VSA evakuiert letzten Diplomaten aus Venezuela – Die Regierung in Caracas hat den Reporter Billy Six freigelassen

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Ein Blick auf Caracas, Hauptstadt Venezuelas. Quelle: Pixabay

Caracas, Venezuela; Berlin, Deutschland (Weltexpress). Der Außenminister der Vereinigten Staaten von Amerika (VSA), Mike Pompeo, erklärte ergangenen Dienstag angekündigt, die VSA würden noch in dieser Woche ihren letzten Diplomaten aus Venezuela abziehen, weil die eigenen Beamten in der venezolanischen Hauptstadt Caracas die eigene Politik „behindere“.

In mehreren Medien wird heute darüber berichtet, dass dies geschehen sei. Wofür sehen sich die Untergebenen von Oberbefehlshaber Donald Trump jetzt unbehindert und frei?

Frei ist auch der deutsche Reporter Billy Sixt. Er habe heute das Gefängnis in Caracas verlassen können. Laut „Zeit“ (16.3.2019) müsse sich Sixt „aber alle zwei Wochen bei der Justiz melden und dürfe über seinen Fall nicht in Medien sprechen“, heißt es unter Bezugnahme auf „Espacio Público auf Twitter“. Der 32-jährige, der für „Junge Freiheit“ und „Deutschland-Magazin“, solle im Geheimdienstgefängnis El Helicoide inhaftiert gewesen sein und dort „zeitweise in Hungerstreik“ getreten sein.

Armin-Paul Hampel, Außenpolitische Sprecher der AfD-Fraktion im Deutschen Bundestag, teilt dazu per Pressemitteilung vom 16.3.2019 mit, dass „die vielfältigen Bemühungen seiner Eltern, von Unterstützern aus den Reihen der AfD und vieler Sympathisanten zum Erfolg geführt“ hätte. „Wir freuen uns vor allem mit Billys Eltern und seiner Familie und hoffen mit Ihnen, dass Billy nun umgehend die Heimreise nach Deutschland antreten kann.“ Hampel bedankt sich besonders bei seinen „Mitstreitern aus dem AfD-Arbeitskreis Außenpolitik, Peter Bystron und Waldemar Herdt, und der Brandenburger Landtagsfraktion von Andreas Kalbitz, die sich mit mir gemeinsam seit Wochen um Six‘ Freilassung bemüht haben. Mein besonderer Dank gilt dem russischen Außenminister Sergei Lavrov, der all seinen Einfluss eingesetzt hat, um die Freilassung von Six letztlich dann erfolgreich zu erreichen.“

Weiter heißt es, dass „die Eltern des Journalisten … der Bundesregierung zuletzt mehrfach vorgeworfen“ hätten, „sie setze sich zu wenig für die Freilassung ihres Sohnes ein. Die AfD machte die politische Einstellung von Six dafür verantwortlich. Das Auswärtige Amt wies die Vorwürfe zurück und erklärte nun: ‚Wir sind erleichtert, dass Billy Six heute Nacht in Anwesenheit der deutschen Geschäftsträgerin in Venezuela freigesetzt wurde.‘ Die Deutsche Botschaft betreue ihn weiterhin ‚intensiv‘ konsularisch, obzwar sie wegen der Lage im Land geschlossen ist.“

Möglicherweise hat Moskau ein gutes Wort in Caracas einlegen können. Andere setzen auf Worte, die Richtung Völkerhass weisen. Unter ihnen der „Spiegel“, der laut „RT Deutsch (16.3.2019) „mit kaum verhohlener Schadenfreude vermeldet, Venezuela sei nach dem dubiosen Stromausfall ‚zurück in der Steinzeit‘. Maduros ‚im Volk beliebter Widersacher Guaidó‘ würde ‚Misswirtschaft, mangelnde Wartung und Korruption‘ für den Stromausfall verantwortlich machen, so der ‚Spiegel‘. Und das Magazin aus Hamburg „behauptet einfach mal: ‚Die meisten Experten stimmen ihm zu.‘ Dass der Stromausfall mutmaßlich auf Sabotage zurückzuführen ist, erscheint in den meisten Artikeln nur als absurde Verschwörungstheorie der Regierung.“

Derzeit sei laut „Spiegel“ (16.3.2019) eine Uno-Mission in Venezuela unterwegs. Dazu heißt es: „Die Menschenrechtsorganisation Foro Penal hatte bereits zuvor mitgeteilt, sie rechne mit der Freilassung einiger politischer Gefangener.“

Einerseits etwas Entspannung in Venezuela, andererseits mehr Möglichkeiten für die VSA? Wie geht es weiter in Venezuela, dessen Regierung und Bevölkerung seit Monaten mit einer Hyperinflation und Versorgungskrise kämpft sowie gegen Putschversuche.

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