutes Aussehen und knackige Textur sind dabei am wichtigsten.

Bei Erbsen, Bohnen und Spinat verteilte sich die Präferenz der Konsumenten überwiegend auf die frischen ungelagerten sowie kurz und tiefkühl gelagerten Produkte.

Lebensverlängerung durch Ernährungseinflüsse

Beim Menschen hat sich der Lebenszeitraum seit der Antike mehr als verdoppelt. Der Wunsch, bei weitgehend erhaltener körperlicher und geistiger Leistungsfähigkeit, noch länger zu leben, ist ungebrochen. Tiere unter experimentell knapper Ernährung lebten stets länger als unter einer ad-libitum-Ernährung. Beim Menschen steht der Beweis für einen lebensverlängernden Effekt einer knappen Energiezufuhr noch aus.

Eine ovo-lakto-vegetabile Kost könnte aufgrund positiver Stoffwechseleffekte und einer damit verbundenen reduzierten Rate bei einer Reihe von Erkrankungen zur Lebensverlängerung beitragen. Der Beweis für ein verlängertes Leben fehlt.

Nachgewiesen ist ein lebensverlängernder Effekt für die mediterrane Kost, so Prof. Dr. Udo Rabast aus Hattingen. Deren Einhalten führte auch in nördlichen Ländern zur signifikanten Lebensverlängerung. Als Ursache der positiven Auswirkungen gelten neben dem Verzehr von reichlich Gemüse und Obst der geringe Fleischverzehr bei mäßigem Fischverzehr und die Bevorzugung fettarmer Milchprodukte, also fettarmem Käse und Joghurt.

Frisches Gemüse und Obst enthalten im Vergleich zu gefrostetem nicht mehr an Vitaminen und essentiellen Nährstoffen. Die bei der Tiefkühlkost übliche Spanne von zwei Stunden zwischen Ernte und Verarbeitung gewährleistet, im Gegensatz zu gelagerter frischer Ware, den langfristigen Erhalt essentieller Nährstoffe. Positive Effekte sind vom regelmäßigen Verzehr von Nüssen, der Verwendung von Oliven- oder Rapsöl und einem mäßigen Alkoholkonsum, etwa zehn bis 20 Gramm, zu erwarten. Unklar ist, ob Rotwein bevorzugt werden sollte.

Letztendlich wird die Langlebigkeit von einer gesunden Ernährung mitbestimmt, es kommen aber auch weitere Faktoren als ursächlich in Frage, wie Genetik, das Fehlen schwerer Erkrankungen usw.

Knapp zusammengefasst: Was sollen wir essen?

Auf keinen Fall Vitamin-Präparate einnehmen!

Am besten sind: grüner Tee, auch schwarzer, zweimal pro Woche Seefisch, 30 Gramm Walnüsse am Tag fünfmal pro Woche, höchstens drei Eier pro Woche, schwarze Schokolade mit 70 Prozent Kakao, Joghurt, nicht mehr als 30 Gramm Alkohol am Tag und nur 60 Gramm Fett am Tag, bestehend aus Oliven- oder Rapsöl. Der Cholesterinspiegel soll bei höchstens 200 liegen.