Von Hacker-Angriffen auf die Enthüllungsplattform WikiLeaks, unangenehme Geheimdepeschen über Merkel und Westerwelle und Rüstungsbemühungen des Mullah-Regimes im Iran

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Immerhin gibt es in Sachen neuester WikiLeaks-Enthüllungen noch Wichtigeres mitzuteilen. Der Iran hat von Nordkorea nach russischem Muster hergestellte moderne Raketen erworben. Die Reichweite der R-27 ermögliche es der Islamischen Republik technisch, sowohl einen Schlag gegen westliche Metropolen zu führen, als auch Moskau zu erreichen, teilte „The New York Times“ am Montag unter Hinweis auf WikiLeaks-Materialien mit.

Auf der für Skandale bekannten Web-Seite WikiLeaks sollte am Wochenende ein geheimer Briefwechsel der US-Behörden mit ausländischen Regierungen veröffentlicht werden. Am Sonntag blockierte jedoch ein Hacker-Angriff die Enthüllungsplattform. Die WikiLeaks-Administration stellte jedoch ihre Materialien einer Reihe von westlichen Zeitungen (unter anderem der spanischen „El Pais“, der französischen „Le Monde“, der britischen „Guardian“ und der amerikanischen „The New York Times“) zur Verfügung. Diese Zeitungen begannen am 28. November abends, Telegramme von US-Botschaftern und andere Geheimmaterialien auszugsweise zu veröffentlichen.

Die WikiLeaks-Web-Seite hatte vor, insgesamt 250 000 Dokumente zu veröffentlichen.

Wie aus einem vom 24. Februar 2010 datierten Telegramm bekannt wurde, habe der Iran von Nordkorea 19 Raketen der Baureihe R-27 gekauft, deren Stärke die offiziell von Washington angenommenen Zahlen wesentlich übertreffe.

Experten haben laut WikiLeaks schon früher vermutet, dass der Iran einzelne Komponenten solcher Raketen erhalten haben könnte. Aber die Information, dass bereits eine komplette Raketenlieferung ins Land gebracht worden war, sei eine Überraschung gewesen.

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