Volksaufstand – Proteste, Verletzte und Tote im Irak

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Die Flagge des (Rest-)Irak. Quelle: Pixabay, Grafik: OpenClipart-Vectors

Bagdad, Irak (Weltexpress). Nachdem die Vereinigten Staaten von Amerika (VSA) mit Vasallentruppen den Staat Irak zerstörten und die arabisch-sozialistische Baath-Partei verboten hatten, blieb Protest und Widerstand nur noch kanalisiert über das Mohammedanertum.

Um den Baathismus nicht nur im Irak zu besiegen, sondern auch in Syrien, wo er sich bis heute hält, wurde der Islamismus zum Staat hochgejazzt, zum Islamischen Staat. Der liegt längst in Trümmern. Von ihm ist nun nichts mehr übrig aus Truppenteile.

Protest und Widerstand müssen sich andere Wege suchen. Oppositionelle zum herrschenden Falschen im Irak genannten Staat, den es wie unter Saddam Hussein (Baath-Partei) nicht mehr gibt, auch wenn er von der Lügen- und Lückenpresse und -politk noch so genannt wird, informieren sich, organisieren sich, radikalisieren sich.

Bei den jüngsten Protesten angeblich „gegen Korruption“, wie es in „Kleine Zeitung“ (3.10.2019) unter der Überschrift „13 Tote im Irak bei Protesten gegen Korruption“ heißt, sollen „in den vergangenen beiden Tagen mindestens 13 Menschen ums Leben gekommen“und „mehr als 700 Menschen seien verletzt worden“ seien, was „die irakische Hohe Menschenrechtskommission am Donnerstag“ mitgeteilt habe. Dass „Regierungschef Adel Abdel Mahdi“, auch nichts anderes als eine Marionette der VSA, „in der Nacht auf Donnerstag eine Ausgangssperre in der Hauptstadt Bagdad“ verhängte, das wird nicht verschwiegen.

Ausgangssperren wurden auch in anderen Städte verhängt, denn es gab auch beispielsweise in Basra, Najaf und Nassiriya Proteste und Demonstrationen.

Die Opposition auf der Straße richtet sich vor allem gegen die Zentralregierung in Bagdad, welche die Gewinne aus dem Öl privatisiere und unter der Großbourgeoisie an Euphrat und Tigris aufteile. Dass der Ölexport sehr hoch ist, darauf weise viele Berichterstatter hin und auch, dass das Volk leide und permanent „Engpässe bei der Strom- und Wasserversorgung“ erlebe. Die Arbeitslosigkeit ist zudem hoch.

Hinter den Protesten im Irak stecken weniger Muselmanen oder Mohammedaner, sie entwickeln sich nicht aus Moscheen heraus, als vielmehr Sozialisten und Kommunisten, denn sie entspringt den Resten der Arbeiterbewegung und der Arbeiterpartei, die im Irak die Baath-Partei war, die zur Staatspartei wurde. Lohnarbeiter und solche, die es werden wollen, begehren gegen die am VS-Tropf hängende Bourgeoisie auf.

Und weil ein Volksaufstand ein Volksaufstand ist, lassen sich die Leute im Land nicht mehr von Verboten abschrecken. Die Proteste und Demonstrationen gehen auch heute weiter.

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