Wie die EU mit dem Namen Andrei Sacharow Schindluder treibt oder Zum Sacharow-Preis für Oleg Senzow

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Andrei Dmitrijewitsch Sacharow
Andrei Dmitrijewitsch Sacharow © RIA Novosti

Berlin, Deutschland (Weltexpress). Oleg Senzow wurde mit dem Sacharow-Preis geehrt. Dieser Preis wird seit 1988 von einer sich Parlament nennenden Veranstaltung der Europäischen Union (EU) vergeben, die manches sein mag, aber ganz sicher keine Vertretung für ein Volk, das eine Regierung wählt und diese kontrolliert. Sie ist eine Veranstaltung, die die Idee der Wahlgleichheit mit Füßen tritt und vieles andere mehr, welches hier zu nennen zu weit führen würde.

Diese Veranstaltung vergibt den nach dem sowjetischen Physiker benannten Preis an Personen und Organisationen, die sich angeblich für die Verteidigung der Menschenrechte und der Meinungsfreiheit einsetzen.

Das hat Sensow zwar nicht getan, aber was soll`s, er hat ihn bekommen. Gestern war`s und zwar in Straßburg. Weil der ukrainische Filmemacher eine 20-jährige Haftstrafe in einer russischen Strafkolonie am Polarkreis absitzt, konnte er sich den Preis in Straßburg nicht abholen. Immerhin überlebte er auf diese Weise das muselmanische Attentat.

Daher zitiere ich den wegen angeblicher Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung gefangen Gehaltenen der Russischen Föderation, der vor Gericht kluge Worte – allerdings nicht zu seiner Verteidigung – sprach, weil er das Gericht nicht anerkannte.

„’Die schlimmste Sünde auf der Erde ist die Feigheit.‘ Das hat der große russische Schriftsteller Bulgakow in dem Buch ‚Der Meister und Margarita‘ geschrieben, und ich bin seiner Meinung. Die Feigheit ist die größte, die schlimmste Sünde auf Erden.“

Oleg Senzow

Der Moment, in dem er das sagte, wird im „Deutschlandradio Kultur“ (12.12.2018) wie folgt beschreiben: „Wie so oft im Gerichtssaal wirkt Senzow ruhig, ein bisschen spöttisch, ein bisschen trotzig. Wie stets trägt er ein weißes T-Shirt mit einem traditionellen ukrainischen Blumenmuster und der Aufschrift

„Ruhm der Ukraine“

Aha, daher weht der Wind und mit ihm die Fahne der EU. „Ruhm der Ukraine“ war und ist der Ruf ukrainischer Faschisten. Und die Ukraine ist ein Staat, „in dem bedeutende militärische Formationen, offen und mit präsidialem Wohlwollen versehen, sich auf eine eindeutig nationalsozialistische Vergangenheit berufen“, wie Willy Wimmer in seinem offenen Brief an Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier schreibt, der im WELTEXPRESS dokumentiert wird.

Wir sind beim WELTEXPRESS alles andere als feige, wir schreiben und veröffentlichen das und auch, dass Senzow „sich über die Verleihung des Preises“ freue, wie „Die Presse“ (12.12.2018) meldet und weiter mitteilt: „jedoch dürften die anderen politischen Häftlinge nicht vergessen werden – mit diesen Worten soll sich Oleg Senzow für die gestrige Zuerkennung des Sacharow-Preises durch das Europaparlament bedankt haben.

Parlamentspräsident Antonio Tajani ehrte den Preisträger in einer Rede und forderte von den russischen Behörden Senzows Freilassung. Die EU verteidige Freiheit und Menschenrechte, ‚auch außerhalb der Union‘. ‚Ich hoffe, dass der Preis auf den russischen Staat Einfluss haben wird‘, sagte Senzows Anwalt Dmitrij Dinse vor Journalisten. Senzows Cousine Natalia Kaplan nahm den Preis entgegen. Die Auszeichnung ist mit 50.000 Euro dotiert.“

Genau darum dreht sich diese Polit-Inszenierung. Es geht um Agitation und Propaganda und Einfluss.

Zu Lebzeiten hätte „mein“ Sacharow das kritisiert. Seit er tot ist, wird in seinem Namen Schindluder getrieben, auch von der EU.

Anmerkung:

Vorstehender Beitrag von Paul Puma wurde im KULTUREXPRESSO am 13.12.2018 erstveröffentlicht.

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